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Wismar „Benzingespräche“ zwischen knatternden Motoren
Mecklenburg Wismar „Benzingespräche“ zwischen knatternden Motoren
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06:55 09.09.2013
Gerne zeigt Rolf Mahnke (73) aus Neukloster den Technikfreunden Horst Wendorf aus Rostock und Helmut Mix aus Bützow (v. l.) sein Motorrad Triumph BD 250 W von 1941 und erklärt: „Der Rost gehört zur Maschine dazu.“ Fotos (7): Norbert Wiaterek

Blauer Qualm, der in die Nasen kriecht, laut knatternde Motoren, in der Sonne glänzender Lack und ölverschmierte Hände: Freunde von alten Motorrädern, Autos, Lkw, Traktoren und Eigenbauten waren am Wochenende in Dorf Mecklenburg wieder in ihrem Element. Der Förderverein des Kreisagrarmuseums hatte zum 22. Treffen „Oldtimer und PS-Raritäten“ eingeladen. Noch vor der großen Ausfahrt, die am Sonnabend bis zum MEZ in Gägelow und wieder zurück führte, wurden auf dem Museumsgelände etwa 60 alte Pkw, gut 100 Motorräder und 40 Traktoren gezählt.

„Diese Veranstaltung ist zu einem Selbstläufer geworden“, freute sich Museumschef Falko Hohensee (61) über das große Interesse. „Man guckt, hat Spaß und gute Laune, trifft Freunde und Gleichgesinnte und bekommt auch etwas Kultur.“ Im vergangenen Jahr zählten die Organisatoren an zwei Tagen etwa 200 Aussteller aus ganz Norddeutschland. Diese Zahl dürfte jetzt, wohl auch wegen des herrlichen Spätsommerwetters, bei weitem überboten worden sein.

Zum zehnten Mal in Folge waren die Mitglieder des Vereins „Jawa Wings“ aus der Nähe von Magdeburg bei „Oldtimer und PS-Raritäten“ dabei. „Wir fahren immer weite Strecken. Schön, dass wir in Dorf Mecklenburg viele Freunde treffen“, berichtete der 70-jährige Rolf Stephan, der mit seiner Jawa schon durch Finnland und die Niederlande getuckert war. „Im nächsten Jahr geht es nach England.“

Auch Rolf Mahnke (73) aus Neukloster zeigte seine Triumph BD 250 W von 1941 schon mehrmals am Agrarmuseum. „Unsere Maschinen werden nicht nachlackiert. Das würde sie nur verfälschen. Ohne Rost wäre der Zeitgeist weg“, erklärte sein Sohn Dirk (45), der auf einer NSU von 1928 saß. Bernd Paplowski (54) aus Gägelow präsentierte stolz seinen Roller Cezeta, Baujahr 1963. Der 54-Jährige schraubt gern an Zweirädern, er besitzt noch alte Exemplare der Marken MZ und BMW sowie einen „Hackenwärmer“ — ein Fahrrad mit Hilfsmotor.

Für Staunen sorgten zudem der 73 Jahre alte Lanz-Bulldog von Norman Poschwatta (37) aus Rosenow bei Gadebusch sowie der Triumph „Spitfire“ von 1964 und der Skoda „Felicia“ von 1960, die Dietmar und Petra Albuschat aus Bad Kleinen gehören. Viele Autobesitzer öffneten gerne Türen und Motorhauben ihrer Fahrzeuge.

Die Technikfreunde, es waren mehrere Generationen vertreten, konnten bei „Benzingesprächen“ Erfahrungen austauschen und auf einem Teilemarkt stöbern. Für die Treckerfreunde gab es Ausfahrten durch Dorf Mecklenburg und Metelsdorf. Für Unterhaltung sorgten das Ensemble „Fantasia“ aus Wismar und die Klasbachtaler Blasmusik aus Neukloster.

Norbert Wiaterek

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