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Wismar Brand im MEZ Gägelow: Feuerwehr räumt Center
Mecklenburg Wismar Brand im MEZ Gägelow: Feuerwehr räumt Center
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11:33 12.07.2018
Durch die Drehleiter der Wismarer Berufsfeuerwehr sind die Einsatzkräfte auf das Dach des MEZ Gägelow gelangt. Quelle: Michaela Krohn
Gägelow

Schreck im MEZ Gägelow: Um 11.34 Uhr wurde am Mittwoch Feueralarm im Einkaufszentrum ausgelöst. Auf dem Dach soll ein Feuer ausgebrochen sein. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Gägelow und Hohenkirchen rücken aus, die Berufsfeuerwehr Wismar kommt mit der Drehleiter. Im Center tönt die Sirene. Kunden und Mitarbeiter werden aufgefordert das Center zu verlassen. Über Lautsprecher heißt es: „Werte Besucher unseres Einkaufszentrums. Aus technischen Gründen sind wir gezwungen, unser Center zu schließen. Bitte verlassen Sie das Haus. Benutzen Sie keine Fahrtreppe, keine Aufzüge, befolgen Sie die Anweisungen des Personals.“

30 Einsatzkräfte aus Gägelow, Hohenkirchen und Wismar waren am Mittwoch im Einsatz. Kunden mussten eine Stunde im Regen vor dem Gebäude ausharren.

Ursache: Kabelbrand auf dem Dach

Der Grund: Auf dem Dach war es zu einem Kabelbrand gekommen. Die Ursache ist noch unklar, Brandermittler werden der Sache auf den Grund gehen. Hubert Klüßendorf von der Freiwilligen Feuerwehr in Gägelow sagt: „Ein Verteilerkasten ist komplett weggeschmort. Die Flammen waren meterhoch.“ Eine Reinigungskraft soll das Feuer entdeckt und gemeldet haben. Der Hausmeister des MEZ habe dann sofort reagiert. Mit Pulver hat er die erste Brandbekämpfung vorgenommen. Anschließend waren die Einsatzkräfte vor Ort. „Ich bin von der Arbeit sofort losgefahren“, sagt Marit Bange. Die Schulsekretärin am Gerhart-Hauptmann-Gymnasium hat sich die schwere Uniform über die Sachen gezogen. „30 Einsatzkräfte von Wehren in Gägelow, Hohenkirchen und der Wismarer Berufsfeuerwehr sind vor Ort“, so das Mitglied der FFW Gägelow. Seit zehn Jahren ist sie ehrenamtlich dabei.

Alle Räume und Schächte mussten kontrolliert werden

Hubert Klüßendorf von der Feuerwehr in Gägelow erklärt, dass mit einer Wärmebildkamera der Bereich um das Feuer unter Kontrolle gehalten wird. „Damit können wir die Temperatur kontrollieren.“ Bei unter 30 Grad gibt es Entwarnung.Frank Nölle, einer der Gruppenführer der Wehr aus Hohenkirchen, sagt: „Es gab nur eine kleine Rauchentwicklung. Wir sind vor allem zur Bereitschaft hier. Aber im Gebäude müssen jetzt alle Räume und Schächte kontrolliert werden.“

Vor dem MEZ verharren die Kunden. Einige essen Bratwurst, andere warten unter dem Regenschirm. Nebenan beim Elektromarkt Medimax läuft das Geschäft normal weiter. Immer wieder taucht die Frage auf: „Wann können wir wieder rein?“ Ungeduldig ist scheinbar keiner. Techniker überprüfen im Eingangsbereich die Alarmanlage. Um 12.42 Uhr dann die frohe Botschaft: „Sie können wieder reinkommen.“ Die Kunden lassen sich nicht lange bitten. Die Geschäfte können wieder florieren.

MEZ-Centermanager Jan Holzweißig bestätigt gegenüber OZ am Telefon: „Die Ursache war ein Kabelbrand, die Rettungskette hat sehr gut funktioniert, das Feuer konnte zum Glück schnell gelöscht werden. Letztlich war es nicht schön, aber auch nicht richtig gefährlich.“ Der Centermanager bedankte sich Rettungskräften, Mitarbeitern und Kunden für das umsichtige Wirken. Holzweißig: „ Die Räumung ist hervorragend verlaufen. alle waren sehr umsichtig. Ich danke den Kunden für ihr Verständnis.“

Heiko Hoffmann Michaela Krohn

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