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Autofahrerin rammt Streifenwagen: Polizist stirbt

Wismar/Barnekow Autofahrerin rammt Streifenwagen: Polizist stirbt

Tragischer Unfall auf einer Landstraße bei Wismar / Kollegen sind entsetzt / Auch Innenminister Caffier reagiert betroffen

Wismar/Barnekow. Ein 40-jähriger Polizist aus dem Revier in Wismar ist am Sonnabend bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen. Der Beamte war am späten Abend mit seinem Streifenwagen auf der Landstraße zwischen Barnekow und Woltersdorf (Kreis Nordwestmecklenburg) unterwegs. Auf halber Strecke zwischen den beiden Ortschaften kontrollierte er auf der rechten Fahrbahnseite einen Fußgänger. Plötzlich krachte es: Ein Seat rammte den Streifenwagen, erfasste den 40-jährigen Beamten und schleuderte ihn gegen das Einsatzfahrzeug. Dabei wurde der Beamte eingeklemmt. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Der Polizist erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen.

Am Steuer des Seats saß eine 67-jährige Frau aus der Region Wismar, die sich beim Aufprall leicht verletzte. Nährere Angaben zur Unfallverursacherin wollte die Polizei gestern nicht machen. Das Rostocker Polizeipräsidium bestätigte auf OZ-Anfrage lediglich, dass wohl kein Alkohol bei der Fahrerin im Spiel war. „Das können wir bisher ausschließen“, sagte Carsten Kroll, Polizeiführer vom Dienst.

Ein grauenhaftes Bild bot sich den Feuerwehrleuten von den Wehren aus Barnekow und Gägelow, die zum Einsatzort gerufen wurden. „Wir mussten den Polizeibeamten bergen. Er lag leblos eingeklemmt unter dem Streifenwagen“, sagte der Barnekower Wehrführer Mathias Bebensee.

Bei den Wismarer Polizeibeamten sitzt der Schock sehr tief. „Wir werden von einem Polizeiseelsorger betreut. Ich weiß gar nicht, wie ich heute Abend meinen Dienst machen soll. Jeder von uns hätte davon betroffen sein können“, sagte ein Beamter gestern der OZ.

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) reagierte mit tiefer Betroffenheit. Die Polizeifahrzeuge in MV können ab sofort mit Trauerflor fahren. „Mit diesem Symbol bekunden Mecklenburg-Vorpommerns Polizisten ihre Trauer. Sie nehmen Abschied von einem geliebten Lebensgefährten, Vater, Freund und Kollegen, der in Ausübung seines Dienstes auf tragische Weise sein Leben verlor und sie zeigen seinen Angehörigen, dass die Landespolizei ihnen in der schweren Zeit der Trauer beisteht“, sagte Caffier.

Auch die Gewerkschaft der Polizei ist entsetzt: „Mit großer Bestürzung haben wir vom tragischen Tod erfahren und verstummen in Trauer und Schmerz vor der Wirklichkeit des Unfassbaren“, sagte der GdP-Landesvorsitzende Christian Schumacher.

In MV war es der erste Todesfall eines Polizisten im Dienst seit vielen Jahren. Schwer verletzt wurde zuletzt im Juli 2014 bei Neustadt-Glewe ein Beamter, als er auf seinem Motorrad mit einem Pkw zusammenstieß.

Peter Preuß und Axel Büssem

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