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Alles unter einem Dach: Integrationshilfe für Flüchtlinge

Wismar Alles unter einem Dach: Integrationshilfe für Flüchtlinge

Im Jobcenter in Wismar (Nordwestmecklenburg) ist ein regionaler Integrationsservice eröffnet worden – ein bundesweit bisher einmaliges Projekt. Drei Mitarbeiter helfen den anerkannten Flüchtlingen bei bürokratischen Hürden.

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Ansprechpartner für die anerkannten Flüchtlinge: die Integrationslotsen (v. l.) Kathrin Müller, Uwe Feuersenger und Juliane Trebschuh.

Quelle: Jana Franke

Wismar. Wohnungssuche, Kontoeröffnung, Anmelden bei einer Krankenkasse, Jobsuche, Unterbringen des Nachwuchses in Kindereinrichtungen, Sprachkurse, Beantragen von Hartz IV, und, und, und. Die in Deutschland anerkannten Flüchtlinge haben viele bürokratische Hürden zu nehmen. Hilfe bekommen sie von den sogenannten Integrationslotsen.

Drei Mitarbeiter der Arbeiterwohlfahrt haben nun ihr neues Büro unter dem Dach des Jobcenters in Wismar (Nordwestmecklenburg) eingerichtet - im sogenannten „Regionalen Integrationsservice Nordwestmecklenburg“. „Mit diesem Service sind wir Vorreiter. So etwas gibt es in Mecklenburg-Vorpommern noch nicht“, erklärt Martin Greiner, Geschäftsführer des Jobcenters.

Die Idee eines solches Büros hat der Landkreis an das Jobcenter herangetragen, das die entsprechenden Räumlichkeiten bereitstellen konnte. Die gemeinsame Einrichtung des Landkreises, des Jobcenters und der Arbeiterwohlfahrt (Awo) ist im Erdgeschoss des Jobcenters zu finden. Ansprechpartner sind Kathrin Müller, Uwe Feuersenger und Juliane Trebschuh. Nach Aussage von Awo-Geschäftsführer Matthias Koch kümmern sie sich derzeit um etwa 400 Personen.

Das Jobcenter betreut derzeit 705 asylberechtigte Flüchtlinge. 600 weitere warten auf eine Anerkennung. Haben sie diese in der Tasche, fallen sie in den Rechtsbereich des Jobcenters. Daher schaut Martin Greiner nicht nur ins Hier und Jetzt. „Der ,Regionale Integrationsservice Nordwestmecklenburg’ wird sich sukzessive weiterentwickeln“, erklärt er.

OZ

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