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Alt werden in der eigenen Wohnung

Wismar Alt werden in der eigenen Wohnung

Der Seniorenbeirat der Stadt ruft eine neue Veranstaltungsreihe ins Leben.

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Immer mehr ältere Menschen werden künftig in Wismar leben. Es muss also entsprechender Wohnraum geschaffen werden.“Karin Lechner, Vorsitzende des Seniorenbeirats Wismar

Quelle: Christel Ros

Wismar. Die meisten älteren Menschen möchten so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung leben — in einer eigenen Wohnung. Das weiß auch Karin Lechner (68), Vorsitzende des Seniorenbeirates der Hansestadt Wismar, aus ihrer jahrelangen ehrenamtlichen Tätigkeit. Deshalb will sie eine neue Veranstaltungsreihe ins Leben rufen. Das Motto: „Zusammen planen — gemeinsam wohnen“.

Am Dienstag, dem 23. April, sind ab 14 Uhr interessierte Einwohner ins Filmbüro in der Bürgermeister-Haupt-Straße eingeladen und können sich darüber informieren, wie dieser Wunsch nach einem noch möglichst lange eigenständigen Leben realisiert werden kann. Denn, so belegt es eine Studie, häufig scheitert dieser Wunsch daran, dass es nicht genug altersgerechte Wohnungen gibt.

„Wir haben uns zu diesem ersten Termin die Wohnungsgesellschaft mit ins Boot geholt. Ich möchte gerne auch alle anderen Gesellschaften der Stadt für diese Veranstaltungsreihe gewinnen“, so Karin Lechner.

Die städtische Wohnungsgesellschaft (Wobau) beispielsweise verfügt laut Geschäftsführer Klaus-Dieter Thauer derzeit über insgesamt 5577 Wohnungen. Davon sind 190 Wohnungen altersgerecht.

Schwerpunktbereich ist Wendorf, der Stadtteil mit dem höchsten Durchschnittsalter.

An dieser ersten Gesprächsrunde im Filmbüro wird im Auftrag der Wobau Katrin Kaphingst von der Sanierungsgesellschaft der Hansestadt teilnehmen und als kompetente Gesprächspartnerin zur Verfügung stehen.

Karin Lechner möchte nicht nur auf den Mangel an altersgerechten Wohnungen aufmerksam machen, sondern auch darauf, dass diese bezahlbar sein müssen.

Wichtig wäre zudem, dass sich die Wohnungsgesellschaften bei der zukünftigen Planung darüber Gedanken machen, inwieweit die Wohnungen so hergerichtet werden können, damit beispielsweise ein pflegebedürftiger Partner ebenfalls dort wohnen kann, sodass das Paar seinen Lebensabend gemeinsam verbringen kann. Häufig ist es so, dass ein Partner allein seine Wohnung finanziell nicht mehr tragen kann, wenn z. B. der Ehemann oder die Ehefrau in einem Pflegeheim untergebracht werden muss.

„Ich möchte die Vermieter anregen darüber nachzudenken, was sie tun können, um älteren Menschen dieses eigenständige, selbstbestimmte Leben zu ermöglichen“, so die Vorsitzende weiter. Es gebe so viele verschiedene Möglichkeiten, wie eine Senioren-Wohngemeinschaft beispielsweise im Herrenhaus Kloddram im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Oder die Eigenheim-Siedlung 55+ in Bollewick im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.

Die Zahl der Einwohner über 75 wird auch in der Hansestadt Wismar in den nächsten Jahren weiter steigen. Lebten laut einer Studie im Jahr 2011 in der Hansestadt 5160 Menschen dieser Altersgruppe, werden es 2030 voraussichtlich 6182 sein.

Christel Ros

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Der Seniorenbeirat der Hansestadt Wismar (Nordwestmecklenburg) startet am Dienstag eine neue Veranstaltungsreihe unter dem Motto „Zusammen planen - gemeinsam leben“.

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