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Auszeichnung für drei engagierte Frauen

Gägelow Auszeichnung für drei engagierte Frauen

Christine Fiedler, Monika Riebe und Kathrin Menck bekommen viel Lob bei Jahresempfang in Gägelow

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Als „schwarze Witwe“ führt die Kunsthistorikerin Dr. Anja Kretschmer ab dem 3. März wieder über den Wismarer Friedhof.

Quelle: Nicole Hollatz

Gägelow. In der Gemeinde Gägelow gibt es viele engagierte Bürgerinnen und Bürger. Drei emsige Frauen erhielten während des Jahresempfangs der Interessensgemeinschaft „Wirtschaft im Raum Gägelow“ (WIR) und der Gemeinde eine besondere Auszeichnung. Christine Fiedler (62) und Kathrin Menck (46), beide aus Proseken, sowie Monika Riebe (52) aus Gägelow freuten sich über Blumen, Urkunden und Geschenke.

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Als „schwarze Witwe“ führt die Kunsthistorikerin Dr. Anja Kretschmer ab dem 3. März wieder über den Wismarer Friedhof.

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„Wir huldigen diesen drei Feen aus dem Königreich Gägelow, danken ihnen für ihren unermüdlichen, umsichtigen und beispielgebenden Einsatz für Große und Kleine. Sie haben dazu beigetragen, dass der Dornröschenschlaf dieses Königreiches, das sich in den vergangenen Jahren prächtig entwickelt hat, für immer in das Märchenreich verbannt ist“, sagte Simone Oldenburg (Die Linke), Vorsitzende des Sozialausschusses der Gemeinde. Viel Lob gab es unter anderem für die Koch- und Backkünste, das Organisationstalent, die Ideen, die Kreativität und das Einfühlungsvermögen von Fiedler, Menck und Riebe.

Die diesjährige Auszeichnung „Unternehmen der Gemeinde“ ging an den Lila Bäcker/Unser Heimatbäcker. Die Urkunde nahm Expansionsleiter Michael Raschke (61) aus Rostock entgegen. Seit dem Jahr 2010 ist die Firma im Gägelower Gewerbegebiet vertreten. Von dort aus werden die 445 Filialen mit frischen Backwaren versorgt. „Am Standort Gägelow sind nicht nur 150 Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen des Jahres backt im Bereich soziales Engagement keine kleinen Brötchen, sondern große und fette Kuchen“, betonte WIR-Vertreter Jörg Denecke. „Vereine aus allen Lebensbereichen werden unterstützt.“

Etwa 80 Gäste waren beim Jahresempfang im Gägelower Hotel dabei. Sie nutzten die Chance, sich an einem Büfett zu stärken und dabei neue Kontakte zu knüpfen und Freundschaften zu pflegen. „Wir alle gemeinsam sind das Wir von Gägelow, prägen das gewerbliche Bild der Gemeinde. Wir können stolz auf den Anfang vor 25 Jahren und das Hier und Jetzt blicken“, meinte Karina Stenker und ist froh über die rasante Entwicklung der Ortsteile. Dies sei auch dank des Engagements vieler Ehrenamtler möglich geworden. Die MEZ- Managerin mahnte, in der Zukunft die Kräfte und Gelder besser zu bündeln, sich als starke Gemeinschaft zu präsentieren und gegenseitige Hilfestellungen zu leisten.“ Anerkennende Worte von Landrätin Kerstin Weiss (SPD): „In Gägelow spürt man den Gemeinschaftssinn. Viele andere können sich von Gägelow — bemerkenswert ist hier die Ansiedlung vieler Firmen, auch dank der hervorragenden Infrastruktur — eine Scheibe abschneiden.“

Gägelows Bürgermeister Uwe Wandel (parteilos) blickte in die Zukunft: „Vieles wurde erreicht, vieles wird sich noch in diesem Jahr verändern. Das MEZ bekommt einen neuen Eigentümer und das Gewerbegebiet zwei neue Firmen, einen kleinen Autohandel und einen Malermeister. Und vielleicht bauen wir auch noch eine eigene Windmühle. Leider ist es uns noch nicht gelungen, das Wohngebiet Proseken-Süd auf den Weg zu bringen.“

Der 25. Geburtstag des Gewerbegebietes soll am 9. und 10. Juli groß gefeiert werden. Am 9. Juli präsentieren sich Unternehmen vor und im MEZ. Am Donnerstag, 17. März, sind Interessierte ab 18 Uhr in den Center-Treff im Obergeschoss eingeladen, um zu überlegen, wie Kräfte in der Gemeinde gebündelt werden können und welche Aktionen es im Juli geben soll. Am 22. April, am 1. Juli und am 21.

Oktober stehen Arbeitseinsätze auf dem Programm. „Es macht Spaß, gemeinsam zu planen, zu organisieren und zu sehen, wie diese Gemeinde gewachsen ist und weiter wächst. Darauf können wir stolz sein“, sagte Karina Stenker.

Die „schwarze Witwe“ führt über den Wismarer Friedhof

Seit vier Jahren führt die Kunsthistorikerin Dr. Anja Kretschmer über die Friedhöfe der Region und erzählt „Friedhofsgeflüster“: Geschichte und Geschichten zwischen Aberglaube, Bestattungskultur und dem, wie die Menschen vor 200, 300 Jahren mit dem Wissen um das unvermeidliche Ende des Lebens umgegangen sind. Am 3. März lädt sie um 19 Uhr zur ersten Führung des Jahres über den dann dunklen Wismarer Friedhof.

Mit Hut, Perücke und schwarzem Kleid führt Dr. Anja Kretschmer dann als Figur der „schwarzen Witwe“ aus dem Jahre 1898 über den historischen Ostfriedhof. Und warnt gleich die männlichen Gäste vor.

Denn es ist nicht geklärt, woran der Mann der „schwarzen Witwe“ verstarb. „Eine lockere Führung“, macht die Kunsthistorikern Mut, mal mit ihr nachts den Friedhof zu besuchen. „Man kann sich so einem Thema nur augenzwinkernd nähern, das macht es leichter, mit der eigenen Endlichkeit umzugehen“, so die junge Frau. Sie weiß, wie sich im Laufe der Jahrhunderte das Verhältnis der Menschen zum Tod, vielleicht noch zum eigenen Tod, verändert hat.

„Die Menschen hatten früher eine andere Beziehung zum Tod als heute“, sagt sie. Ja, bei dem Thema und der Friedhofsführung darf gestaunt, geschmunzelt und auch mal gelacht werden. Dinge, die sonst auf einem Friedhof „tabu“ erscheinen, eben weil der Tod in unserer hochmodernen Welt nicht mehr als Teil des Lebens angesehen wird. „Früher war der Tod viel mehr im Leben integriert und wurde zelebriert. Die Menschen haben sich auf das eigene Ableben vorbereitet. Der Tod ist normal, er gehört zu uns. Ich möchte den Menschen verdeutlichen, wie sehr sie sich von ihrer eigenen Endlichkeit entfernt haben.“ Nicht um Todesängste zu schüren, sondern um Lebensfreude zu wecken. Dr. Anja Kretschmer hat ihre Doktorarbeit über das Thema geschrieben und führt nun mit ihrem Fachwissen über die Friedhöfe in Rostock, Greifswald, Stralsund und Güstrow bis hin nach Lübeck und Hamburg und ins sächsische Bautzen.

Ihre Idee des „Friedhofsgeflüsters“ wurde im letzten Jahr mit dem Kreativmacher-Preis des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur ausgezeichnet. Mit dem Wismarer Friedhof verbindet sie etwas Besonderes, sie ist Vorsitzende des jungen „Vereins zur Förderung der Friedhofskultur in Wismar e.V.“.

„Der Friedhof feiert dieses Jahr sein 185. Bestehen und wir möchten mit regelmäßigen Veranstaltungen auf diesen schönen Ort der Ruhe und Besinnung aufmerksam machen“, so die Vereinsvorsitzende.

Geplant sind monatliche Veranstaltungen bis hin zu Lesungen im ehemaligen Leichenwärterhaus auf dem Friedhof. Das Haus muss dringend saniert werden. „Das wollen wir als Verein mit Hilfe der Stadt schaffen“, nennt sie eines der Vereinsziele. Mehr Informationen über den Verein unter www.friedhofsverein-wismar.de.



Nicole Hollatz Norbert Wiaterek

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