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Wismar Kinder nehmen Umweltküche in Betrieb
Mecklenburg Wismar Kinder nehmen Umweltküche in Betrieb
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10:39 28.11.2018
Schüler der Freien Schule Wismar haben Kürbissuppe in der Kinderumweltküche des ÖSW gekocht. Quelle: Haike Werfel
Wismar

Dritt- und Viertklässler der Freien Schule Wismar haben die Kinderumweltküche im modernisierten Seminargebäude des Ökologischen Schulorts Wismar (ÖSW) in Betrieb genommen. Angeleitet von den Mitarbeiterinnen Ilona Haack und Ulrike von Buttermann haben die Kinder gemeinsam eine Kürbissuppe gekocht und sie sich anschließend schmecken lassen. Zuvor erfuhren die Acht- bis Zehnjährigen von Umweltpädagogin Juliane Dabels Wissenswertes über den Herbst, die Erntezeit und Bräuche wie den Erntedank sowie über den Kürbis als besondere Herbstfrucht.

Die Protinus Projektentwicklungsgesellschaft der Awo Wismar hat das Seminargebäude im Ökologischen Schulort Wismar für 112000 Euro saniert. Jetzt wurde es offiziell eingeweiht.
Der neue Seminar- und Veranstaltungsraum bietet jetzt 30 Personen Platz. Quelle: Haike Werfel

Ein Schmuckstück ist auch die Umweltküche mit verschieden hohen Arbeitsflächen und deshalb für Kinder und Erwachsene gleichermaßen zu nutzen. Durch längere Lieferfristen des Möbelherstellers verzögerte sich leider der Einbau und die Inbetriebnahme.

Stiftung spendiert Küche

Zur offiziellen Einweihung hatten Awo-Geschäftsführer Matthias Koch und Juliane Dabels als Leiterin der Einrichtung ehemalige Awo-Mitarbeiterinnen sowie Bürgermeister Thomas Beyer (SPD), Senator Michael Berkhahn (CDU) und Mario Löscher vom Vorstand der Sparkassenstiftung eingeladen. Die Bürgerschaft hatte dem neuen Betreiberkonzept und einem langfristigen Erbbaupachtvertrag zugestimmt. Deshalb kann der ÖSW mit seinem 36000 Quadratmeter großen Gelände und seiner Hauptaufgabe, Langzeitarbeitslose für den ersten Arbeitsmarkt wieder fit zu machen, erhalten bleiben. Die Stiftung der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest ermöglichte mit 7000 Euro den Kauf der Kinderumweltküche. „Hier können wir interessierten Kindergruppen gesunde Ernährung mit regionalen Produkten, die auch in unseren Gemüsegärten wachsen, näherbringen“, sagt Juliane Dabels.

Die Agrarwissenschaftlerin mit umweltpädagogischer Zusatzausbildung hat mit Kooperationspartnern wie den Grundschulen, Kindergärten und dem Tagesmütterverein Kontakte geknüpft, um Projekte und Projektwochen zu planen. „Wir unterbreiten Veranstaltungsangebote, die das Potenzial des Geländes ausnutzen.“ Im zu Ende gehenden Jahr habe laut Dabels das neue Bildungskonzept bereits gefruchtet.

Bisher 6055 Besucher

Bisher wurden 6055 Besucher im ÖSW begrüßt, rund 1300 nahmen an 61 Veranstaltungen für Kindertagesstätten, Schulen, Vereine und Erwachsenengruppen teil. In den nächsten vier Wochen sind noch zwölf Veranstaltungen geplant. Außerdem wurde der ÖSW 38-mal vermietet, sodass weitere 2380 Personen Gelände und Gebäude genutzt haben. Nicht zuletzt kamen 2360 Besucher in das idyllisch gelegene Areal in Lenensruhe – um zu entspannen und sich zu erholen.

Lehrpfad um Mühlenteich

„Auch für das kommende Jahr haben wir schon jeweils zwanzig gebuchte Veranstaltungen und Vermietungen“, sagt die Einrichtungsleiterin. Als Ausblick auf 2019 kündigt Awo-Geschäftsführer Matthias Koch an, den Weg um den Mühlenteich ausbauen und einen Lehrpfad einrichten zu wollen. Eine Aufgabe für die Teilnehmer in Arbeitsgelegenheiten, die das Jobcenter fördert. „In den letzten Jahren haben wir zwölf Frauen und Männer aus diesen Maßnahmen bei der Awo eingestellt, als Hausmeister für unsere Einrichtungen und im Reinigungsbereich“, berichtet Koch und betont, dass die Beschäftigten mehr als den Mindestlohn erhielten. „Unser Anspruch ist, dass die Menschen von ihrer Hände Arbeit leben können.“

Außerdem will die Protinus im kommenden Jahr den Eingangsbereich zum ÖSW gestalten und versuchen, das Gelände gegen Wildschweine zu sichern. Obendrein arbeitet die Awo an ihrer Vision, die baufällige Bauernscheune zu sanieren und zum multimedialen Haus zu entwickeln. Dafür habe sie laut Koch Fördermittel beantragt.

Bildungsangebote

Umweltpädagogin Juliane Dabels hat Bildungsangebote in sechs Themenbereichen erarbeitet: Gesundheit und Ernährung, Biodiversiät und Artenschutz, Nachhaltigkeit wie Klimafrühstück und Entdecken der Jahreszeiten, Wasser und Gewässerschutz, Landwirtschaft, Verarbeitung natürlicher Rohstoffe.

Naturexperimente, die vier Elemente und ihre Bedeutung sowie Feste und Traditionen sind weitere Angebote.

Sämtliche Angebote sind flexibel gestaltet, sodass in Absprache mit Pädagogen und Erziehern Schwerpunkt- und Themenwünsche berücksichtigt werden. Flexibel ist die ÖSW-Leiterin auch beim Umfang der Veranstaltungen. Vormittage, Nachmittage, Projekttage und -wochen sind möglich.

Die Kosten pro Teilnehmer betragen zwei Euro.

Kontakt: 03841-283675 oder per Mail an oesw@awo-wismar.de

Haike Werfel

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