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Wismar Bei Kunstauktion kommen mehr als 10000 Euro zusammen
Mecklenburg Wismar Bei Kunstauktion kommen mehr als 10000 Euro zusammen
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07:28 04.12.2017
Wismars Bürgermeister Thomas Beyer mit dem „Schlitzohr“ bei der amerikanischen Versteigerung für den guten Zweck. 480 Euro kamen für das Bild von Hans W. Scheibner, der den Künstler Gerhard Richter porträtiert hat, zusammen. FOTOS (2): NICOLE HOLLATZ
Wismar

Das Bieterduell, das jeder der Künstler am Freitagabend sich ganz uneigennützig gewünscht hätte, kam nur bei der amerikanischen Versteigerung so richtig in Fahrt.

In der Gerichtslaube entwickelt sich Bieterduell nur bei amerikanischer Versteigerung

„Sie können einen echten Gerhard Richter ersteigern für fünf Euro!“, lockte Bürgermeister Thomas Beyer als „Ehrenauktionator“. Der „Richter“ war ein sehr kritisches Porträt des gebürtigen Dresdners, dessen Werke auf dem Kunstmarkt die wohl teuersten eines lebenden Künstlers sind. Das Bild hat Hans W. Scheibner gemalt und gestiftet. Denn der Erlös dieser Auktion ist für den guten Zweck, für den Treff im Lindengarten (TiL). „Derjenige, der zuletzt fünf Euro in den Hut tut, bekommt das Bild“, erklärte Thomas Beyer weiter.

Profis bei der jährlichen Kunstauktion sammeln im Vorfeld Fünf-Euro-Scheine und bereiten sich so auf den Abend vor. Viel Gelächter: Immer, wenn der Auktionator nach dem „zum Zweiten“ den Hammer in die Luft streckte, um Richtung Tisch auszuholen, schossen drei, vier, fünf Hände und damit Fünf-Euro-Scheine in die Luft. Der Bürgermeister merkte sich die Reihenfolge der Gebote und ließ die Geldscheine einsammeln. Der Besitzer des 96. Fünf-Euro-Scheins hatte Glück und bekam den Zuschlag. 480 Euro wurden so für die Gestaltung der Außenanlagen am TiL eingenommen.

Solche Dramatik, solche Leidenschaft wäre schön gewesen bei den 59 anderen Werken, die am Freitagabend bei der 19. Kunstauktion der Gemeinschaft Wismarer Künstler und Kunstfreunde unter den Hammer kamen. Nur etwas mehr als die Hälfte der angebotenen Werke fanden einen neuen Besitzer. „Die Erkältungswelle hat viele erwischt“, versuchte Brigitte Neugebauer-Winkler vom Verein die leeren Stühle in der Gerichtslaube zu erklären. Die Hoffnung, durch eine persönliche Einladung des Bürgermeisters viele Unternehmer der Region zur Auktion zu locken und für die Kunst regionaler Künstler zu begeistern, ging nicht auf.

Dabei boten die Künstler mit einem selbst gestalteten Büfett und leckerem Wein in einer besonderen Atmosphäre der Gerichtslaube allerhand, um eine angenehme Stimmung zu erzeugen. Möglichst Bieterstimmung! Eben die kam nicht auf. An den angebotenen Werken kann es kaum gelegen haben. Auch nicht an den Einstiegspreisen.

„Heute Abend werden Schnäppchen gemacht“, sagte Auktionator Christoph Wohlleben, nachdem das Bronzepferd von Anna Martha Napp für 450 Euro den Besitzer wechselte. Genauso die „Stover Mühle“ des verstorbenen Malers Rolf Möller – 250 Euro. Rainer Kessels „Kleine Karawane“ ging für 2520 Euro über den Auktionstisch. Nur TO Helbigs „Schilfgürtel“, ein großformatiger Prägedruck auf Hahnemühler Kupferdruckkarton, ließ die Bieter steigern – von 240 auf 340 Euro. Ansonsten: norddeutsche Zurückhaltung. Aber am Ende kamen insgesamt mehr als 10000 Euro zusammen.

Nicole Hollatz

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