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Bräunig-Preis geht an „Bad Doberan hilft“

Wismar/Bad Doberan Bräunig-Preis geht an „Bad Doberan hilft“

Volks- und Raiffeisenbank stiftet 5000 Euro an engagierte Bürgerinitiative

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Hans-Heinrich Dreves (l.) und Joachim Schünemann vom Förderverein Kirche Friedrichshagen

Wismar/Bad Doberan. Hannes Roggelin strahlt über das ganze Gesicht. „Damit haben wir nicht gerechnet, schließlich gibt es unseren Verein erst zwei Jahre“, sagt der Mitinitiator des Netzwerks „Bad Doberan hilft“. Doch die Arbeit der Ehrenamtler, die sich um die Integration von Flüchtlingen bemühen, hat überzeugt: Sie sind die neuen Preisträger des Erhard-Bräunig-Preises. Der ist gestern Abend im Wismarer Bürgerschaftssaal verliehen worden – zum zweiten Mal. Hannes Roggelin hat danach den Preis – eine Mischung aus Acryl und Fotografie – nicht mehr aus den Augen gelassen – obwohl der nur symbolischen Charakter hat. Was zählt, sind die damit ausgelobten 5000 Euro. „Mit dem Geld halten wir unsere Projekte am Laufen, zum Beispiel das gemeinsame Kochen und den Nähkurs“, berichtet Roggelin.

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Volks- und Raiffeisenbank stiftet 5000 Euro an engagierte Bürgerinitiative

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Die Nominierten

Für den Erhard-Bräunig-Preis waren unter

anderem der Schulförderverein der Insel Poel, das Theaterprojekt Neuburg, die Lida-Hilfe Grevesmühlen, der Förderverein der Grundschule

Parkentin, die Mittwochsrunde zu Wismar, der Kulturkreis Carlow, Blau- Weiss Grevesmühlen, die Dorfschule Wismar Land

und der Schulverein

des Gymnasiums Friderico-Francisceum zu

Bad Doberan nominiert.

29 Initiativen aus Nordwestmecklenburg und dem Landkreis Rostock sind nominiert gewesen. Die Jury hat ihre Wahl einstimmig getroffen: „Bad Doberan hat die Ärmel hochgekrempelt und sich an die Arbeit gemacht“ – beschreibt sie das große Engagement des Netzwerkes. Sebastian Constien, Landrat des Landkreises Rostock, sagt dazu: „Die vielen Vorschläge, die eingegangen sind, zeigen uns, wie umfangreich das ehrenamtliche Engagement in der Region ist.“ Die Integration geflüchteter Menschen wäre ohne die vielen Ehrenamtler nicht so gut gelungen. Deshalb verdienen sie Wertschätzung und ein großes Dankeschön.

Überreicht hat den Preis auch Susanne Bräunig, Frau der verstorbenen Landrates Erhard Bräunig: „Es ist ein besonders emotionaler Moment für mich. Aber ich bin auch stolz, dass das Wirken meines Mannes über seinen Tod hinaus gewürdigt wird“, betont sie. Ihr Mann hat immer gesagt: „Mensch, da müssen wir was machen“ und so zum aktiven Handeln aufgerufen – und er hat selber gerne mitangepackt.

Verliehen wird der Preis von der Bürgerstiftung der Volks- und Raiffeisenbank. „Wir unterstützen gern ehrenamtliche Initiativen zugunsten der hier lebenden Menschen und wollen dauerhaft Hilfe zur Selbsthilfe leisten“, hat der Kuratoriumsvorsitzende Uwe Gutzmann anlässlich der Vorstellung des Erhard-Bräunig-Preises betont.

Um ausländischen Mitbürgern das Eingewöhnen und Leben in der Münsterstadt so einfach wie möglich zu machen, engagieren sich viele ehrenamtliche Helfer im Netzwerk „Bad Doberan hilft“. Die Anfang November 2015 gegründete Initiative hat verschiedene Arbeitsgruppen – so gibt es zum Beispiel eine wöchentliche Behördensprechstunde, einen Nadel- und Handarbeitstreff, Sprachkurse oder auch Handwerkliches rund ums Holz, bei dem die Teilnehmer auch ganz praktische Tipps für ihren Alltag bekommen. Dazu kommt das regelmäßige „Abendbrot mit Geschichten“, bei dem sich die Menschen näher kennenlernen können.

Unterstützung gibt es bei der Wohnungssuche und -einrichtung, Behördengängen oder gemeinsamer Freizeitgestaltung. Vieles läuft über ehrenamtliches Engagement. Durch eine Förderung von 21000 Euro über das Bundesprogramm „Demokratie leben“ hat das Netzwerk kürzlich zwei Minijob-Stellen geschaffen – und kann so Sprechstunden im Gemeindehaus anbieten: montags ab 17 Uhr, dienstags von 9 bis 11 sowie donnerstags von 17 bis 19 Uhr.

Engagierter Politiker für Mecklenburgs Nordwesten

Erhard Bräunig, geboren 1945, war im August 2015 bei einem Verkehrsunfall auf der B105 zwischen Naschendorf und Neu Degtow ums Leben gekommen. Er starb im Alter von 69 Jahren. Bräunig war von 1992 bis 1994 SPD-Landrat des damaligen Landkreises Grevesmühlen und von 2001 bis 2008 des späteren Landkreises Nordwestmecklenburg. Von 1998 bis 2001 war er zudem Mitglied des Landtages Mecklenburg-Vorpommern. FOTO: SVEN ASMUS

Kerstin Schröder, Michaela Krohn und Lennart Plott

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