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Wismar Arbeitssuche einmal andersherum

Beim ersten „Meet for Job“ in Wismar stellten sich Arbeitgeber interessierten Frauen und Männern vor

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Sandra Oldenburg vom Hotel Am Alten Hafen in Wismar spricht mit den Zwillingen Julia Heinrich und Franziska Schmidt (29, von links) über berufliche Möglichkeiten im Hotelgewerbe. Fotos (6): Sylvia Kartheuser

Wismar. Jobs im Hotel- und Gaststättenbereich (HoGa) oder im Reinigungsservice stehen bei jungen Leuten selten ganz oben auf der Wunschliste. Doch genau dort werden ständig Fachkräfte gesucht. In Wismar gab es gestern zum ersten Mal ein „Meet for Job“ — ein Treffen von Arbeitgebern und potenziellen Arbeitnehmern. Im Ausbildungs- und Schulungshotel des Jugendfördervereins (JFV) am Schiffbauerdamm trafen gut 30 junge Frauen und Männer auf fünf mögliche Arbeitgeber: das City Partner Hotel Alter Speicher, das Steigenberger Hotel Stadt Hamburg, das Hotel Am Alten Hafen, den Boltenhagener Appartement und Immobilien Service (BAIS) sowie auf die Gebäudereinigung Arctic.

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Beim ersten „Meet for Job“ in Wismar stellten sich Arbeitgeber interessierten Frauen und Männern vor

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„Wir wollten den Spieß einmal umdrehen. Hier stellen sich die Arbeitgeber vor und die Interessenten können dann entscheiden, ob es passt oder nicht“, erklärte Andrea Lehmann, JFV-Bereichsleiterin am Standort Wismar. Mit dem Jobcenter, der Gesellschaft für Beruf und Bildung (bb), der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) und dem Berufsfortbildungswerk (bfw) bildet das JFV eine Trägergemeinschaft, die neue Wege geht, um Job-Anbieter und Job-Suchende zusammenzubringen.

„Ich halte diese freiwillige Maßnahme für eine tolle Idee und die Organisation hier, finde ich super“, lobte Sven Schuster vom Jobcenter Wismar. Es war die erste von insgesamt vier Aktionen der Trägergemeinschaft. Folgen sollen in diesem Jahr noch die Bereiche gewerbliche Technik, Holz sowie Erziehung und Altenpflege. „Und wir haben vor, diese Veranstaltungen jedes Jahr zu wiederholen“, sagte Andrea Lehmann.

Im Obergeschoss des Ausbildungs- und Schulungshotels hatten jeder der fünf Arbeitgeber ein Zimmer bezogen. In viertelstündigen Vorträgen stellten sie sich und ihre Angebote den jungen Frauen und Männern vor. „Ich finde es sehr gut, dass wir uns so zwanglos präsentieren und auch in Einzelgesprächen mit Interessenten reden können, ohne dass es gleich ein Bewerbungsgespräch ist“, sagte Sandra Oldenburg vom Hotel Am Alten Hafen. Dort informierten sich auch die 29-jährigen Zwillinge Franziska Schmidt und Julia Heinrich. Sie leben erst seit kurzem in Wismar und sind auf Jobsuche. „Da ich Kinder habe, kann ich zum Beispiel nicht jedes Wochenende arbeiten“, bedauerte Franziska Schmidt.

Marjana Mahnke vom Boltenhagener Appartement und Immobilien Service (BAIS) sieht eine große Betreuungslücke. „Ich finde es schade, dass es am Wochenende keine Kinderbetreuung gibt. Dadurch haben alleinerziehende Mütter geringere Chancen auf einen Job“, erklärte sie. Sina Jermolajew vom Projekt „Mutig“ — junge Mütter für gesellschaftliche Teilhabe und Integration   — des Bildungsinstituts Bilse bestätigt: „Es gibt zu wenige ,Muttischichten‘, das bedauere ich sehr.“ Das Bildungsinstitut war mit 17 jungen Frauen zum „Meet for Job“ gekommen.

Frank Oldenburg vom bfw beschäftigt sich seit 15 bis 20 Jahren mit der Integration von Migranten. Er hatte 14 junge Männer mitgebracht. Sie interessierten sich vor allem für die Angebote vom BAIS und der Gebäudereinigung Arctic. „Mir gefällt die Internationalität und ich war beeindruckt, wie gut sich die Migranten schon artikulieren können“, lobte BIAS-Mitarbeiterin Marjana Mahnke.

Frank Oldenburg begrüßte, „dass wir Träger von Aus- und Weiterbildungen dabei sein und helfen können“. Oft würden die Teilnehmer einer Maßnahme zwar trainiert, stünden am Ende aber allein vor dem Arbeitgeber.

Ob das erste „Meet for Job“ hier oder dort zu einer Anstellung führt, ließ sich gestern noch nicht sagen. „Aber es war ein guter Anfang“, urteilte Andrea Lehmann nach zwei Stunden.

Von Sylvia Kartheuser

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