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Wismar Baden bei frostigen Temperaturen
Mecklenburg Wismar Baden bei frostigen Temperaturen
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00:01 19.01.2015
Bei einer Wassertemperatur von vier Grad genießen die Schwimmer das Bad im Ploggensee. Quelle: Fotos: Dirk Hoffmann

Einige Zuschauer froren allein beim Zusehen. Für die Badenden selbst war es ein sehr frostiges Vergnügen, als sie sich am Sonnabend bei einer Wassertemperatur von nur vier Grad über Null beim Drei-Königs-Baden wagemutig in den kalten Grevesmühlener Ploggensee stürzten.

„Ja, es ist doch ganz schön kalt“, sagte Nick Bössow nach dem Bad im Ploggensee. Der 30-Jährige aus Börzow ging das erste Mal bei derart niedrigen Temperaturen ins Wasser und fand das Baden im Sommer dann doch angenehmer, wie er zugab.

Keine Probleme mit der Kälte hatte dagegen Gerhard Plath. Für den 73-jährigen Grevesmühlener bedeutet es nichts Außergewöhnliches, auch im Winter zu baden. „Auch nach dem Sommer bin ich regelmäßig an der Wohlenberger Wiek beim Baden. Es stärkt das Immunsystem“, sagt Plath, der auch am 1. Januar beim Neujahrsbaden in Boltenhagen dabei war. In Grevesmühlen ging er sogar zwei Mal in den Ploggensee.

Zuerst pünktlich um 13 Uhr, etwas später noch einmal zusammen mit Torben Korup (10) aus Barendorf, damit der Junge sich nicht alleine überwinden musste.

Zu den Mutigen gehörte beim Drei-Königs-Baden Heidi Neuenhoff aus Wendorf. Die 73-Jährige war im Biene-Maja-Kostüm erschienen und konnte es kaum erwarten, dass es endlich losging und sie ins Wasser durfte.

„Hut ab vor denen, die sich das trauen“, zollte Peter Szibor (51) von der DRK-Wasserwacht Grevesmühlen den Teilnehmern Respekt. Er hatte den Landseer-Hund Nala, den einzig geprüften Wasserrettungshund von Mecklenburg-Vorpommern, mitgebracht, der auch bei dieser Wassertemperatur ein Bad im Ploggensee nahm.

„Ich finde es mutig. Gerade von den Älteren, dass sie heute dabei sind“, gab es auch viel Anerkennung von Rettungsschwimmer Norbert Poschadel (58). Eine Erkältung hinderte ihn daran, den etwas kühleren Badespaß selbst zu genießen.

Für ihren Mut wurden die badenden Frauen und Männer mit einem Glühwein und einer Bratwurst belohnt. Da sagten sie natürlich nicht nein und waren alle froh über das heiße Getränk, das sie am wärmenden Feuer zu sich nahmen — dort, wo rund 70 Tannenbäume verbrannt wurden.

„Letztes Jahr waren zur Premiere drei Teilnehmer und 40 Besucher gekommen. Jetzt haben sich diese Zahlen verdoppelt. Und endlich hat auch das Wetter mitgespielt“, freute sich der Freibadvereinsvorsitzende Jürgen Bühring (47). Denn eigentlich sollte das Drei-Königs-Baden schon in der Woche zuvor stattfinden. Der Sturm verhinderte das aber, sodass die Veranstaltung verschoben werden musste. Mit dem Drei-Königs-Baden ist der Freibadverein in das neue Jahr gestartet, in dem sich die Besucher auf weitere interessante Veranstaltungen freuen dürfen. Am 30. April wird am Ploggensee der Maibaum aufgestellt, wo am Tag darauf die neue Badesaison eröffnet wird.

„Besonders der Juli hat es in diesem Jahr in sich“, blickt Bühring voraus. Denn dann warten gleich drei Höhepunkte auf die Besucher. Am 4. Juli steigt die K 2-Beach-Party, am 11. Juli treten die Alu-Men bei ihrem Dreikampf aus Schwimmen, Radfahren und Laufen in Aktion und am 18. Juli soll bereits in der dritten Auflage die beliebte Badewannenregatta stattfinden.



Dirk Hoffmann

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