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Betrunkene Randalierer wüten auf dem Boulevard

Wismar Betrunkene Randalierer wüten auf dem Boulevard

Die Polizei nahm die drei jungen Männer in Gewahrsam. Seit Jahresbeginn wurden rund 770 Fälle von Sachbeschädigung in Nordwestmecklenburg angezeigt.

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Sinnlose Zerstörungswut in Wismar: Die drei Randalierer stießen diese Schuhvitrine um. Dabei gingen Glasscheiben zu Bruch. Fotos (2): Norbert Wiaterek

Wismar. Drei betrunkene Männer haben in der Nacht zu Donnerstag in der Altstadt randaliert. Die Polizei ergriff die 20 und 21 Jahre alten Wismarer und nahm sie in Gewahrsam. Der entstandene Schaden wird auf mehrere Hundert Euro geschätzt.

Ein Bild der Zerstörung bot sich gestern Früh Hinter dem Rathaus. Randalierer hatten entlang der Straße gewütet, die große Glasvitrine eines Schuhgeschäfts umgestoßen, Tische und Stühle, die draußen standen, beschädigt, Sonnenschirme umgeworfen und zerstört. Ein Verkehrsschild schlugen sie aus der Halterung und beschädigten ein angeschlossenes Fahrrad.

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Sinnlose Zerstörungswut in Wismar: Die drei Randalierer stießen diese Schuhvitrine um. Dabei gingen Glasscheiben zu Bruch. Fotos (2): Norbert Wiaterek

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Anwohner, die vom Lärm wach geworden waren, verständigten gegen 0.45 Uhr die Polizei. „Ein Zeuge sprach die Männer auf die Beschädigungen an. Er bekam einen Faustschlag ins Gesicht“, berichtete Polizeisprecher André Falke.

Eine Funkwagenbesatzung eilte zum Tatort. Sie entdeckte die Tatverdächtigen am Ende der Diebstraße. Als diese den Streifenwagen bemerkten, flüchteten sie in Richtung Großschmiedestraße und Schatterau. Es begann eine Verfolgungsjagd beziehungsweise Suche, die bis zur Dr.-Leber-Straße führte. Weitere Polizeiwagen wurden hinzugezogen. Letztlich konnte ein Streifenteam zwei Männer in Höhe der Großschmiedestraße/Ecke Schatterau festnehmen. Aus der Schatterau kam ein dritter dazu. Die anwesenden Zeugen bestätigten den Beamten, dass es sich um die drei Randalierer handelte.

Die Polizisten nahmen die Personalien auf und ließen die Männer „pusten“. Der Atemalkoholwert lag zwischen 1,02 und 1,96 Promille. „Daraufhin belehrten die Beamten die Tatverdächtigen und schickten sie nach Hause, was ganz in der Nähe war“, teilte der Sprecher mit.

Unbeeindruckt von den polizeilichen Maßnahmen, brach das Trio kurze Zeit später in der Diebstraße in einen Hausflur ein und entwendete ein Damenfahrrad. Die Polizei wurde darüber um 2.35 Uhr verständigt. Das gleiche Funkwagenteam erwischte die Täter auf dem Marktplatz. Das gestohlene Fahrrad fand es in der Nähe und brachte es dem Besitzer zurück.

Um weitere Straftaten zu verhindern, nahmen die Polizisten die Tatverdächtigen mit auf die Wache des Hauptreviers. Hier kamen sie in Gewahrsam. „Ein Kollege wurde von dem 21-Jährigen noch beleidigt“, informierte Falke. Alle drei Männer sind der Polizei zum Teil mehrfach wegen Sachbeschädigungen, Körperverletzung und Diebstahl bekannt.

Laut André Falke wurden der Polizeiinspektion Wismar seit Jahresbeginn rund 770 Sachbeschädigungen in Nordwestmecklenburg angezeigt. Vor allem Grevesmühlen litt enorm unter Vandalismus. Im Juli hatten Unbekannte im Vereinshaus randaliert und die öffentlichen Toiletten neben dem Rathaus beschädigt. Anfang des Jahres kosteten Schäden aus der Silvesternacht die Stadt knapp 6600 Euro.

Im Schönberger Land lassen sich die Vandalismusschäden auf Schmierereien und kleinere Zerstörungen reduzieren. Jedoch kosteten sie das Amt bereits 2500 Euro in diesem Jahr. Im Ostseebad Boltenhagen ist Vandalismus hingegen ein Problem. „Viel schlimmer als die gelegentliche Zerstörung von Papierkörben oder Bänken sind Graffiti oder Schmierereien“, sagt Kurdirektorin Claudia Hörl. Besonders nach größeren Veranstaltungen würde gehäuft gewütet. Oft werden die Lampen an der Seebrücke in Mitleidenschaft gezogen. „Man fragt sich, was in den Leuten vorgeht“, ärgert sich Hörl. Vandalismus zu verhindern, sei nahezu unmöglich. „Dann müsste man das ganze Dorf bestreifen.“

 

Haike Werfel und Robert Niemeyer

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