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Anklage gegen Rütinger Brandstifter erhoben

Rüting/Schwerin Anklage gegen Rütinger Brandstifter erhoben

Die Staatsanwaltschaft Schwerin hat die Ermittlungen zur Brandserie in Rüting abgeschlossen / Ein 20-Jähriger ist angeklagt

Rüting/Schwerin. Wochenlang lebten die Menschen in Rüting und Umgebung in Angst. Immer wieder war es zu teilweise schweren Bränden gekommen. Ende Juli dann die erlösende Nachricht: Die Polizei nimmt einen 20-Jährigen fest, der unter dringendem Tatverdacht steht. Und der hat sich in den vergangenen Wochen erhärtet.

Gestern hat die Schweriner Staatsanwaltschaft Anklage gegen den mutmaßlichen Täter erhoben. Ihm wird vorgeworfen, von Mai bis Juli 2016 in der Gemeinde Rüting und Umgebung diverse Autos, eine Carportanlage, Hecken und 600 Strohballen in einem Agrarbetrieb angezündet und dadurch einen Gesamtschaden in Höhe von rund 150000 Euro verursacht zu haben.

Der 20-Jährige war Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Rüting. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat er die Taten bereits gestanden. Ihm droht eine Haftstrafe. Der Fall liegt nun beim Jugendschöffengericht in Wismar.

Die Erleichterung, dass die Polizei den mutmaßlichen Täter gefasst, hat, mischt sich bei den Einwohnern von Rüting auch mit der Enttäuschung, dass ausgerechnet ein Feuerwehrmann die Brände gelegt haben soll. Bereits während der Brandserie war dieser Verdacht geäußert worden, Beweise gab es dafür jedoch nicht. Auffällig war zu Beginn, dass die Feuer zu Wochenbeginn gelegt worden waren. Die Strohballen waren allerdings nur der Anfang der verheerenden Serie. Für bundesweites Aufsehen sorgte anschließend die Brände von mehreren Fahrzeugen. So setzte der Täter im Abstand von wenigen Tagen ein Carport in Brand, unter dem mehrere Autos abgestellt waren, die alle zerstört wurden. Kurz darauf brannte ein Volvo, der nur wenigen Meter von dem Carport abgestellt worden war. Dass das angrenzende Wohnhaus nicht in Flammen aufging, war dem schnellen Eingreifen der Feuerwehr zu verdanken.

Der Wehrführer der Rütinger Feuerwehr hatte sich nach Bekanntwerden der Identität des mutmaßlichen Täter vor seine Leute gestellt. Thomas Thiem: „Ich habe für ihn meine Hand ins Feuer gehalten, wie für alle anderen meiner Leute. Und auch wenn sich jetzt herausstellt, dass ich sie mir verbrannt habe - ich werde nach wie vor zu meinen Leuten und dem, was sie leisten, stehen.“ Welche Gründe den 20-Jährigen bewogen haben, die Brände zu legen, das soll in der Verhandlung vor dem Jugendschöffengericht geklärt werden. Da der Angeklagten sich seit seiner Verhaftung in Untersuchungshaft befindet, ist davon auszugehen, dass die Verhandlung zeitnah angesetzt wird.

Michael Prochnow

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