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Wismar Beim Mühlenfest in Stove: Schaumahlen und Brot backen
Mecklenburg Wismar Beim Mühlenfest in Stove: Schaumahlen und Brot backen
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00:11 10.08.2015
Gar nicht so leicht: Besucher Paul hilft, die fertigen Brote aus dem Lehmbackofen herauszuholen. Quelle: Frank Peter Reichelt

Im wahrsten Sinne des Wortes Brot backen zum Anfassen bot der Mühlen- und Museumsverein Stove gestern beim traditionellen Mühlenfest.

Zuerst war Familie Tschech- Löffler nicht so begeistert. Drei Nieten haben die drei Töchter gezogen, es gab also keinen Kuchen oder Brot und auch keine Filzmaus als Losglück. Aber die Mühle entschädigte für das Pech. „Wir haben die Mühle von Weitem gesehen und am zweiten Urlaubstag wollten wir uns auch gleich ein leckeres Brot holen“, erzählt Vater Markus. Gemeinsam kletterte die Familie die Mühle hinauf und ließ sich die Arbeit eines Müllers erklären.

Maurer Manfred Zinke reparierte vor drei Jahren den Lehmbackofen im Stover Dorfmuseum. Seitdem ist er einmal in der Woche als Müller aktiv und führt ein Schaumahlen für Besucher durch. 50 Kilo Weizen trägt er die steile Treppe nach oben und kippt das Getreide in den Einfülltrichter. „Das Schrot ist als Futter für Enten und Gänse gedacht, Brot machen wir nicht daraus. Wer sein Korn herbringt, kann Schrot mit nach Hause nehmen.“ Zinke rüttelt am Rüttelschuh. Der sorgt dafür, dass das Getreide weiterrutscht. „Daher kommt übrigens auch ,Es klappert die Mühle am rauschenden Bach‘.“

Die Mühle steht seit 1889. Heute gehört sie der Gemeinde, Träger ist der Mühlen- und Museumsverein. Im Museum wird zum Mühlenfest auch eine Menge geboten. Der Hingucker ist Jürgen Westphal (71), liebevoll „der letzte Spinner des Vereins“ genannt. Den Verein gibt es nicht mehr, aber durch die Vorführung erfahren Besucher, wie aus Rohwolle ein Faden entsteht. Heike Tutlys, museumspädagogische Mitarbeiterin, ist verantwortlich fürs Backen. „Brot, Brötchen und Kuchen stellen wir her“, sagt sie und macht sich daran, das fertige Backwerk aus dem Lehmbackofen zu ziehen.

Verschmitzt fordert sie zum Schluss die Männer auf, einmal zu helfen. „So merken sie, dass das damals wirklich eine Knochenarbeit war.“Familie Rinne aus Molfsee bei Kiel hat sich noch schnell ein frisches Brot von Christina Rößler einpacken lassen und freut sich: „Wie das duftet!“



Frank Reichelt

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