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Wismar Angeklagt wegen Missbrauchs in 31 Fällen
Mecklenburg Wismar Angeklagt wegen Missbrauchs in 31 Fällen
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00:05 13.01.2017

Der 37-jährige Nico E. gestand, im Zeitraum vom 17. Oktober 2014 bis April 2016 seine damals sechsjährige Tochter 23 Mal sexuell missbraucht zu haben. Acht Mal missbrauchte er auch seinen damals acht Jahre alten Stiefsohn, der bei ihm aufwuchs. Er fotografierte die Handlungen.

In einem Rechtsgespräch wurde das Strafmaß auf mindestens fünf, maximal sechs Jahre festgelegt, da Nico E. die Taten gestand, alle Fragen des Richters beantwortete, sich bei seinen Kindern entschuldigte und ihnen ein Schmerzensgeld anbot (20 000 Euro für die Tochter, 5000 Euro für den Stiefsohn). Die Zahlung sollte bis zum jeweils vollendeten 18. Lebensjahr der Opfer erfolgen.

Die Mutter der beiden missbrauchten Kinder, die seit Jahren von ihrem Noch-Ehemann getrennt lebt, lehnte die Zahlung ab. Nicht das Jugendamt informierte sie über den Missbrauch ihrer Kinder, sondern ihr Rechtsbeistand. Sie hatte keine Veränderungen an ihren Kindern feststellen können. Monatelang wartete sie auf einen Termin beim Psychologen, damit ihre Kinder das Geschehene verarbeiten können. Auch der Täter will sich im Gefängnis einer Therapie unterziehen, damit er nach eigenen Angaben „nach meinen Taten besser mit mir klar komme“.

Im Juni 2015 lag eine Anzeige gegen den Täter vor, da er Obszönitäten und Nacktbilder mit einer Zwölfjährigen austauschte. Die Anzeige wurde im August 2015 aus Mangel an Beweisen abgelehnt und erst wieder aufgenommen, als die Klägerin Widerspruch einlegte. Seit Juli 2016 befand sich Nico E. in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Bützow.

OZ

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