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Anker revanchiert sich nach Pokal-Aus gegen Sievershagen

Wismar Anker revanchiert sich nach Pokal-Aus gegen Sievershagen

Spieler des Tages war Sebastian Schiewe. Dem Wismarer Stürmer gelang an seinem 26. Geburtstag ein Hattrick beim 4:1-Sieg.

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Anker-Stürmer Sebastian Schiewe (r.) erzielte an seinem 26. Geburtstag einen Hattrick. Nach 34 Minuten führte Anker 3:0. Fotos (2): Daniel Koch

Wismar. Mit einer Träne in den Augen war das Ankerteam am Mittwoch nach der Niederlage im Halbfinale um den Landespokal aus Sievershagen abgereist. Aber auch mit dem festen Vorsatz, es im Punktspiel am Sonnabend besser zu machen. Und das gelang eindrucksvoll. Der Tabellenzweite der Fußballverbandsliga gewann 4:1.

Dabei waren die Voraussetzungen alles andere als günstig, denn diesmal fehlten neben Torjäger Clemens Lange auch verletzungsbedingt Felix Dojahn und Diego Sedoc. Beide werden längere Zeit passen müssen. Bei der Knieverletzung von Felix Dojahn werden erst weitere Untersuchungen zeigen, ob bald mit einer Rückkehr ins Team zu rechnen ist. Das Quartett perfekt machte der Ausfall von Stefan Schwandt, der privat verhindert war.

Doch Fabian Bröcker, er wurde vor dem Anpfiff für sein 150. Punktspiel in den Farben des FC Anker geehrt, lenkte und leitete das Spiel sehr gut. Und dann trumpfte Geburtstagskind Sebastian Schiewe auf. Er knallte bereits in der ersten Halbzeit die Kugel dreimal in die Maschen des Sievershäger Tores.

Gleich den ersten Angriff schlossen die Hausherren erfolgreich ab. Fabian Bröcker spielte diagonal auf Hannes Komoss, der flankte auf die linke Seite zu Sebastian Schiewe. Der Stürmer jagte die Kugel volley ins Tor der Randrostocker. Nur 60 Sekunden später erneuter Torjubel in den Ankerreihen. Diesmal passte Ivanir Rodrigues von links und wieder vollendete das Geburtstagskind. In der 34. Minute hieß es dann: Schiewe zum Dritten! Marcel Heine setzte zum Solo an, marschierte durch die Sievershäger Hintermannschaft, passte auf Schiewe und der markierte sein 11. Saisontor. Effektiver geht es nicht.

Das ganze Gegenteil vom Mittwochspiel, als die Ankerelf in der ersten Halbzeit beste Möglichkeiten nicht nutzen konnte. „Wir haben die erste Halbzeit völlig verschlafen. Anker war beflügelt durch die beiden schnellen Tore und die deutlich bessere Mannschaft. Die Zuschauer haben ein sehr gutes Spiel gesehen“, so SSV-Coach Jens Hillringhaus.

Nach dem Seitenwechsel waren die Gäste präsenter und bereits in der 49. Minute erfolgreich. Nach einem Angriff über die linke Seite war es Abwehrspieler Tom Wilke, der auf 1:3 verkürzte. Nur sechs Minuten später musste Dennis Martens in höchster Not kurz vor der eigenen Torlinie klären. Jetzt war es ein offener Schlagabtausch, mit Chancen auf beiden Seiten. In der 68. Minute scheiterte Marcel Heine mit einer Direktannahme an Eric Lange im Sievershäger Tor, in der 80. Minute strich ein Schuss von Schiewe am langen Pfosten vorbei ins Aus. Die letzte Möglichkeit der Randrostocker vereitelte in der 81. Minute Benjamin Heskamp. Den in der Höhe auch verdienten 4:1-Endstand markierte in der Nachspielzeit Ivanir Rodrigues, als er von der rechten Seite in den Strafraum eindrang und aus spitzem Winkel vollendete.

„Ich kann meinen Männern nur ein Kompliment machen. Trotz der Ausfälle haben sie hervorragend gekämpft. Man hat gesehen, dass trotz der letzten Rückschläge Qualität in der Mannschaft steckt. Wir werden weiter kämpfen und uns bis zum Saisonende nicht aufgeben“, so Trainer Christiano Dinalo Adigo. Am nächsten Wochenende gastiert die Ankercrew beim Aufsteiger SV Pastow.

Statistik
FC Anker Wismar — Sievershäger SV 4:1 (3:0). Tore: 1:0/2:0/3:0 (2./4./34.) Sebastian Schiewe, 3:1 (49.) Tom Wilke, 4:1 (90.+1) Ivanir Rodrigues.

Gelbe Karten: Heine, Martens — Thoms, Schulz
Zuschauer: 220
FC Anker Wismar mit: Heskamp — Kaesler, Unversucht, Santana — Körner - Heine (80. Rosinski), Bröcker, Martens, Rodrigues —— Komoss (59. Alvarenga), Schiewe.

 



Andreas Kirsch

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