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Abgetakelt und fast fit für neue Saison

Wismar Abgetakelt und fast fit für neue Saison

Wismars ältester Traditionssegler „Atalanta“ geht in die Winterpause / Letzte Tour ist die Lichterfahrt

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Die Mitglieder des Fördervereins haben die „Atalanta“ gemeinsam abgetakelt, dieses Mal im Alten Hafen. Fotos (6): Hans-Joachim Zeigert

Wismar. An Deck und in den Masten von Wismars ältestem Traditionssegler, der nahe dem Baumhaus im Alten Hafen liegt, herrscht Gewusel. Bei neun Grad Außentemperatur und zeitweiligem Nieselregen hat die Crew der „Atalanta“ ihren betagten Schoner abgetakelt. Zugegeben, vom Wetter her ist es nicht gerade ein optimales Gemeinschaftserlebnis. Dennoch lockt die Aktion immer wieder Besuchergruppen an.

OZ-Bild

Wismars ältester Traditionssegler „Atalanta“ geht in die Winterpause / Letzte Tour ist die Lichterfahrt

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„Das mit dem Wetter geht doch noch“, sagt Bootsmann Klaus Podlech und richtet den Blick erst gen Himmel dann in Richtung Segler. Der macht trotz des Saisonendes noch einen sehr gepflegten Allgemeineindruck. „Dafür wird auch stetig etwas getan, und es macht uns stolz, wenn Gäste das immer wieder bestätigen“, erklärt der Bootsmann. Gegen 9 Uhr haben mehr als 35 Seglerfreunde vom aktiven Kern des Fördervereins mit der Arbeit begonnen. Seitdem flutscht es und der Bootsmann im Ehrenamt ist ungeachtet der feuchten Situation durchaus zufrieden. „Wir werden von Jahr zu Jahr fixer, allerdings wurden die Vorsegel bereits am Vortag abgenommen“, ergänzt er. Nach der Mittagspause mit ordentlicher Verpflegung vom Grill ist das Ende der Aktion in Sicht. Zwischendurch haben die „Atalanta“-Frauen für wärmende Heißgetränke gesorgt.

Am Vortag hatten die Mitglieder in der Wismarbucht zünftig abgesegelt. Auch das hat Tradition.

Inzwischen ist ein Fahrzeug mit einachsigem Hänger vorgefahren. Der wird mit zusammengelegtem Segeltuch, Leinen, Schäkel, Blöcken und sonstigem Zubehör beladen. Und schon startet eine weitere Tour, denn Mobilität zwischen dem Schiff und dem neuem Lager in einem Bereich des ehemaligen Werftgeländes ist jetzt besonders gefragt. Für die bisher vom „Atalanta“-Förderverein genutzte Halle hatte der neue Werfteigner, der Genting-Konzern, Eigenbedarf angemeldet. „Mit der jetzigen Lösung können wir aber leben. Dafür geht es bald mit dem Schiffbau wieder voran, und das ist gut so“, stellt Arno Ewald fest. Er ist einer der „Atalanta“-Kapitäne und leitet das Abtakeln. Für ihn war es eine sehr gute und erfolgreiche Saison.

Die inzwischen 115-jährige „Atalanta“ wurde ihrer Rolle als älteste segelnde Botschafterin Wismars bei den verschiedenen Veranstaltungen gerecht. Gut 3000 Seemeilen hat der Schoner in dieser Saison zurückgelegt. Er zeigte sich beispielsweise beim Hamburger Hafengeburtstag. Weitere Törns führten zweimal rund um Rügen und zur Rostocker Hanse Sail.

Jugendarbeit war an Bord ebenfalls angesagt wie auch Ausfahrten vor Ort und etliche Open-Ship-Tage. Nicht zuletzt feierten die mehr als 200 Mitglieder des Fördervereins am 11. Juni in der Markthalle am Alten Hafen das Jubiläum des einstigen Lotsenschoners.

Der besonderen Tradition fühlt sich auch Seelotse Andreas Krüger verbunden. Für einen stressfreien und angenehmen Freizeitausgleich gegenüber der Berufsschifffahrt kommt er gern immer wieder mal von Rostock rübergerutscht und packt für die alte Lady mit an. Ob er auch bei der Lichterfahrt am 3. Advent, dem letzten Höhepunkt des Jahres, dabei sein kann, weiß er derzeit noch nicht.

Hans-Joachim Zeigert

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