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Angebote für geflüchtete Menschen koordinieren

Grevesmühlen Angebote für geflüchtete Menschen koordinieren

Runder Tisch Integration soll am 12. April in Grevesmühlen etabliert werden

Grevesmühlen. Vertreter von Vereinen und Institutionen, die sich die Integration von Flüchtlingen auf ihre Fahnen geschrieben haben, trafen sich in den Räumlichkeiten des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Rudolf-Breitscheid-Straße.

Unter spontaner Anleitung von Maike Frey vom DRK und in Vorbereitung auf die Etablierung eines Runden Tisches Integration tauschten sich die verschiedenen Akteure in und um Grevesmühlen zu den derzeit drängendsten Problemen ihrer Arbeit aus. Der Runde Tisch soll am 12. April um 17 Uhr im Rathaussaal in Beisein von Grevesmühlens Bürgermeister Jürgen Ditz stattfinden.

Hartwig Kessler, Leiter der Kreismusikschule, und Claus Adamoschek vom Kreisseniorenbeirat bemängelten den fehlenden Informationsfluss vonseiten des Landkreises. „Es muss doch im Landkreis irgendjemanden geben, der die vielen Integrationsangebote koordiniert?“, fragte Kessler.

Michael Deppe vom Bobitzer Verein „DOT.KOM“ (steht für Demokratie, Teilhabe, Kommunikation) informierte: „Wir sind gerade dabei, eine Plattform zu erstellen, in der alle Angebote und Nachfragen im Landkreis zusammengefasst werden.“ Kein einfaches Unterfangen, wie Deppe betonte, und doch dringend notwendig, weil immer wieder feststellbar wäre, dass Angebote und Bedarf in der Region aneinander vorbeiliefen.

Ähnlich sah das die Plüschower Künstlerhaus-Leiterin Miro Zahra, die als eine von zwei gewählten Sprecherinnen des neu gewählten Kunst- und Kulturrates NWM an dem Treffen teilnahm. „Wir müssen uns untereinander koordinieren, aber wir brauchen auch von offizieller Seite Ansprechpartner, die auch im Bilde sind.“

Dirk Möller vom Reha-Sportverein Grevesmühlen sprach ein weiteres konkretes Problem an: „Selbst wenn wir dann wissen, welche Menschen sich wo befinden, und selbst wenn dann feststeht, was sie benötigen, bleiben im besten Fall immer noch die logistischen Probleme.“ Zum Beispiel die Frage, wie Flüchtlinge, die Fußball spielen wollen, aber nicht in Grevesmühlen, sondern in den umliegenden Kommunen leben, zum Training gelangen — und danach wieder in ihre Unterkunft. Wer sie transportiert und wer die Kosten dafür übernimmt. „Die Frage wäre zum Beispiel, ob die Sonnenschein-Busse nicht zum Einsatz kommen könnten“, sclug Dirk Möller vor.

Alle Anwesenden, darunter auch Vertreter vom Arbeitslosenverband, dem Bund der Rentner und Hinterbliebenen (BRH), der Diakonie im nördlichen Mecklenburg und Privatpersonen, einigten sich darauf, im Vorfeld des Treffens am 12. April einen Fragenkatalog an die Stadt Grevesmühlen und den Landkreis zu übermitteln, um künftig effektiver voranzukommen.

Von Annett Meinke

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