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Amateurbands aus dem Norden gefragt

Kröpelin Amateurbands aus dem Norden gefragt

Neue Sonderschau im Ostrockmuseum geplant / Doktorandin beschäftigt sich mit Kröpeliner Haus

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Musikpädagogin Stefanie Schliebe (r.) von der HMT Rostock interviewt Reinhard Dankert (l.) und Rüdiger Kropp.

Quelle: Foto: Thomas Hoppe

Kröpelin. Deutschlands erstes und einziges Ostrockmusikmuseum in Kröpelin schreibt weiter Geschichte. „Ja doch, wahrscheinlich wird das Kröpeliner Museum jetzt ein Bestandteil dieser Arbeit werden“, sagt Stefanie Schliebe über ihre derzeit entstehende Doktorarbeit zu musikgeschichtlichen Ausstellungen. Die 33-jährige Musikpädagogin von der Hochschule für Musik und Theater Rostock interviewt dazu zwei Mitglieder des Kuratoriums vom hiesigen Ostrockmuseum, Reinhard Dankert und Rüdiger Kropp. Ihr Doktorvater Prof. Dr. Oliver Krämer, hätte ihr den Tipp zu Kröpelin gegeben. Der gestandene Freizeit-Gitarrist und der Ostrockfan erklären ihr im Raum der Sonderausstellung „40 Jahre Karussell“, das Thema einer Extra-Schau. „Amateurbands im Norden der DDR“ sind anlässlich des 23. Dorfrockfestivals im Kröpeliner Ortsteil Schmadebeck ab Juli 2018 zu sehen.

„Wir wollen diese Bands, die eigentlich sehr gute Musik gemacht haben, hier mal präsentieren“, erläutert Dorfrock-Chef Rüdiger Kropp und ergänzt, dass es dafür bereits Bilder aus Retschow gebe, die zeigen, dass es auch bei der NVA (Nationale Volksarmee) solche Bands gab, die sie sogar unterhalten habe. „Die haben in NVA-Uniform Rockmusik gemacht“, sagt Rüdiger Kropp und ruft gemeinsam mit Reinhard Dankert dazu auf, dass Mitglieder ehemaliger oder vielleicht auch noch aktiverAmateurbands den Kröpeliner Museumsmachern entsprechendes Material für die Sonderschau leihweise zukommen lassen.

Auch der langjährige Schlagzeuger und Sänger Uwe Ziesig hätte bei einem Kröpeliner Museumsbesuch bereits angeregt, so etwas mal zu machen. „Die Amateurszene war ja neben den Profis auch sehr stark ausgeprägt – durchaus auch im Norden“, wirft Reinhard Dankert – immer noch Gitarrist bei der Atlas Revival Band – ein und bittet um Utensilien wie selbstgebastelte Verstärker oder gar Instrumente.

Er habe einst selbst einen Verzerrer gebaut, sagt aber, dass er nicht wisse, wo dieser abgeblieben ist.

Der dritte Kurator des Kröpeliner Ostrockmuseums, Thomas Lehner aus Detershagen, hatte erst kürzlich aus seiner Zeit als Gitarrist bei der DDR-Amateurband „Riff“ berichtet. Er spielt heute bei „Five men on the rocks“.

Uwe Ziesig, Ordnungsamtchef von Bad Doberan Land, ist zwar seit 1970 Drummer, sagt aber, dass ihm jetzt auf die Schnelle gar kein Exponat für die Sonderausstellung einfalle. „Man hat ja nichts mehr“, meint er.

Stefanie Schliebes erster Eindruck nach einem Rundgang durch das Kröpeliner Ostrockmuseum in der Hauptstraße 5 an diesem Dienstagvormittag: „Mir gefällt das Museum sehr gut. Es ist auch grafisch ganz toll gestaltet, mit diesen Tapeten voller Geschichtsdaten. Es hat etwas Authentisches. Hier wird so ein Entdeckergeist im Besucher animiert.“

Thomas Hoppe

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