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Anschippern auf dem Wismarer Mühlenteich

Wismar Anschippern auf dem Wismarer Mühlenteich

Bernd Zawadzinski organisierte erstes Treffen für Schiffsmodellbauer

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Vielleicht gründen wir eine Interessen- gemeinschaft.Bernd Zawadzinski, Schiffsmodellbauer aus Wismar

Wismar. Lautlos ziehen die kleinen Schiffe ihre Kreise auf dem Mühlenteich: ein Kutter, eine Commuter-Yacht, ein Segelboot. Lediglich ein Wasserplätschern ist zu hören, wenn das U-Boot von Jörn Pietzko an die Oberfläche auftaucht.

Fünf Schiffsmodellbauer aus Wismar und Umgebung haben sich am Sonnabend zum Anschippern am Mühlenteich getroffen. Unter der Hochbrücke lassen sie ihre schwimmenden Schätze zu Wasser. Vom Ufer aus werden sie mit Elektroantrieb gesteuert.

„Wir wollen die Funktionen unserer Modelle ausprobieren und der Öffentlichkeit präsentieren, was wir im stillen Kämmerlein gebastelt haben“, nennt Bernd Zawadzinski den Grund des Treffens.

Der 66-jährige Wismarer möchte die „Szene“, wie er sagt, wiederbeleben. „Viele Monate bauen und tüfteln wir allein an unseren Modellen. Das ist das Manko unseres Hobbys: Wir haben alle keinen zweiten und dritten Partner, mit dem man unterwegs sein kann.“

Auf den jüngsten Schiffsmodellbau-Ausstellungen im Wismarer Technikmuseum Phantechnikum und beim Club Maritim im Wassertor hat Bernd Zawadzinski Gleichgesinnte angesprochen. So kam das erste Treffen zustande.

„Es sind alles Eigenbauten, die wir nach Fotos und selbst angefertigten Bauplänen bauen“, erklärt der gebürtige Wismarer. Er hat eine Commuter-Yacht mitgebracht, das Original wurde in den 1920er-Jahren entwickelt. „Es gibt keins mehr, sondern nur Einzelbauten.“ Das Schiff ist etwa sechs Kilo schwer, gut 900 Stunden hat Zawadzinski daran gebaut. Allein der Materialwert beträgt 3500 Euro.

Das U-Boot-Modell von Jörn Pietzko ist einer „Biber“ nachempfunden, die 1944/45 auf der Lübecker Flenderwerft hergestellt wurde. Der Klützer hat das Unterwasserboot aus geschichtlichem Interesse nachgebaut, wie er sagt. Der 39-Jährige freut sich, dass seine „Biber“ alle Funktionen bestens beherrscht. Zu seiner Schiffsmodell-Flotte gehören noch ein weiteres U-Boot sowie drei Überwasserboote.

Seit er 19 ist, widmet sich Jörn Pietzko der Modellbauleidenschaft.

Michael Hagen (77) aus Wittenförden hat sich vor allem den Arbeitsbooten der Fischerei verschrieben. Er baut mit Vorliebe Segel- und Zeesboote. Die Zuschauer, die sich zum Anschippern einfanden, sahen zwei Segelboote, eins mit rotem und eins mit weißem Segel. „Eigentlich habe ich mit dem Hobby in der fünften Klasse angefangen. Aber während meines Arbeitslebens hatte ich kaum Zeit, es zu pflegen, als Rentner nun umso mehr.“

Erst seit sieben Jahren baut Werner Möller (77) aus Hagenow Schiffsmodelle. Er hat ein Faible für die historischen Fahrzeuge der Fischerei und der Deutschen Seereederei. Auf dem Mühlenteich ließ er den Ausbildungskutter der Hochseefischerei „Neues Deutschland“ fahren.

„Im Sommer soll es das nächste Treffen geben. Dann wollen wir uns erneut vorstellen“, kündigt Bernd Zawadzinski an. Er hofft sehr, dass sich in Wismar wenn schon kein Verein, dann doch eine Interessengemeinschaft Schiffsmodellbau zusammenfindet, „um sich auszutauschen“.

Haike Werfel

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