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Wismar Besucher begeistert vom Mitmach-Tag der Feuerwehr
Mecklenburg Wismar Besucher begeistert vom Mitmach-Tag der Feuerwehr
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13:30 09.09.2018
Mitmach-Tag bei der Freiwilligen Feuerwehr Wismar-Altstadt Quelle: Kerstin Schröder
Wismar

Janusz Hebda hat muskulöse Oberarme – trotzdem kommt der Pole ins Schwitzen, als er mit Feuerwehrmann Tom Huysmann ein Auto aufschneidet. Schließlich wiegt die XXL-Schere rund 25 Kilo. Im Ernstfall kommt die bei Verkehrsunfällen zum Einsatz, um Verletzte aus Fahrzeugen zu bergen.

Auto zerschnitten – Brände gelöscht: Die Freiwillige Feuerwehr Wismar-Altstadt hat auf der Suche nach Mitstreitern einen Mitmach-Tag organisiert.

Wie anstrengend diese Aufgabe ist, davon haben sich am Sonnabend die Besucher des ersten Mitmach-Tages der Freiwilligen Feuerwehr Wismar-Altstadt selber ein Bild machen können – so wie Janusz Hebda. Der Elektriker, der mit Helm und Schutzkleidung zur Mega- Schere gegriffen hat, wohnt seit etwa einem Jahr in Wismar und ist von der Arbeit der Feuerwehrleute beeindruckt. „Unter dem Anzug ist es ziemlich heißt, dabei noch schwer zu arbeiten – das verdient Respekt!“Der Kleinwagen ist im Laufe des Tages fast komplett zerlegt worden – mit Hilfe der Feuerwehrleute. Für sie ist es Übung, für die Besucher ein Schnupperkurs. Denn die Kameraden erhoffen sich mit der Aktion neue Unterstützung – von Jung und Alt. Und tatsächlich haben sich bereits in den ersten beiden Stunden zwei erwachsene Interessen gemeldet, die die Wehr verstärken wollen – einer, der schon mal bei einer Feuerwehr gewesen ist, und ein Neuling.

„Helm und Schutzkleidung kriegen beide sofort“, berichtet der stellvertretende Wehrführer Sven Triebess. Bevor man jedoch in den Einsatz dürfe, müsse eine Grundausbildung absolviert werden. Die dauert 80 Stunden. „Die Ausbildung findet samstags statt und beinhaltet auch Erste Hilfe“, ergänzt Triebess. Zurzeit habe die Wehr 67 Einsatzkräfte und rund 30 Aktive in der Jugendwehr.

Heiß begehrt ist am Sonnabend die kleine Brandlösch-Anlage gewesen – vor allem bei den Kindern. Mit einem dünnen Schlauch kann dort jeder mal Feuerwehrmann oder -frau sein. Malte (4) und David (5) geben sich mit einem erfolgreichen Löschen nicht zufrieden. „Ich möchte das noch einmal machen“, rufen sie ihren Eltern zu mit leuchtenden Augen zu. Und dann: „Ich werde Feuerwehrmann!“

Schröder Kerstin

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