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Wismar Vor Baustart in Wismarer Jesup-Straße: NS-Bunker wird abgerissen
Mecklenburg Wismar Vor Baustart in Wismarer Jesup-Straße: NS-Bunker wird abgerissen
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17:02 15.04.2019
So wird die Claus-Jesup-Straße nach der Umgestaltung aussehen: Neue Bäumen sollen gepflanzt und zur Stadt passende Laternen aufgestellt werden. Quelle: Hansestadt Wismar
Wismar

Nach Ostern geht es los: Der Ausbau der Claus-Jesup-Straße in der Wismarer Altstadt beginnt. Entlang der Straße, die von vielen als Verbindung zwischen Hafen und Altstadt genutzt wird, wurden bereits 36 Bäume gefällt. Die nun anstehenden Bauarbeiten sollen etwa drei Jahre andauern. Die Hansestadt Wismar verspricht sich durch die 3,4 Millionen Euro teure Maßnahme eine Aufwertung der Welterbe-Stadt. Einige Anwohner sind jedoch, was dies betrifft, skeptisch.

Unterirdischer Bunker wird abgerissen

Bevor die eigentlichen Arbeiten überhaupt losgehen können, muss zunächst eine alte Bunkeranlage aus NS-Zeiten abgerissen werden. Die liegt etwa zwischen den Hausnummern 12 bis 28. Etwa vier Wochen soll der Abriss laut Stadtverwaltung dauern. Dafür muss der östliche Teil der Straße gesperrt werden. Die Zufahrt zur Zeughausstraße wird für diese Zeit über die Ulmenstraße erfolgen. Anschließend wird die Mittelinsel mit einer Baustraße versehen.

Der Standort der Wertstoffcontainer für Papier und Pappe, Glas, Verpackungsmaterial und Altkleider wird zudem dauerhaft in die Ulmenstraße hinter den Parkplatz „Zeughaus“ gegenüber der Bibliothek verlegt.

So könnte die Claus-Jesup-Straße nach der Umgestaltung aussehen. Neue Bäumen sollen gepflanzt und zur Stadt passende Laternen aufgestellt werden. Quelle: Quelle: Hansestadt Wismar

Ulmenstraße wird halbseitig gesperrt

Ab Ende Mai 2019 folgen dann die Arbeiten am Entwässerungskanal- und an den Verkehrswegen. Auch werden Versorgungsleitungen in die Ulmenstraße ver- und gelegt. Dafür wird ab Höhe Zeughaus die Fahrbahn der Ulmenstraße halbseitig gesperrt. Der Verkehr kann dann nur noch in eine Richtung fließen.

Mitte August 2019 werden die Tiefbauarbeiten in der Claus-Jesup-Straße fortgesetzt. Dafür muss diese abschnittsweise voll gesperrt werden. Der Lieferverkehr für Anlieger soll in Absprache über die Baustraße möglich sein. Diese Arbeiten sollen Mitte 2021 abgeschlossen sein.

Grünfläche auf Mittelinsel wird neu gestaltet

Anschließend wird die Grün- und Freifläche auf der Mittelinsel der Claus-Jesup-Straße neu gestaltet. Dort sind durchgehende Wege, Flächen für Pflanzen, Spielgeräte, Bänke, Papierkörbe, Informationsstelen und Beleuchtung geplant. Zudem sollen in zwei Reihen entlang der Mittelpromenade neue Bäume gepflanzt werden – und zwar mehr als zuvor dort standen. Die Verwaltung spricht von einer „grünen Lunge“ für Wismar und ist vom Konzept überzeugt.

Den Plan der Stadtverwaltung finden jedoch nicht alle gut. „Bei einem Besuch des Bauamtes im Sommer 2016 wurde uns als Grund für das Layout eine vermeintliche Aufwertung des Welterbes durch eine verbesserte Wegführung vom Hafen zur Georgenkirche genannt. Nur damit wäre die Baumaßnahme förderfähig“, erinnert sich ein Anwohner. Einige Punkte des Planes finde er jedoch fragwürdig.

Umgestaltung der Straße dauert bis 2022

Unter anderem bemängelt er, die derzeitige Straßenführung würde in eine S-Kurve direkt vor die Wollenweberstraße führen. „Da unser Schlafzimmer direkt auf diese S-Kurve schaut, freuen wir uns auf zusätzlichen Licht- und Lärmbelästigungen“, berichtet der Bewohner der Jesup-Straße gegenüber der OZ. Zudem rege ihn auf, dass einige Anwohnerparkplätze in Bezahlparkplätze umgewandelt werden sollen. „Leider ist in Wismar das Welterbe für Politik und Behörden wichtiger als die Anwohner“, glaubt er.

Die endgültige Fertigstellung des Projekts, das rund 3,4 Millionen Euro kosten soll und mit Fördermitteln unterstützt wird, ist für 2022 geplant.

Michaela Krohn

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