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Abgewrackt: Poel will neue Sporthalle bauen

Kirchdorf Abgewrackt: Poel will neue Sporthalle bauen

Die jetzige Turnhalle aus dem Jahr 1964 ist verschlissen / Gemeindevertreter fassen Grundsatzbeschluss

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Poel will neue Sporthalle

Die Turnhalle in der Wismarschen Straße in Kirchdorf befindet sich in einem so schlechten Zustand, dass als Ersatz eine neue Sporthalle gebaut werden soll.

Quelle: Foto: Heiko Hoffmann

Kirchdorf. Die Poeler Gemeindevertreter haben einen Grundsatzbeschluss zum Neubau einer Sporthalle in Kirchdorf und Gründung einer Arbeitsgruppe gefasst. „Wir sollten den Neubau perspektivisch angehen, ehe die Halle gesperrt wird. Die Sporthalle ist wichtig, auch um den Schulstandort auf Poel zu sichern“, so Maik Bornstein (CDU).

Die Arbeitsgruppe, der unter anderem Vertreter der Schule und Vereine angehören sollen, will Vorschläge zusammenfassen und notwendige Schritte vorbereiten. Die Gemeinde soll das Vorhaben mit dem Ausloten von Fördermöglichkeiten unterstützen. Die CDU-Fraktion hatte den Antrag eingebracht. Bornstein: „Wir müssen anfangen, sonst läuft uns die Zeit davon.“ Bei der Abstimmung gab es acht Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen.

Die Turnhalle an der Wismarschen Straße in Kirchdorf wurde 1964 gebaut und vor gut 25 Jahren teilsaniert. Die Mängelliste ist lang. In der Begründung zum Grundsatzbeschluss heißt es: „Der wahre Zustand der Halle ist sehr beunruhigend. Die Halle weist diverse bauliche Mängel auf.“ So gibt es Probleme mit dem Ableiten des Regenwassers. „Wären auf Hinweis nicht Sanierungen der Decken wegen Schimmelbildung durchgeführt worden, wäre eine Hallenschließung aus gesundheitsgefährdenden Gründen durch Behörden möglich gewesen“, heißt es im Bericht. Daher befürchtet Doris Hildebrandt (Die Linke) eine Schließung der Halle von heute auf morgen.

Im Bericht ist weiter von einem erheblichen Sanierungsstau die Rede. Der unaufhörliche Verschleiß „wird sich in den Folgejahren mit massiv hohen Bauunterhaltungskosten bemerkbar machen“.

Die Halle wird vor allem für den Schulsport und vom Poeler Sportverein genutzt, auch die Gemeinde führt öffentliche Veranstaltungen, wie zum Beispiel den Neujahrsempfang am 13. Januar, dort durch.

Die Hallenkonstruktion hält laut Bericht einer erhöhten Schneebelastung in den Wintermonaten nicht stand. In einer Anordnung von Bürgermeisterin Gabriele Richter (ptl.) steht: „Aus Sicherheitsgründen ordne ich an, dass bei starkem Schneefall das Betreten der Sporthalle untersagt ist, sobald die Schneelast auf dem Dach der Halle eine Stärke von 20 cm übersteigt.“

Zu den Mängeln zählt weiter, dass der Sportboden mittlerweile unterschiedliche Elastizitäten aufweist, zudem löst sich die Sportfeldmarkierung vom Boden ab.

Im Zuge der Teilsanierung nach der Wende entstanden Abstellräume für Sportgeräte, größere Sanitäranlagen und größere Umkleideräume, die Fassade wurde überarbeitet. Allerdings kommt der Bericht auch zu dem Schluss, dass die Arbeiten teilweise nicht fachgerecht durchgeführt wurden. Die Heizungsanlage entspreche in keiner Weise heutigen Standards, eine Wärmerückgewinnung gibt es nicht.

Als grundsätzlicher Mangel gelten die Abmaße (Länge, Breite, Höhe) der Halle. Sie entsprechen nicht den Richtlinien für heutige Sportstätten. Ballsportarten im Unterricht zu lehren, stellt einen Kompromiss dar. Volleyball im Wettkampfbetrieb sei ebenso nicht möglich wie Hallenfußball.

Im Fazit des Berichts heißt es, dass eine weitere Sanierung der Halle aufgrund des Lebensalters unwirtschaftlich sei. „Die beengten Verhältnisse in der Nachbarbebauung erlauben keinen Ersatzneubau am gleichen Standort.“

Als Nächstes geht es um die Suche nach einem Standort für einen Neubau, um ein Grobkonzept, bauplanerische Voraussetzungen und um Fördermittel.

Gemeindevertretervorsteher Bodo Köpnick (Poeler für Poel) sieht die Notwendigkeit einer neuen Sporthalle, weist aber auch auf eine Reihe anderer großer Maßnahmen hin, die anstehen beziehungsweise angeschoben werden müssen. Als Beispiele zählte er das Haus des Gastes, altengerechtes Wohnen, Kita, Hort, Straßen und Wege auf. Es gehe auch um Prioritäten in der Gemeinde.

Daniela Zehr (Poeler für Poel) meint: „Wir müssen erst einmal einen Plan für eine Sporthalle entwickeln. Wir brauchen eine Vorlaufzeit, es geht um den Schul- und den Vereinssport auf der Insel.“

Heiko Hoffmann

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