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Außergewöhnliche Töne von zwei nordischen Galionsfiguren begeistern Zuhörer

Wismar Außergewöhnliche Töne von zwei nordischen Galionsfiguren begeistern Zuhörer

Projekt der Deutsch-Skandinavischen Jugend-Philharmonie: Neun junge Musiker aus Schweden und Finnland präsentieren Jean Sibelius und Carl Nielsen

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Tolle Kammermusik der Deutsch-Skandinavischen Jugend-Philharmonie in der Galerie von Kristine Hamann an der Schweinsbrücke. Es musizierten junge Leute aus Schweden und Finnland.

Quelle: Ina Schwarz

Wismar. Tosender Applaus am Donnerstagabend in der Galerie von Kristine Hamann an der Schweinsbrücke. Nicht Bilder, Collagen und Objekte wurden diesmal von den Gästen gefeiert und genossen, sondern Töne.

„Musikalisch gesehen ist es ein gigantisches Jahr“, so Andreas Peer Kähler. Der Dirigent und Musikpädagoge leitet das Projekt „The Young North“ — eine neue Idee der Deutsch-Skandinavischen Jugend-Philharmonie. Die bringt in diesem Jahr fünf nordische Länder und Deutschland in einem gemeinsamen und stark verknüpften Jugendprojekt zusammen — und zum Klingen! In Wismar präsentierte Kähler neun junge Musiker und Musikerinnen aus Finnland und Schweden. Sie befinden sich auf einer einwöchigen Tournee — Wismar war eine ihrer ausgewählten Stationen.

Motto des Konzertes: „Zwei Schlingel feiern ihren 300. Geburtstag“. Gemeint sind Carl August Nielsen und Jean Sibelius. Beide Komponisten wurden 1865 geboren. „Sie sind die Galionsfiguren für nordische Orchestermusik“, führte Andreas Peer Kähler die Zuhörer ins Programm ein. Ein junges Streichquartett aus Oulu (Finnland) eröffnete das Konzert mit Auszügen aus dem Streichquartett „Voces Intimae“ (Innere Stimmen), das Sibelius in seinen reiferen Jahren schrieb. Anschließend sorgte das Bläserquintett von der Musikakademie in Malmö (Schweden) für ein musikalisches Hörerlebnis. Die fünf jungen Leute präsentierten Ausschnitte aus dem Quintett für Holzbläser von Carl Nielsen, der so etwas wie ein musikalischer Volksheld für die Dänen ist und als Musiker und Dirigent auch im Ausland große Erfolge feierte. Nielsen starb 1931 in Kopenhagen.

Die beiden Orchester, die sonst nicht zusammen spielen, brachten dem Publikum zum Abschluss des Galerie-Konzertes noch ein gemeinsames Stück dar. „Ein Berliner Komponist hat es für uns geschrieben“, erklärte Andreas Peer Kähler. „Wir haben es ,Malmoulu‘ genannt“, so der Dirigent lachend. „Das ist eine Synthese aus den Wörtern Malmö und Oulu.“

„Ein wunderbarer Auftakt für meine Konzertreihe“, freute sich Galeristin Kristine Hamann, die auf Facebook noch während des Konzertes postete: „Bei dieser Musik wirkt selbst eine hässliche Steckdose an der Decke wunderschön.“

Bereits vor dem Auftritt in der Galerie hatten die nordischen Musiker in der Aula der Musikschule mit Sibelius und Nielsen die Zuhörer begeistert. Die Kammermusikprojekte der Deutsch-Skandinavischen Jugend-Philharmonie treten auch in Schulen auf.

 



Ina Schwarz

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