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Wismar Baby-Boom in Wismar
Mecklenburg Wismar Baby-Boom in Wismar
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14:00 13.10.2018
Hebamme Michaela Kny legt in ihrer Hebammen-Praxis in Wismar den Wehenschreiber bei Sarah Beuch an. Quelle: Michaela Krohn
Wismar

“Suchen Sie sich so schnell wie möglich eine Hebamme“ – das ist der wichtigste Rat, den die Wismarer Geburtshelferinnen aus der Praxis „Mudder Griebsch“ werdenden Müttern geben. Denn dass es einen Mangel an Hebammen gibt, spüren auch sie. Zwar sagen sie: „Es geht gerade noch bei uns in der Region.“ In Wismar sind in diesem Jahr allerdings schon weit mehr Babys geboren als im gesamten Jahr 2017.

Seit 22 Jahren gibt es die Hebammenpraxis „Mudder Griebsch“ bereits. Vor fünf Jahren ist Michaela Kny in das Haus am Spiegelberg gezogen. „Die Räume hier sind viel schöner und wir haben mehr Platz“, sagt sie. Und den braucht sie auch. Denn die 48-Jährige und ihr Team bieten viele verschiedene Kurse und Dienstleistungen an – darunter Vorsorgeuntersuchungen, Gymnastik, Geburtsvorbereitung, Hypno-Birthing, sportliche und beratende Angebote. „Früher hatten es die Frauen schwerer. Es gab keine Stillberatung, da war man auf die Hilfe der eigenen Mutter angewiesen“, erklärt die erfahrene Hebamme. Heutzutage gebe es hingegen viele Angebote, um Schwangerschaft und Geburt zu erleichtern – „und die Frauen erwarten das auch“, weiß Michaela Kny. Durch die lange Zeit des Mutterschutzes und der Elternzeit hätten sie heute mehr Zeit, sich überhaupt mit der Schwangerschaft und der Nachsorge zu beschäftigen.

690 Babys sind in diesem Jahr schon im Klinikum geboren

Im Sana Hanse-Klinikum Wismar werden im Jahr Hunderte Babys geboren. Im gesamten Jahr 2017 waren es 588 Babys. Doch allein bis Ende September dieses Jahres sind dort schon 690 Babys entbunden worden – und das Jahr ist noch längst nicht zu Ende. Für die Wismarer Klinik ist das viel, ein kleiner Baby-Boom. Zwölf Hebammen kümmern sich dort um die Entbindungen. „Derzeit bilden wir vier Hebammen aus und im kommenden Jahr werden ein bis zwei Ausbildungsplätze vergeben“, sagt Andrea Hoffmann, Sprecherin des Hanse-Klinikums.

Die Krabbelgruppe trifft sich einmal in der Woche in der Hebammen-Praxis „Mudder Griebsch“ in Wismar. Quelle: Michaela Krohn

Auch Michaela Kny war bis vor acht Jahren noch zusätzlich im Klinikum als Hebamme im Einsatz. Inzwischen konzentriert sie sich nur noch auf ihre eigene Praxis. Unterstützt wird sie von Lisa Grote und Monique Haß. Die beiden jungen Hebammen arbeiten zum Teil im Klinikum und zum Teil in der Praxis von Michaela Kny. Ihre Tage sind lang, beginnen oft mit dem Frühdienst um 6 Uhr auf der Geburtsstation, dann kommen die Hausbesuche, die Kurse in der Praxis – und sie enden mit Anrufen von schwangeren Frauen, die sie betreuen. „Die rufen manchmal auch noch abends um halb zehn an“, sagt Lisa Grote. Stören tut das die 28-Jährige nicht. Sie weiß: „Die Frauen haben ja dann Sorgen und manchmal Angst. Es gehört zu unserem Beruf, sie dann auch zu beruhigen.“

Konzentration von morgens bis abends

Auch Michaela Kny weiß, dass der Beruf der Hebamme kein Job ist, bei dem man bis 17 Uhr arbeitet und dann nach Hause geht. Ein typischer Tag sieht bei ihr so aus: Morgens geht es zum Beispiel mit dem angelegen des CTGs bei einer der Frauen los, Herztöne messen, dann wartet ein Rückbildungskurs, Hausbesuche und schließlich noch die Verwaltung der Praxis. „Man muss von morgens bis abends konzentriert bleiben“, betont die Hebamme. Und: „Ohne die Liebe zum Beruf wär’ das nicht möglich.“

In Wismar selbst gibt es etwa zehn Hebammen, weitere in Bad Kleinen, Neukloster und Blowatz. Auch Lisa Grote und Monique Haß sind nicht nur in Wismar, sondern auch in Grevesmühlen im Einsatz. „Hebamme ist man aus Leidenschaft, das kann nicht jeder“, weiß Monique Haß. Die 34-Jährige sagt: „Man baut eine gewisse Bindung zu den Müttern und ihren Familien auf, wir betreuen sie ja recht lange – oft bis zum ersten Geburtstag des Kindes. Es ist auf jeden Fall ein sehr intensiver Beruf mit ganz viel Herzblut.“

Michaela Krohn

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