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Wismar Exklusive Eigentumswohnungen im alten Kornspeicher
Mecklenburg Wismar Exklusive Eigentumswohnungen im alten Kornspeicher
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16:37 30.10.2018
So soll die neue Wohnanlage einmal aussehen. Quelle: DREIDESIGN
Bad Kleinen

In Bad Kleinen, an den Ufern des Schweriner Sees, entsteht auf dem 2,7 Hektar großen Gelände eines ehemaligen Mühlenbetriebes ein exklusiver Wohnkomplex. Egon Flemming, Immobilien- und Finanzfachmann - er ist direkter Nachbar der Mühle Bad Kleinen - hat das Grundstück und alle darauf befindlichen Gebäude von der Gemeinde Bad Kleinen bereits im Juni 2018 erworben – als Geschäftsführer der Mühlenquartier Bad Kleinen GmbH. Nun steht Flemming vor „der schwierigen wie schönen Aufgabe“, das Mühlenquartier zu entwickeln. „Als Bürger Bad Kleinens beobachtete ich schon lange besorgt den Verfall der historischen Mühlenanlage. Als der Abriss des Getreidesilos drohte, entschloss ich mich, die historische Mühlenanlage zu erhalten und neues Leben, neues Wohnen in Bad Kleinen zu etablieren“, berichtet Egon Flemming.

Das Areal und die darauf befindlichen denkmalgeschützten Gebäude haben lange brach gelegen und sind verfallen. Mit dem neuen Eigentümer soll jetzt frischer Wind durch die historischen Gemäuer wehen. Bereits Ende September ist der wirtschaftliche Übergang erfolgt. Ab sofort arbeitet das Team um Egon Flemming, das aus Architekten, Fachplanern, Rechts- und Steuerberatern besteht, intensiv an der Umsetzung der Pläne. Der neue Mühlenbesitzer freut sich besonders, dass sein Projekt die überwiegende Mehrheit der Gemeindevertreter Bad Kleinens überzeugt hat.

Blick auf die Bad Kleiner Mühlenanlage in den 1960er-Jahren Quelle: Mühlenquartier Bad Kleinen

Pool und Parkhaus werden gebaut

Im ersten Bauabschnitt entstehen im alten Kornspeicher 38 luxoriöse Wohnungen mit Blick über den Schweriner See. Im Erd- und Untergeschoss befindet sich ein Wellnessbereich. Neben Kosmetik- und Massageanwendungen können die zukünftigen Wohnungseigentümer in verschiedenen Saunen sowie einem Schwimmbad Entspannung finden. Dieser Bereich soll zu festgelegten Zeiten auch den Bewohnern von Bad Kleinen zur Verfügung stehen. Ein Parkhaus für die Bewohner ist ebenfalls geplant.

Fertigstellung Ende 2020

Der Bauantrag soll bis Ende dieses Jahres eingereicht werden. Dank der konstruktiven Zusammenarbeit mit der unteren Bauaufsicht in Grevesmühlen sei laut Flemming eine Lösung für eine schnelle Entwicklung und Sicherung der Gebäudesubstanz gefunden worden. Für den mit dem Projekt „Mühlenquartier“ beauftragten Rostocker Architekten Enno Zeug ist die Rekultivierung dieser besonderen Architektur zu einer Leidenschaft geworden. „Die neuen Wohnungen im Kornspeicher sind der erste wichtige Schritt zur Wiederbelebung des Mühlenquartiers“, betont Egon Flemming. Erste Wohnungen sind bereits vom „Reißbrett“ reserviert.

Entwicklung Gesamtareal

Im zweiten Bauabschnitt wird die Sanierung der historischen Mühlengebäude in Angriff genommen. In der alten Mühle soll ein Leuchtturm der Kreativwirtschaft entstehen. In den weiteren Gebäuden sind Wohnungen sowie gewerbliche Nutzungsmöglichkeiten geplant. Im alten Maschinenhaus wird ein Mühlenbistro entstehen und das alte Heizhaus soll ein Mühlenmuseum erhalten. Egon Flemming sucht für seine Baupläne historische Bilder und Dokumenten zum Mühlenkomplex.

Blick auf die Bad Kleiner Mühle in den 1960er-Jahren Quelle: E-Mail-OZ-Lokalredaktion-WIS

Für die erfolgreiche Entwicklung des Mühlenquartiers als besonderes Ensemble mit Bedeutung weit über die Region hinaus bedarf es weitreichender Unterstützung der Politik und der Förderwirtschaft. Denn wie versprach bereits der letzte Geschäftsführer der Nordmehl GmbH, Walter Scheurich, im Jahre 1993: „…. dass möglichst bald wieder Betriebsamkeit einzieht und der Uhrenschlag im Mühlenturm für die neuen Beschäftigten wieder einen Sinn macht.“

Wer Egon Flemming alte Mühlen-Dokumente zur Verfügung stellen möchte, kann sich per Mail an ihn wenden: e.flemming@mq-badkleinen-gmbh.de oder telefonisch unter 0172 453 28 63.

Weitere Informationen zu dem Bauprojekt gibt es demnächst auf der Internetseite: www.muehlenquartier-badkleinen-gmbh.de

1993 wurde der Betrieb stillgelegt

Die Mühle Bad Kleinen wurde von Familie Janssen erbaut und ging 1916 in Betrieb. Der Komplex mit Mühle, Silo, Verwalter- und Trafohaus, Villa und Uhrenturm liegt am Schweriner See. Die Mühle war einst die größte in Mecklenburg und hatte einen eigenen Zugang zu Bahngleisen.

1968 musste sich die Mühle dem Kombinat Getreidewirtschaft des Bezirkes Rostock anschließen. 1993 wurde der Betrieb stillgelegt. 2012 übernahm die Gemeinde das Areal.

Kerstin Schröder

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