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Boltenhagen: Streit um Imbiss-Bebauung

Boltenhagen Boltenhagen: Streit um Imbiss-Bebauung

Gemeinde und Kurdirektion kritisieren Betreiber. Diese wehren sich.

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Die „wilde“ Bebauung im südlichen Bereich des Restaurants „Zur Düne“ in Boltenhagen sorgt erneut für Ärger. Fotos (2): Maik Freitag

Boltenhagen. Gemeinde und Kurdirektion ist sie schon lange ein Dorn im Auge, die „wilde“ Bebauung im südlichen Bereich des Restaurants „Zur Düne“ in Boltenhagen. Dort hat sich in den vergangenen Jahren der Imbiss immer weiter über die Grundstücksgrenzen hinaus ausgebreitet. Doch nichts passiert. Wenige Meter weiter mussten die Betreiber des Restaurants zur „Seebrücke“ sogar ein altes Fischerboot entfernen, das zur Dekoration auf der Rasenfläche aufgestellt worden war. Der Grund: Es war nicht genehmigt.

Mehrfach hat es inzwischen Anzeigen gegen die gastronomischen Betriebe rund um die „Düne“ gegeben. Dabei geht es um Bauten bei den Imbissen aber auch um An- beziehungsweise Umbauten an der ehemaligen HO-Gaststätte, dem heutigen denkmalgeschützten Restaurant „Zur Düne“. Unter anderem ragt eine Terrasse mit Außensitzplätzen über die Grundstücksgrenze in Richtung Kurpark, zum anderen ist auch ein überdachter Vorraum zur Strandpromenade hin über die Grenze hinweg gebaut.

Bei den Imbissen geht es darum, dass sie sich weiter ausbreiten und Palisaden oder Bretterzäune nicht mehr ins Bild an der Mittelpromenade passen.

„Wir hatten dazu im vergangenen Herbst ein Gespräch mit der Pächterin“, sagt Christian Schmiedeberg (CDU), Boltenhagens amtierender Bürgermeister. „Ihr wurde gesagt, dass sie gerne der Gemeinde alle Unterlagen vorlegen kann, um zu belegen, dass alles legal aufgestellt und gebaut ist“, sagt Schmiedeberg. Der Einladung sei Pächterin und Imbissbetreiberin Evelin Neumann aber nicht nachgekommen. „Wir hätten dann ja einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan erstellen können, in dem alles festgelegt worden wäre, was sein darf, was weg muss oder was erneuert werden muss“, sagt der amtierende Bürgermeister. „Jetzt gehe ich davon aus, dass der Landkreis tätig wird.“

Dort sieht man die Situation etwas anders: „Wir brauchen ein Zeichen der Gemeinde oder des Bürgermeisters, dass ordnungsbehördliche Verfahren wieder aufgenommen werden sollen, wenn Boltenhagen in der Sache nicht weiter kommt“, sagt Petra Rappen, Sprecherin des Landkreises. Beim Landkreis gehe man noch davon aus, dass die Gemeinde Gespräche für eine einvernehmliche Lösung führen wolle.

Für Anja Seidel, Betreiberin der Gastronomie „Zur Düne“, ist der derzeitige Zustand unerträglich. Sie hatte bereits einen Antrag gestellt, den seit Jahren um das Gebäude herum genutzten Streifen zu kaufen. Doch hier ließ sich das Amt bisher zu keiner Äußerung hinreißen. Seit Jahren wartet Anja Seidel auf eine Antwort, wie sie sagt. Die Gastronomin hat derzeit 15 Angestellte, die auch für den Außenbereich zuständig sind. Sollte der Streifen mit Stühlen und Tischen wegfallen, würde das auch Arbeitsplätze kosten. Immerhin sei sie bereit, die Flächen zu übernehmen.

Auch Imbiss-Betreiberin Evelin Neumann kann die Kritik nur in Ansätzen verstehen. „Klar kann man hier einiges verschönern. Ich habe vergangene Woche zum wiederholten Mal meine Vorschläge beim Amt Klützer Winkel eingereicht. Bisher habe ich keine Antwort bekommen“, sagt die Imbiss-Pächterin. Immerhin sei in der „Fischerhütte“ auf der Seeseite schon viel gewerkelt worden. Neue Fenster und eine sanierte Holzfassade geben dem Restaurant das nötige Aussehen. Gerne würde Evelin Neumann auch den mit alten DDR-Platten versehenen Platz inmitten der Imbissbuden verschönern. „Aber vor mehr als zehn Jahren wurde die Fläche als Grünfläche deklariert. Deshalb wird das wohl nie etwas“, ärgert sich Neumann. Gleichzeitig hofft sie, dass bald eine Lösung gefunden wird, damit sie ebenfalls tätig werden kann.

Jetzt gehe ich davon aus, dass der Kreis tätig wird.“
Christian Schmiedeberg, Bürgermeister

 



Malte Behnk und Maik Freitag

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