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Alte Masten sollen verschwinden

Nakenstorf Alte Masten sollen verschwinden

Nakenstorfer bemängelt auch Ortsschild. Bürgermeister verweist auf fehlendes Geld.

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An mehreren Stellen in und um Nakenstorf stehen noch Straßenlaternen aus DDR-Zeiten, die nicht mehr funktionieren.

Quelle: privat

Nakenstorf. Dieter Horak aus Nakenstorf hat die alten Straßenbeleuchtungsmasten, die seiner Ansicht nach keinen schönen Anblick bieten, fotografiert: einen am ehemaligen Bahndamm zwischen Nakenstorf und Neukloster und vier an der Straße in Richtung Neukloster. Außerdem den Telegrafenmast in seinem Ort, „der steht bestimmt seit 1985 ungenutzt da“. Der 76-Jährige, der schon seit 1978 in Nakenstorf lebt, kann nicht verstehen, warum die Masten, die längst keine Funktion mehr haben, nicht abgebaut werden. „Wir sind hier doch immerhin Eingangsort zur Sternberger Seenlandschaft. Da ist so etwas nicht gerade schön“, meint er. Dasselbe denkt er auch über das Ortseingangsschild von Nakenstorf. „Von der Waldseite her ist es kaum noch leserlich. Es ist verdreckt und total ausgeblichen. Das ist kein schönes Aushängeschild für den Ort.“

Paul Fedtke (ptl.), Bürgermeister der Gemeinde Zurow, zu der auch Nakenstorf gehört, sieht das ähnlich. „Die Masten müssen weg. Im Wald stehen auch noch ein paar von diesen Sechskantbetonmasten“, räumt er ein. Auch der Zustand des Ortsschilds ist ihm bekannt. „Verschiedene Schilder müssen erneuert werden, nicht nur in Nakenstorf. Auch das ist geplant, aber es lässt sich nichts übers Knie brechen.“ Er versuche, das Geld für die erforderlichen Arbeiten aufzutreiben, aber es gebe in der Gemeinde noch andere Projekte mit höherer Dringlichkeit. Zudem stünden die Masten zum großen Teil nicht auf gemeindeeigenen Flächen, sondern im Wald. „Der gehört der Forst“, fügt er hinzu.

Die Straßenlampen stammten noch aus der Zeit des Kindesferienlagers in Nakenstorf, das nach der Wende geschlossen wurde. „Früher war der ganze Weg beleuchtet“, erinnert sich der Bürgermeister. Vom Ferienlager bis zum Bahnhaltepunkt, damit die Kinder sicher zu Fuß zum Lager gelangen konnten. Heute funktionierten die Lampen nicht mehr und würden ja auch nicht mehr benötigt. „Wir haben nur in der Ortschaft Nakenstorf neue Laternen gesetzt und zum Teil neue Straßen gebaut“, so Fedtke. Eine darüber hinausgehende Beleuchtung sei nicht mehr erforderlich gewesen.

Zu DDR-Zeiten hätten nur 19 Bürger in dem Ort gewohnt, heute seien es ungefähr 160, sagt der Bürgermeister. „Wenn Ferien waren, hielten sich etliche Hundert Kinder in Nakenstorf auf. Die Ferienobjekte wurden inzwischen alle zu Wohnhäusern umgenutzt.“

Frank Meier, leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Neukloster-Warin, sagte auf OZ-Anfrage zu den alten Laternenmasten: „Ich nehme dies gerne zum Anlass, selber einmal nachzuschauen und mit dem Bürgermeister zu sprechen. Er ist immer erster Ansprechpartner für die Bürger.“

Früher war der ganze Weg zum Kinderferienlager beleuchtet.“Paul Fedtke (parteilos), Bürgermeister

Ulrike Oehlers

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