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Aal schätzen und Stiefel weit werfen

Hohen Viecheln Aal schätzen und Stiefel weit werfen

Zum 26. Mal hatte Familie Prignitz zum Fischerfest nach Hohen Viecheln am Schweriner See eingeladen

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Mit dem Aale schätzen hat Tobias Prignitz (l.) den richtigen Nerv getroffen: Dicht gedrängt standen die Besucher und schauten in die Tonne.

Hohen Viecheln. Familie Prignitz hatte am Wochenende bereits zum 26. Mal zum Fischerfest geladen – und die Menschen kamen. „1991 haben wir, glaube ich, das erste Fischerfest gefeiert. Mal etwas größer, mal etwas kleiner“, erinnert sich Tobias Prignitz. Er ist in zehnter Generation auf der Erbpacht und weit über Kreis- und Landesgrenzen hinaus bekannt.

OZ-Bild

Zum 26. Mal hatte Familie Prignitz zum Fischerfest nach Hohen Viecheln am Schweriner See eingeladen

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Neben buntem Unterhaltungsprogramm, unter anderem waren die Bläser aus Wendorf zu Gast, hatten die Familie und ihre Helfer Aktionen rund um die Fischerei und die Schuppenträger vorbereitet. Besonders anziehend fanden die Besucher eine blaue Fischtonne. Dicht gedrängt standen sie herum, um das Gewicht der beiden Aale darin zu schätzen. „Ach, ich liege bestimmt weit daneben. Aber es geht ja um den Spaß“, sagte Anne Bodenhaupt. Sie schätzte den großen Aal auf 1176 Gramm, den kleinen auf 195 Gramm. Sohn Kai versuchte es mit 1142 und 312 Gramm. Beide lagen ziemlich daneben.

Familie Bonkowski holte sich letztlich beide Aale: Thomas den kleinen, der 284 Gramm auf die Waage brachte, seine Frau den Großen, der 1490 Gramm wog. Ihre Schätzungen lagen dem Gewicht am nahesten.

„Es war aber deutlich zu sehen, dass die Frauen insgesamt das bessere Auge hatten. Die Männer haben die Aale meistens viel schwerer eingeschätzt. Und vor allem die Angler haben oft weit daneben gelegen“, kommentierte Tobias Prignitz.

Ein weiterer Höhepunkt war der Fischerstiefel-Weitwurf. Eine Disziplin, bei der es vor allem auf die richtige Technik ankam. Der Fischer prophezeite: „Wer so um die 15 Meter weit schafft, hat gute Chancen zu gewinnen.“ Ganz so weit ging es dann allerdings nicht. Torsten Grau schaffte mit 13,90 Meter die Siegerweite.

Neben den Aktionen und Ablenkungen des Festes kam auch der Fisch nicht zu kurz. In Mengen ging er über die Ladentheke, ob als Imbiss oder für den späteren Verzehr zu Haus. Dabei sieht es in diesem Jahr mit dem Fisch im Schweriner See gar nicht so gut aus. Warum das so ist? Fischer Prignitz versucht eine Erklärung: „Das Wasser ist dieses Jahr so klar wie noch nie. Da finden die Fische zum einen weniger Nahrung, zum anderen sind sie wesentlich vorsichtiger.“ So habe er noch keinen einzigen Hecht gefangen – und das, obwohl der Schweriner See bei den Anglern als sehr gutes Hechtrevier gilt.

Aber es gäbe sehr gute Edelmaränen. Daher ist Tobias Prignitz optimistisch, dass es auch im kommenden Jahr bei ihm wieder ein Fischerfest geben wird.

Die Fischerfamilie Prignitz

Familie Prignitz ist die älteste Fischereifamilie des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Vor 301 Jahren, am 7. Mai 1715, übertrug Carl Leopold, Herzog zu Mecklenburg, dem ursprünglich aus Wismar stammenden Fischer Jochim Hartwig Prignitz die Fischereirechte für den Nordteil des Schweriner Sees. Der jetzige Betreiber dieses Erbbesitzes, Tobias Prignitz, übt das Handwerk in zehnter Generation aus. Sohn Christopher wird die Tradition wohl fortführen.

Die Vermarktung der Fische erfolgt zu 95 Prozent über den Hofverkauf, zusätzlich werden einige Gaststätten mit frischen Fisch beliefert.

Peter Täufel

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