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Wismar Alter Speicher: 25 Jahre in der Familie
Mecklenburg Wismar Alter Speicher: 25 Jahre in der Familie
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06:03 15.05.2018
Hotelbesitzer Norbert (47) und Svenja Preuss (38) haben mit ihren Kindern Shirley (12) und Shawn (9) das 25-jährige Bestehen des Alten Speichers gefeiert. Quelle: Sylvia Kartheuser
Wismar

Seit 25 Jahren beherbergt das Hotel Alter Speicher in Wismar Gäste. Gestern wurde gefeiert und die Besitzer Svenja und Norbert Preuss mussten viele Hände schütteln. Eine war die von Anett Bierholz. „Wir arbeiten seit Jahren gut mit dem Alten Speicher zusammen. 25 Jahre sind ja schon etwas, da kommt man gern um zu gratulieren“, sagte die Geschäftsführerin des Verbands Mecklenburgische Ostseeküste.Svenja Preuss kennt das Hotel seit seinen Anfängen 1993. „Als meine Eltern Birgit und Jürgen Lentz das Haus eröffneten, war ich 13 Jahre.“ Und jetzt, 25 Jahre später sei ihre Tochter Shirley fast in dem gleichen Alter, sagt die 38-Jährige. Seit 1999 sei sie ständig im Hotel gewesen und 2007 haben sie und ihr Mann Norbert dem Vater das Haus abgekauft.

Das Hotel in der Wismarer Altstadt hat sich seit 1993 gewandelt und der Zeit angepasst. „Früher haben drei Steckdosen im Zimmer gereicht, durch den digitalen Wandel müssen es jetzt mindestens zehn sein“, sagt Hotelchefin Svenja Preuss (38).

Ein Familienhotel passt sich an

„Der Alte Speicher ist noch immer ein Familienhotel“, betont Svenja Preuss. Doch wie alles unterliegt es dem Wandel der Zeit. Die Hotelchefin stellt fest: „Früher reichten drei Steckdosen in einem Zimmer, heute müssen es mindestens zehn sein.“ Das sei bei dem digitalen Wandel einfach erforderlich. Fast jeder Gast brauche Steckdosen zum Aufladen des Mobiltelefons und um sein Tablet anzuschließen. Svenja Preuss hat die Erfahrung gemacht: „Der Wlan-Anschluss ist mittlerweile einer der Hauptgründe, warum ein Hotel gebucht wird.“ Mittlerweile sei die Technik auf dem neuesten Stand und breche nicht mehr zusammen, wenn einmal mehr als zwei Geräte gleichzeitig eingestöpselt sind. Die Hotelchefin lächelt und erinnert sich: „Vor 25 Jahren gab es kein Internet und keine Homepage. Buchungen erfolgten telefonisch oder per Fax oder auch mal als Einschreiben.“

Zimmer neu ausgestattet

Nicht nur die Technik, auch die Zimmerausstattung hat sich im Lauf der Jahre geändert. „Gerade sind wir mit 18 Zimmern in dem Anbau von 1993 so gut wie fertig“, sagt Norbert Preuss. Oder wie seine Frau Svenja es ausdrückt: „Zum 25-jährigen Bestehen erhalten 25 Prozent der Zimmer ein neues Design.“ Das Mobiliar wird ausgetauscht, das Holz heller, die Duschbäder moderner. Natürlich bekamen die Räume auch zusätzliche Steckdosen – und über jedem Bett hängt ein großes Foto von Wismar und Umgebung. „Die Möbel sind zwar in allen Zimmern identisch, aber in jedem hängt ein anderes Wandbild, das war uns ganz wichtig“, erklärt der 47-Jährige.

Mitarbeiter über Winter halten

Svenja Preuss überlegt, eventuell auch die anderen Zimmer mit Wandbildern auszustatten. „Aber das ist eine Kostenfrage. Wir sind ein privates Haus und müssen mit unserem Geld haushalten.“ Und wichtiger als neue Wandbilder sei ihr, die Mitarbeiter auch im Winter halten zu können. „Auf meine Mitarbeiter und meine Familie bin ich sehr stolz. Beide tragen ihren Teil zu unserem Erfolg bei“, sagt die Hotelbesitzern.Während sie noch Pläne hat, lässt sich eins nicht verändern: die Größen der 75 Zimmer. Es beginnt bei 14 Quadratmeter und reicht bis 40 Quadratmeter bei den Juniorsuiten.

Kritiken werden ernst genommen

„Daran können wir wegen der Baustruktur nichts ändern“, hält Svenja Preuss jenen entgegen, die sich über Zimmergrößen beschweren, meist im Internet. „Wir nehmen alle Kritiken ernst und jeder bekommt eine Antwort. Wenn ein Gast zum Beispiel bemängelt, dass ein Türgriff locker ist, versuchen wir, sofort Abhilfe zu schaffen“, sagt die Hotelbesitzerin. Sie wundert sich, dass Kritik oft erst übers Internet verbreitet und nicht der direkte Kontakt vor Ort gesucht wird. „Oft könnten wir den Makel dann sicher schnell beseitigen.“Svenja Preuss gibt aber auch zu bedenken: Das Hotel Alter Speicher sei ein historisches Haus, seine beiden Gebäude wurden hauptsächlich in der Zeit des 16. bis 18. Jahrhundert erbaut. Ältester Teil ist eine Mauer im Weinkeller aus dem 12. Jahrhundert.

Kartheuser Sylvia

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