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Wismar Schüler bauen bei Egger in Wismar
Mecklenburg Wismar Schüler bauen bei Egger in Wismar
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17:58 02.11.2018
Azubi Kerim Timme (Mitte) hilft Adrian Heinrich und Kim Stefanie Brüggemann beim Motorenbau. Quelle: Nicole Hollatz
Wismar

Eigentlich hätten die drei Schülerinnen und die vier Schüler frei gehabt – beweglicher Ferientag. So schön bis 11 Uhr schlafen und dann am Handy oder PC daddeln. „Ich bin freiwillig hier!“, beantwortete Andrea Put (14) von der Regionalen Schule mit Grundschule Mühlen Eichsen grinsend die entsprechende Frage. Ganz konzentriert saß sie vorm Laptop mit der Simulationssoftware, mit der die Schüler einen komplexen Schaltplan erstellen sollten.

Mit Druckluft und entsprechenden Reglern entstand eine pneumatische Steuerung, so wie sie in Groß und natürlich weit komplexer in der „Taktstraße“ des Wismarer Holzverarbeiters Egger zu finden ist. Dort hatten die sieben Schülerinnen und Schüler ihren „Nordbord-Unternehmenstag“ und konnten ganz praktisch knobeln, bauen und tüfteln.

Das Unternehmen und Nordbord, der Nachwuchs-Club der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie, wollen mit solchen Tagen für die Ausbildung in den naturwissenschaftlichen und technischen Berufen werben. Anmelden konnten sich die Jugendlichen selbst zu der kostenfreien Aktion.

„Das muss man den Jugendlichen schon hoch anrechnen, dass sie einen Ferientag dafür opfern. Die, die nun hier sind, haben auch wirklich Interesse“, freute sich Heiko Böhnke, einer der Ausbilder im hochmodernen Ausbildungszentrum von Egger. „Vermutlich eines der modernsten Ausbildungszentren der Region“, erzählte er von der Technik und den Räumlichkeiten zur entsprechend guten Ausbildung des Egger-Nachwuchses.

„Nimm die Spitzzange, das geht besser“, forderte Azubi Kerim Timme den Schüler Adrian Heinrich (15) auf. Der war dabei, mit einem entsprechenden Bausatz und einigen Metern Kupferdraht einen eigenen kleinen Motor zu bauen. Adrian von der Verbundenen Haupt- und Realschule Dorf Mecklenburg fand den Praxistag gut. „Es muss ja nicht sein, dass ich an so einem freien Tag den ganzen Tag am PC sitze!“, grinste er selbstkritisch. „Du musst straffer wickeln“, kommentierte Kim Stefanie Brüggemann (14) vom Gerhart-Hauptmann-Gymnasium. Auch sie baute den kleinen Motor, den die Schüler am Ende des Tages mitnehmen konnten. „Ich interessiere mich sehr für Naturwissenschaften“, erzählt sie. Und ja, auch Mädels finden das spannend und haben handwerklich was drauf.

Denn gerade die Mädels müsse man „locken“, weiß Ausbilder Böhnke. Oftmals seien die klassischen Berufswünsche noch zu sehr in den Köpfen verankert, Schnuppertage und Praktika können helfen. „Und die Mädchen verdienen hier in der Industrie deutlich besser als wie als Friseurin!“, freute er sich über die interessierten Schülerinnen. Andrea Put war begeistert. „Das wäre was für mich!“ Allerdings würde sie lieber nach Rostock gehen zur Ausbildung. „Zur Not aber auch nach Wismar.“ Angesichts des andauernden Bewerbermangels könnte sie sich den Ausbildungsplatz vermutlich aussuchen.

Entsprechend wichtig ist es für die Unternehmen, mit solchen Aktionen, guten Konditionen und natürlich einer starken Ausbildung zu werben. „Wer gut abschließt, wird auch übernommen, darum geht es ja!“, so Heiko Böhnke. Das Unternehmen bildet nach Bedarf aus – im Schnitt 15 Ausbildungsplätze in acht Berufen (IndustriemechanikerIn, ElektronikerIn für Betriebstechnik, FachlageristIn, MechatronikerIn, MedientechnologIn, Maschinen- und AnlagenfahrerIn, Industriekauffrau/ -mann und ChemielaborantIn) werden jedes Jahr vergeben. „Ab kommendem Jahr werden es 22 sein, der Bedarf ist da. Dazu gibt es ab dem kommenden Jahr die Chance, hier ein duales Studium zu absolvieren!“

Nicole Hollatz

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