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Wismar Ausschuss: Kreis-Mitarbeiter sollen fürs Parken bezahlen
Mecklenburg Wismar Ausschuss: Kreis-Mitarbeiter sollen fürs Parken bezahlen
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00:00 29.03.2016

Das Thema endlich vom Tisch bekommen, das haben sich die Mitglieder des Bauausschusses des Kreistags vorgenommen. Auf ihrer Sitzung am Mittwoch diskutierten sie darüber, ob die Mitarbeiter der Kreisverwaltung an den Standorten Wismar und Grevesmühlen in Zukunft für das Parken bezahlen sollen. Die deutliche Mehrheit der Ausschusses hat sich dafür ausgesprochen. Der Vorschlag des Gremiums lautet zehn Euro pro Monat. Nun wird sich der Finanzausschuss mit der Frage befassen, bevor die Abstimmung dann final im Kreistag am 14. April erfolgen wird.

Im Zuge der Erweiterung des Verwaltungssitzes in der Rostocker Straße in Wismar wird zwischen Bahngleisen und Wallensteingraben ein neuer Parkplatz für rund eine Million entstehen (die OZ berichtete). Durch die Bewirtschaftung der Fläche könne ein Teil der Baukosten refinanziert werden. Um ein Gleichgewicht für die Mitarbeiter zu schaffen, sollen sie dann auch fürs Parken an der Malzfabrik in Grevemühlen bezahlen.

Für Frank Meier (parteilos/Liste CDU), Ausschussvorsitzender, sind zehn Euro akzeptabel und tragbar. Eine weitere Variante wären 20 Euro pro Monat. „Verzichten wir jedoch auf hohen technischen Aufwand wie eine Schrankenanlage und ein Kassenhäuschen, können wir mit der Hälfte der Gebühren das Gleiche einnehmen“, so seine Rechnung. Die Mitarbeiter sollen sich eine Parkkarte kaufen, die dann im Auto sichtbar ausgelegt wird. „Das wäre eine einfache Lösung“, plädiert Meier.

Sein Vorschlag trifft bei den Ausschussmitgliedern auf offene Ohren. „Wir wollen die Mitarbeiter nicht schröpfen“, betont Christian Albeck (SPD). „Doch damit setzen wir ein gutes Zeichen nach draußen, dass wir Steuergelder nicht verpulvern.“ Für Manfred Wahls (CDU) ist dieser Vorschlag ebenfalls ein guter Kompromiss: „Wir müssen den technischen wie auch den Kontrollaufwand minimieren.

Das ist im Sinne der Nutzer.“

Thomas Baudis (Die Linke) spricht sich gänzlich gegen das Erheben von Gebühren aus. Meier entgegnet: „Das wären immerhin rund 26000 Euro im Jahr, die der Kreis einnehmen würde. Wir können es uns nicht leisten, darauf zu verzichten.“ Klar sei, dass eine gewisse Kontrolle vorhanden sein müsse. Dennoch sieht Meier den Verkauf von Parkkarten als günstigere Lösung an.

Die vorgesehene Fläche in der Rostocker Straße ist seit wenigen Wochen beräumt, die Ausschreibung für die Baufirmen wird laut Verwaltung noch Ende dieses Monats erfolgen. Der Parkplatz soll bis zur Fertigstellung des Verwaltungsneubaus im November ebenfalls fertig sein.

Von Vanessa Kopp

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