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Wismar Endspurt auf der Bahnbaustelle Bad Kleinen
Mecklenburg Wismar Endspurt auf der Bahnbaustelle Bad Kleinen
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14:57 26.10.2018
Auf der Bahn-Baustelle in Bad Kleinen geht es in den Endspurt. Am 9. Dezember sollen Züge auf allen Gleisen rollen. Quelle: Michaela Krohn
Bad Kleinen

Es sind nur noch wenige Wochen, bis am Bahnhof Bad Kleinen wieder alle Züge auf allen Gleisen rollen. Am 9. Dezember sollen die Arbeiten an einem der größten Bahnprojekte im Land beendet sein. Fahrgäste können dann – nach einer zweijährigen Bauzeit – wieder ohne Einschränkungen ab und nach Bad Kleinen reisen. Doch bis dahin ist noch einiges auf der Baustelle zu tun. So ist in diesen Tagen der Bahnverkehr sogar komplett gesperrt (die OZ berichtete). Erst ab dem frühen Montagmorgen sollen die Züge an einem der beiden Bahnsteige wieder zum Einsatz kommen. Bis dahin heißt es für Bahnreisende: Auf den Bus umsteigen.

Rund 30 Millionen Euro Baukosten stecken in dem Projekt Bahnhof Bad Kleinen. Hinzu kommen rund sieben Millionen Planungskosten. Im Dezember 2016 hatten die ersten Arbeiten an dem Mega-Projekt an der Nordspitze des Schweriner Sees begonnen. Nun, fast genau zwei Jahre später, ist fast alles fertig. „Und das termingerecht ohne Verzögerungen“, sagt Bahn-Projektleiter Andreas Kruse nicht ohne Stolz. Zurzeit laufen noch die Arbeiten am zweiten Bahnsteig, der erste wurde schon in Betrieb genommen. Unter anderem wird zurzeit ein Dach über dem Bahnsteig montiert, inklusive Taubennetz. Zudem wird dort noch gepflastert. Einzig mit der Montage des Aufzugs gebe es Probleme, weil die beauftragte Firma ihre Arbeiten immer wieder verschoben hatte. „Doch wir sind zuversichtlich, dass auch das bis Anfang Dezember geschafft ist“, sagt Kruse.

Betonbauer Hans Behnke arbeitet vor dem Aufzug an der Rufsäule. Quelle: Michaela Krohn

Gleise können nach Bedarf verlängert werden

Die innenliegenden Gleise an den Bahnsteigen 2 und 3 sind nun jeweils 120 Meter lang, die äußeren 240 – „mit der Option auf Verlängerung“, betont Andreas Kruse. Wenn längere Züge bestellt würden, gäbe es in Bad Kleinen so die Möglichkeit für einen Halt.

Wartungsarbeiten werden während der Sperrung an der Fußgängerbrücke durchgeführt. Quelle: Michaela Krohn

An den Gleisen selbst werden gerade noch die sogenannten Gleisschaltmittel montiert. Außerdem wird an den Gleisen, die bereits gelegt wurden Schotter nachgestopft. Das ist nach ein paar Monaten, nach dem die Gleise in Betrieb genommen werden, nötig, weil sich die Gleise leicht absetzen. Dann wird nachgearbeitet. Dieser Einsatz ist auch einer der Gründe für die komplette Sperrung seit ein paar Tagen. „Die Maschinen arbeiten in dieser Zeit rund um die Uhr. Wir wollen die Sperrung der Strecke so optimal ausnutzen“, erklärt Andreas Kruse.

Kontaminierter Boden wird ausgetauscht

Ein weiterer Grund für die Sperrung: Die Installation der neuen Oberleitungen wurde in den vergangenen Tagen beendet. „Da wurden die Oberleitungen des Bahnhofs mit denen der Strecke in Verbindung gebracht“, sagt Kruse. Zudem wurden und werden an zwei Bereichen auf der rund zwei Kilometer langen Baustelle die Bodenbereiche komplett ausgetauscht. Bodengutachten hatten dort Verunreinigungen festgestellt

Pläne für den Umbau des Bahnhofs gibt es bereits seit 25 Jahren. Nun ist er fast geschafft. Die Baustelle ist (noch) rund zwei Kilometer lang. Quelle: Michaela Krohn

Für Reisende wird es am Bad Kleiner Bahnhof künftig recht komfortabel: Zwei Aufzüge, Wartehäuschen, Fahrkartenautomaten auf allen Bahnsteigen und Bänke sind montiert, auf dem Bahnhofsvorplatz wird es eine Möglichkeit für Fahrräder zum Abstellen geben. Die Gemeinde Bad Kleinen will sich zudem um ein Toilettenhäuschen und einen Kiosk bemühen. Der Platz soll im April fertig sein. Letztendlich können durch die neuen Gleise auf der Strecke zwischen Schwerin und Bad Kleinen Züge mit Tempo 160 fahren. Und: Am 9. Dezember wird zudem der neue ICE in Schwerin begrüßt, der die Strecke dann nutzen wird – allerdings ohne Zwischenstopp in Bad Kleinen.

Straße vor Bahnhof soll asphaltiert werden

Im November wird zudem noch das Häuschen, in dem sich die Bauleitplanung befindet, abgerissen. „Das wird dann nicht mehr gebraucht“, sagt Andreas Kruse. Gegenüber steht noch ein altes Gebäude der Bahn. Dieses soll verkauft werden. Auch die Kopfsteinpflasterstraße, die Eisenbahnstraße, soll im kommenden Jahr asphaltiert werden.

„Ich glaube, wir haben sehr viel getan für den Bahnhof Bad Kleinen“, fasst Projektleiter Andreas Kruse zusammen. Immerhin: Pläne für einen Umbau dieses wichtigen Knotenpunktes der Bahn habe es schon seit 25 Jahren gegeben. Nun sind sie umgesetzt.

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Michaela Krohn

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