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Aufsichtsboot zu Wasser gelassen

Wismar Aufsichtsboot zu Wasser gelassen

Wismarer Bucht-Ranger startet wieder zu Kontrollfahrten

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Schnelle Aktion mit dem eingespielten Yachtclub-Team: Die „Runa“ gleitet sicher an der Kaikante zurück ins Wasser. Fotos (3): Hans-Joachim Zeigert

Wismar. Es dauerte nur einen kurzen Moment, bis sich das schon von Weitem erkennbare Boot mit dem knallroten Rumpf per Landkran in Richtung Hafenwasser bewegte. Schon waren die Hebegurte gelöst, der Dieselmotor sprang sofort an und wenig später war die „Runa“ an ihrem Liegeplatz im Wendorfer Yachthafen fest vertäut. Skipper Jürgen Weigel war dank weiterer Helfer so gut in der Zeit, dass gleich noch gemeinsam der Mast aufgerichtet wurde. Gemäß dem Wunsch zahlreicher Freizeitkapitäne: „Endlich wieder rauf aufs Wasser“, gehört auch er damit zu denen, die fit für die neue Saison sind.

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Wismarer Bucht-Ranger startet wieder zu Kontrollfahrten

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Es gibt allerdings einen wesentlichen Unterschied, denn für Weigel steht nicht der attraktive Freizeitausgleich auf dem Wasser im Vordergrund. Als einziger angestellter maritimer Ranger der Regionalvereinigung Segeln Wismarbucht ist es sein Job, im ausgewiesenen Europäischen Vogelschutzgebiet „Wismarbucht und Salzhaff“, einschließlich des FFH-Gebietes Wismarbucht die Einhaltung der Regeln aus der FVW (Freiwillige Vereinbarung Wassersport und Angeln auf der Wismarbucht) zu kontrollieren.

Dass er als gestandener Fahrensmann der einstigen Deutschen Seereederei Rostock (DSR) seinen jetzigen Job weiterhin mit seemännischer Leidenschaft ausüben kann, betrachtet er im inzwischen fünften Dienstjahr als optimal. Möglich ist dies ab diesem Jahr wieder durch Förderung aus Mitteln des Staatliches Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg sowie EU- Mitteln. In den vergangenen zwei Jahren hatte die „Ostseestiftung“ diese finanzielle Unterstützung übernommen. Eine Winterpause gab es für Weigel nicht, denn es galt 58 Kontrollfahrten auf See und weitere zwölf „Kontrollexkursionen“ über Land auszuwerten. Auch in diesem Jahr startete der Wismarer Buchtranger bereits erste Einsätze. So zeichnete sich zum Beispiel am Ostermontag ein reges Treiben auf dem Wasser ab.

Deshalb begann Weigel mit ersten Touren über Land, die ihn vom Küstenabschnitt bei Groß Strömkendorf und über den Boiensdorfer Werder, Pepelow bis nach Rerik führten. Wie an Bord sind Fernglas, Fotoapparat und die Feldprotokolle, die sofort auszufüllen sind, stets dabei. Mit Beginn des milderen Wetters galt der weitere Arbeitsschwerpunkt seinem wichtigsten Arbeitsmittel, dem Kontrollboot. Es folgte die technische Durchsicht, angefangen vom Antrieb über Elektrik bis zum Propeller mit Welle und Ruderblatt. Letztendlich galt es, dem gesamten Rumpf ein frisches, schickes und konservierendes „Make-up“ zu verpassen. Damit war der Motorsegler einsatzklar für das nasse Element.

Von Hans-Joachim Zeigert

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