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Bahnhofsvorgebäude entstand 1908

Wismar Bahnhofsvorgebäude entstand 1908

Seitdem gibt es auch eine Unterführung zu den Bahnsteigen / Verein kümmert sich um historisches Erbe

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Diese Aufnahme, auf der das Vorempfangsgebäude des Wismarer Bahnhofs zu sehen ist, entstand Mitte der 70er Jahre.

Quelle: Foto: Sammlung Detlef Schmidt

Wismar. Am 15. November 1908 erhielt der Wismarer Bahnhof das neue Vorempfangsgebäude mit einer Unterführung zu den Bahnsteigen. Die Begeisterung über den Neubau hielt sich anscheinend in Grenzen. „Schön ist er nicht geworden“, mäkelten einige Zeitgenossen.

Was sonst noch geschah

17. November 1995: Grundsteinlegung für die Median Klinik im Stadtteil Wendorf.

17. November 2000: Einweihung des Freizeitbades „Wonnemar“.

17. November 2015: Rosemarie Wilcken, Bürgermeisterin von 1990 bis 2010, wird Ehrenbürgerin von Wismar.

19. November 1991: Gründung

der „Wismarer Wirtschaftsgemeinschaft“.

20. November 1554: Fertigstellung des Fürstenhofes.

20. November 1909: Übergabe des Eisenbahnfußgängertunnels in der Rostocker Straße.

Das „Mecklenburger Tageblatt“ berichtete vor den Bauarbeiten: „Die Bahnhofsanlage in Wismar genügt den Anforderungen der Jetztzeit nicht mehr. Einmal ist der Zugang zum Bahnhof über den Schienengeleisen vor dem Pölertor leicht Störungen unterworfen, und dann müssen wegen des gesteigerten Bahnverkehrs auch neue Schienengeleise geschaffen werden. Deshalb will man den Zugang zum Bahnhof verlegen. Dies geschieht durch Anlage eines Tunnels, dessen Eingang bei der Bahnhofstraße liegt. An der Stadtseite wird ein Vorempfangsgebäude errichtet, in dem sich Gepäckannahme und Fahrkartenschalter befinden. Von dem Vorempfangsgebäude geht man auf einer Treppe in den Tunnel, steigt nach Passieren desselben auf und tritt in eine große Bogenhalle, an die sich der überdachte Bahnsteig an beiden Seiten anschließt. Das Gepäck wird in einer besonderen Anlage mit Maschinerie durch den Tunnel befördert.

Am Bahnsteig werden Dienst- und Nebengebäude errichtet. Das Vorempfangsgebäude wird einstöckig im Ziegelrohbau mit Mansardendach aufgeführt und mit Ziegeln gedeckt, ebenso das Dienstgebäude am Bahnsteig.“ Wismar erhielt am 12. Juli 1848 einen Eisenbahnanschluss und zwar als Nebenstrecke vom Dorf Kleinen, wo die Hauptstrecke zwischen Schwerin und Rostock verlief. Nach Rostock konnte man ab 1883 und in Richtung Sternberg 1887 fahren. Diese Strecke ist heute schon wieder Geschichte und nach Lübeck gab es nie eine direkte Verbindung. In Wismar kamen die Reisenden in ein zunächst provisorisches „Empfangsgebäude“ gegenüber der Grubenmühle unter.

Die Lokomotive und die Wagen wurden über den im Jahr 1847 errichteten Güterschuppen umgeleitet, denn Wismar war und blieb zum Leidwesen vieler Wismarer ein sogenannter Sackbahnhof. Am 1. Juli 1857 konnte dann das neue repräsentative Bahnhofsgebäude im sogenannten Tudorstil eingeweiht werden. Nur Teile der Stadtmauer trennten die Eisenbahn von der Stadt. Deshalb „bröckelte“ hier die Stadtmauer zuerst. Die Eisenbahn erzeugte wirtschaftliche Erfolge. Schon 1853 wurde das erste Gleis zum Alten Hafen verlegt. Später entstand das zweite Gleis. Erst als das dritte Gleis 1898 hinzukam, kam eine Unterführung ins Gespräch. Diese wurde zehn Jahre später realisiert. Das „Mecklenburger Tageblatt“ schrieb am 19. Mai 1908: „Die Überdachung für die neue Bahnhofshalle wurde aus Rostock geliefert.

Dort hatte man die alte Überdachung des Friedrich-Franz-Bahnhofes abgerissen und man fand sie für Wismar noch ganz passabel.“

Bereits 1890 entstand der heute unter Denkmalschutz stehende Ringlokschuppen. Er gehörte ab 1935 zum damals gegründeten Bahnbetriebswerk, das am 31. Dezember 1993 seinen Betrieb einstellte.

Heute kümmert sich der Verein „Eisenbahnfreunde Wismar“ um den Erhalt der Anlagen.

Auf dem ehemaligen Bahnhofsvorpatz sind die Gleisanlagen mittlerweile entfernt worden. Im Zuge der Neuordnung in diesem Bereich soll der Platz wieder zu einem Bahnhofsplatz mit direktem Zugang zu den Bahnsteigen umgestaltet werden. Der Fußgängertunnel von 1908 soll zugeschüttet werden.

Detlef Schmidt

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