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Anwohner genervt von Containerstellplatz

Wismar Anwohner genervt von Containerstellplatz

Zu laut und dreckig: Anwohner im Wismarer Stadtteil Dargetzow sind vom Containerstellplatz im Amselweg genervt. Doch die Verwaltung will an dem Standort festhalten.

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Der Containerstellplatz im Amselweg in Dargetzow ist den Anwohnern ein Dorn im Auge.

Quelle: Privat

Wismar. Anwohner vom Amselweg im Wismarer Stadtteil Dargetzow fühlen sich vom Containerstellplatz für Flaschen, Papier und Plastikmüll belästigt.Die Verwaltung sieht das Problem nicht.

Flaschen werden zu allen Zeiten entsorgt

Die Argumente der Anwohner: Die Zeiten, in denen Flaschen entsorgt werden dürfen, würden häufig nicht eingehalten. Viele Auswärtige und Gewerbetreibende nutzen den Stellplatz. Der Stellplatz sei ein Schandfleck, der von der Hauptstraße in Richtung Rostock bzw. ins Stadtzentrum gut sichtbar ist. Und: Fast alle Dargetzower verfügen über Behälter zum Entsorgen. Als möglicher Ausweichstellplatz wird die Pumpstation auf der gegenüberliegenden Straßenseite empfohlen.

Auch Auswärtige entsorgen

Christa und Dieter Mahlkuch erleben die Probleme täglich. „Es wird immer schlimmer, die Wohnqualität leidet erheblich. Es reicht jetzt“, sagt die Anwohnerin. Regelmäßig sehen sie Autos zum Beispiel mit den Kennzeichen HRO, DBR und NWM. Auch Gewerbetreibende würden im Amselweg entsorgen. „Die Nähe zur Hauptstraße verleitet dazu, hier schnell anzuhalten“, so Dieter Mahlkuch. Was nicht in die Container passt, werde davor entsorgt. Die Uhrzeiten würden erst gar nicht beachtet werden. Auch sonntags landen die Flaschen im Container. Die Anwohner erwarten, dass sich die Stadt des Problems annimmt und es nicht einfach beiseite wischt.

Stadt will keinen anderen Standort

Das könnte schwierig werden. Auf die OZ-Frage, ob sich die Anwohner Hoffnung auf Verlagerung des Containerstellplatzes machen können, teilte die Verwaltung mit, dass der Stellplatz im Zuge der Neubaumaßnahme des Kreisverkehres am Amselweg neu angelegt wurde. „Er wird regelmäßig durch die Mitarbeiter der Stadtreinigung gereinigt. Er ist kein auffälliger Standort für illegale Ablagerungen oder für sonstige Probleme. Bei Verlagerung des Standortes auf Flächen des Gewerbegebietes würde das Problem der wilden Ablagerungen mit Sicherheit entstehen, da relativ unbeobachtet Unrat abgelagert werden könnte. Eine Standortveränderung kann daher nicht in Aussicht gestellt werden“, so Andreas Nielsen, stellvertretender Sprecher der Stadt. Der Stellplatz im Amselweg ist aus Sicht der Stadt „weder ein Schandfleck, noch ist er entbehrlich, da es für die Bewohner Dargetzows ansonsten keine haushaltsnahe Entsorgungsmöglichkeit für Glas gibt“. Dass der Standort auch von „Fremden“ genutzt wird, lasse sich nicht vermeiden. Nielsen: „Andererseits steht einer sachgerechten Nutzung durch Fremde im Hinblick darauf, dass es sich bei den gesammelten Materialien um Wertstoffe handelt, die der Wiederverwertung zugeführt werden, grundsätzlich nichts entgegen.“Ein weiterer Kritikpunkt, dass die Fläche hinter den Containern nicht gemäht wird, hat sich inzwischen durch eine von der Stadt beauftragte Firma erledigt.

Container-Ärger auch in Rabenstraße

Containerstellplätze sind auch an anderen Ecken in Wismar ein Dorn im Auge. Zum Beispiel in der Rabenstraße. Auch dort berichten Anwohner, dass der Müll und der Lärm, der von den Containern ausgeht, gewaltig nervt. Dort stehen die Container auf einer Brücke. Anwohner haben beobachtet, dass bei Wind der Müll auch im Wallensteingraben landet. Auch hier hatte die Stadt mitgeteilt: „Der Standort muss vorerst bleiben, da in diesem Bereich sonst zu wenige öffentliche Flächen vorhanden sind.“ So war im Zuge des Markant-Neubaus der Stellplatz auf dem Parkplatz weggefallen. Aktuell heißt es dazu, dass ein neuer Stellplatz im Zuge des Straßenneubaus in der Prof.-Frege-Straße entsteht.Die Anzahl der Stellplätze für Wertstoffcontainer in der Hansestadt ist rückläufig. Derzeit gibt es 73, im Jahr 2007 waren es noch 90.

Heiko Hoffmann

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