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Berufsfeuerwehr soll in die Ladestraße

Wismar Berufsfeuerwehr soll in die Ladestraße

Der Standort in der Altstadt wird aufgegeben

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Wenig Platz zwischen den Fahrzeugen. Noch weniger für Ronny Bieschke, Leiter der Berufsfeuerwehr Wismar, zwischen Pfeiler und Fahrzeug. Alles nicht mehr zeitgemäß und bei einem Neubau nicht mehr genehmigungsfähig. FOTOS (6): HEIKO HOFFMANN

Wismar. Alt, beengt, teilweise verschlissen. Der Standort der Berufsfeuerwehr in der Scheuerstraße wird aufgegeben. Ein Neubau ist das erklärte Ziel. Darüber sind sich Verwaltung, Politik und erst recht die Feuerwehr einig. Einen konkreten Termin gibt es noch nicht, dafür mit dem Bereich Ladestraße/Poeler Straße einen favorisierten Standort.

OZ-Bild

Der Standort in der Altstadt wird aufgegeben

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42 Mitarbeiter sind bei der Berufsfeuerwehr Wismar beschäftigt.

Den Brandschutz in der Hansestadt sichern außerdem die Freiwilligen Feuerwehren Altstadt und Friedenshof. Bei MV-Werften ist die Kötter GmbH, ein Sicherheitsdienstleister, als Werkfeuerwehr tätig.

Der politische Wille für eine moderne Berufsfeuerwehr in Wismar wurde auf der letzten Sitzung der Bürgerschaft bekundet. Mit dem Antrag der CDU wird der Bürgermeister beauftragt, die Modernisierung zu forcieren.

Die ersten Maßnahmen wurden eingeleitet. Nach Angaben von Senator Michael Berkhahn (CDU) gab es im letzten Jahr nochmals eine Begehung mit einem Architekten am Standort Scheuerstraße. Ergebnis: nicht zukunftsfähig.

Favorisierter Standort ist nun die Ladestraße im Bereich altes Bahnwärterhäuschen, das im Zuge der Unterführung in der Poeler Straße abgerissen werden soll. Die Lage werde geprüft, zwischen Stadt, Seehafen und Bahn müssten noch Eigentumsverhältnisse geklärt werden. Außerdem, so Ordnungsamtsleiter Frank Brosig, hat die Abteilung Gebäudemanagement einen Architekten mit einer Bedarfsermittlung beauftragt. Aussagen zu Flächenbedarf und Kosten werden erwartet.

Die Unterführung in der Poeler Straße wird 2019/2020 gebaut. Der Doppelhaushalt der Hansestadt gilt für die Jahre 2018/2019. Damit ist Zeit für die Planung der Feuerwehr und für die Finanzplanung.

Frank Brosig erklärt, dass so ein Vorhaben für die Stadt nur mit Fördermitteln zu stemmen ist. Wenn es konkret wird, werde daher beim Innenministerium der Sonderbedarf beantragt. So lief es auch beim neuen Feuerwehrgebäude für die Freiwillige Feuerwehr Altstadt, die Anfang 2017 das neue Gebäude am Kagenmarkt bezogen hat.

Ronny Bieschke, seit Ende 2016 Leiter der Wismarer Berufsfeuerwehr, hört die Pläne gern. Bereits bei seinem Amtsantritt hatte er als seine größte Baustelle das Gerätehaus bezeichnet und gesagt: „Wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann den, dass wir in fünf Jahren mit dem Bau eines neuen Gerätehauses beginnen.“ Das wird sportlich, aber die Richtung stimmt.

Seit 1928 hat die Feuerwehr ihren Sitz in dem Gebäude zwischen Scheuerstraße und Frischer Grube. Unstrittig ist, dass es nicht mehr den Anforderungen entspricht. Das fängt schon bei den Garagen für die großen Löschfahrzeuge an. Die Abstände zwischen den Fahrzeugen werden gewaltig unterschritten, Stützpfeiler – wie jetzt vorhanden – werden nicht mehr erlaubt. Die Höhe der Fahrzeuge hat sich so entwickelt, dass sie kaum noch in die Halle passen. Der Einsatzwagen für den Katastropenschutz muss sogar im Freien stehen. An vielen Stellen wird improvisiert. Wer die Räume in Augenschein nimmt, verspürt den Charme aus DDR-Zeiten. Die Werkstätten für Atemschutzmasken, Geräte, Schläuche und Fahrzeuge, in denen auch Arbeiten für die freiwilligen Wehren erledigt werden, fallen von der Größe dürftig aus.

Schon im Jahr 2014 berichtete die OZ, dass die Hansestadt nach einer Untersuchung zu dem Schluss kam: „Die Unterbringung der Berufsfeuerwehr in ihrem Gründungsgebäude aus dem Jahr 1928 entspricht nicht mehr den heutigen Ansprüchen und den geltenden technischen Regeln einer modernen Feuerwehr.“ Damals wurden zwei von drei Standorten als nicht zukunftstauglich eingestuft. Das Gerätehaus der Altstadt-Feuerwehr ist neu, jetzt muss bei der Berufsfeuerwehr investiert werden.

Heiko Hoffmann

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