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Wismar Ahoi! Auf Poel ertönen Seemannslieder
Mecklenburg Wismar Ahoi! Auf Poel ertönen Seemannslieder
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00:00 15.05.2017
Das Festzelt am Hafen in Kirchdorf auf Poel war gut gefüllt. Das Shantychor-Treffen dauerte bis in den frühen Abend an.

Blaue Hemden, rot-weiße Halstücher und Seemannslieder – das kann nur eines bedeuten: Landesshantychortreffen auf der Insel Poel. Unter dem Motto „Zwei Küsten, ein Norden“ haben gestern im Hafen von Kirchdorf fünf Chöre aus Mecklenburg-Vorpommern und dem Nachbarbundesland Schleswig-Holstein gesungen. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Bürgermeisterin Gabriele Richter und der frisch gekürten Rapskönigin Jessica Schakau aus Wismar.

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Beim zwölften Shantychortreffen in Kirchdorf auf Poel sangen fünf Chöre klassische und moderne Stücke. Den Auftakt bestritt der heimische Chor „Blänke“.

Flotte Stücke begeistern Gäste

Zu Beginn sang der heimische Shantychor „Blänke“ aus Wismar, gefolgt von „Blau-weisse Jungs“ aus dem schleswig-holsteinischen Ahrensbök. Der Shantychor „Bad Oldesloe“ hat sogar seine eigenen Fans mitgebracht. „Wir sind mitgereist und wollten mal gucken, wie die Stimmung hier so ist. Es ist alles sehr gut organisiert“, lobt Karin Harms. Allein der Eintritt von drei Euro machte ihr Sorgen – grundlos, denn das Zelt war trotzdem voll. Und: „Seemannslieder machen jedem gute Laune. Die Poeler schunkeln richtig schön mit“, fügt die Schleswig-Holsteinerin an.

Besonders die flotten Stücke kamen beim Publikum gut an. Als die „Blau-weissen Jungs“ ihr Shanty „Rum aus Jamaika“ sangen, hielt es auch die Besucher nicht mehr auf den Bänken im Zelt. Bei den Zeilen „Es trinken die Matrosen von allen Spirituosen am liebsten Rum – fallera“ schunkelten und tanzten fast alle Gäste im Takt des Liedes.

Drei Chöre aus MV

Weitere Auftritte gab es von den Shantychören „Sassnitz“ von der Insel Rügen und „Luv und Lee“ aus der Hansestadt Rostock.

„Wir haben richtig viel Spaß, die Stimmung ist toll, das Wetter auch“, sagt Besucherin Rita Wollesen dazu, der es auch gefallen hat, dass es eine gute Mischung zwischen klassischen und modernen Stücken gab. „Es ist schön, dass zum Beispiel auch lateinamerikanische Lieder gesungen wurden. Die hört man sonst nicht so häufig. Darauf waren wir richtig gespannt“, sagt sie.

Und: Kein Lied durfte sich doppeln. Im Vorfeld mussten sich die Chöre absprechen, wer welches Shanty singen darf.

Für weitere Lacher sorgte zwischen den Auftritten der Shantychöre „Hausmeister Erwin“ in Person von Comedy-Künstler Leif Tennemann.

Das Landesshantychortreffen fand bereits zum zwölften Mal auf Poel statt und zieht in jedem Jahr Hunderte Besucher an. Zusammen mit dem Rapsblütenfest am Sonnabend konnten Inselbewohner und Gäste das ganze Wochenende im Kirchdorfer Hafen feiern. Zum Abschluss haben gestern Abend noch einmal alle fünf Shantychöre zusammen im Festzelt gesungen und sich mit einem kräftigen „Ahoi!“ verabschiedet.

Michaela Krohn

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