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Am Liebesglücksrad drehen und sein Wissen testen

Dorf Mecklenburg Am Liebesglücksrad drehen und sein Wissen testen

Gymnasiasten und Regionalschüler hatten viel Spaß bei Präventionsaktion

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„Was ist das?“, fragt Gabriele Drisga und meint die Hormonspirale in ihren Händen. Die Mädchen in der Gruppe kennen diese Methode der Schwangerschaftsverhütung. Die Jungen hören aufmerksam zu, wie sie funktioniert.

Dorf Mecklenburg. Wozu braucht man(n) eine Penispumpe? Ist Selbstbefriedigung schädlich? Würdest du mit deinen Eltern über das erste Mal reden? Wie stellt man den Begriff „Geschlechtsverkehr“ pantomimisch dar? Mit solchen und anderen Fragen und Aufgaben befassten sich gestern 95 Mädchen und Jungen der Regionalen Schule mit Gymnasium Dorf Mecklenburg sowie aus Lübstorf. Die Jugendlichen absolvierten eine „Wissensstrecke“ der Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit und Aufklärung der Aids-Hilfe Westmecklenburg. An vier Aktionsständen ging es um Liebe, Freundschaft, Sexualität, HIV/Aids, Normen und Werte.

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Gymnasiasten und Regionalschüler hatten viel Spaß bei Präventionsaktion

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„Es ist ein Angebot, um den Schulstoff rund um das Thema Liebe und Sexualität zu ergänzen“, sagt Gabriele Drisga. Unter dem Motto „Gemeinsam - aktiv - aufklären“ will die Beratungsstelle erreichen, dass Jugendliche über solch sensible Themen reden und ihr eigenverantwortungsvolles Handeln fördern.

Die „Blind-Box“ enthält zum Beispiel Verhütungsmittel, aber unter anderem auch Gleitgel. „Wenn es flutscht, reibt es nicht“, antwortet ein Achtklässler auf die Frage nach der Wirkung. Wenn es beim Geschlechtsverkehr nicht reibt, kann es keine Verletzungen geben, hilft Gabi Drisga. Gemeinsam erörtert die Gruppe mögliche Gefahren wie Geschlechtskrankheiten, die durch Blut, Sperma und Scheidenflüssigkeit übertragen werden. Bester Schutz davor: ein Kondom.

Die Jugendlichen können es und andere Verhütungsmittel wie die Hormonspirale anfassen, besprechen ihre Anwendung. Die Mädchen in der Runde wissen Bescheid: Der Arzt führt die Spirale in die Gebärmutter ein. Fünf Jahre kann sie im Körper bleiben.

Bei Reinhard Blohm an der „Torwand“ geht es um Treffer und um Fragen aus den Bereichen Normen, Werte und Verhalten. Was bedeutet sexuelle Orientierung? Was versteht man unter Toleranz? Woran erkennt man, dass ein Mann schwul ist? Auf diese Frage antworten die Schüler unter anderem mit typischen Vorurteilen wie Schwule tragen eine Handtasche, benehmen sich wie eine Frau, schminken sich. Als sich der Mitarbeiter in der Beratungsstelle unverhofft zu seiner Homosexualität bekennt, sind die Jugendlichen überrascht. Viel Spaß haben sie dabei, Begriffe wie „Blutsbrüderschaft“ oder „Analverkehr“

pantomimisch darzustellen. An diesem Aktionsstand „Activity“ helfen die Schulsozialarbeiterinnen Steffi Boege und Sarah Kirsch. Sie testen ebenfalls das Wissen der Schüler zu den dargestellten Begriffen.

Am „Liebesglücksrad“ geht es vor allem um Verhaltensweisen: Wann sollte man das erste Mal Sex haben? Verzichtet ihr dann aufs Kondom, wenn sich euer Freund das wünscht? Würdet ihr euren Eltern vom ersten Mal erzählen?

„Die Schüler wussten viel“, zeigt sich Gabriele Drisga am Ende erfreut. „Alle haben mitgemacht. Das ist nicht immer so.“ Auch die Jugendlichen hatten Spaß, bestätigt Emely Fliegner (13). Die Aktion ist gut und wichtig, meint Judy Fasch (14). Sie fand im Rahmen der Präventionswoche statt.

Haike Werfel

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Rostock
Beim Auftakt der Schulkinowochen MV in Rostock hat sich ein Teil der Crew des Films „Amelie rennt“ den Fragen der Schüler gestellt. Die Schauspielerinnen Susanne Bormann (v.li.) und Shenia Pitschmann sowie der Regisseur Tobias Wiemann und die Drehbuchautorin Natja Brunckhorst reden über ein Hauptthema des Films: Der Umgang mit einer  Krankheit wie „Asthma“.

Zwischen dem 6. und 15. November finden 285 Filmvorführungen in 28 Spielstätten in Mecklenburg-Vorpommern statt. Der Startschuss für die Schulkinowochen fand am Montag in Rostock und Wismar statt.

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