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Brandschutz: Zu wenige Prüfer im Landkreis

Wismar/Grevesmühlen Brandschutz: Zu wenige Prüfer im Landkreis

Zwei Ingenieure sollen mehr als 1000 Gebäude alle drei Jahre begutachten / Das schaffen sie nicht ansatzweise / In Wismar ist das Aufgabe der Berufsfeuerwehr

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Das Personal reicht einfach nicht aus für die Kontrollen.“ Peter Hamouz, Kreisverwaltung

Wismar/Grevesmühlen. Ist der Brandschutz in den öffentlichen Gebäuden wie Schulen und Kindergärten in Nordwestmecklenburg ausreichend? Eine Antwort auf diese Frage gibt es derzeit nicht. Denn im Landkreis gibt es mehr als 1000 solcher Gebäude, die laut Brandschutzgesetz alle drei Jahre begutachtet werden müssen. Doch das ist seit Jahren nicht mehr passiert. „Das schaffen die Leute einfach nicht“, sagt Peter Hamouz, zuständiger Sachgebietsleiter in der Kreisverwaltung. „Wir haben zwei Brandschutzingenieure, die aber auch noch viele andere Aufgaben erledigen.

Das Personal reicht einfach nicht aus.“ Die Lösung soll nun eine Begutachtung durch externe Sachverständige bringen.

Im Finanzausschuss des Landkreises stellte Peter Hamouz die Gebührenordnung für die Variante vor, für die das Schweriner Innenministerium allerdings noch grünes Licht geben muss. Wie Peter Hamouz erklärte, habe er ein halbes Dutzend Planungsbüros in der Region gefunden, in denen Sachverständige für Brandschutz arbeiten, die eine entsprechende Begutachtung der Gebäude vornehmen könnten. Das Problem dabei: „Wir müssen natürlich ausschließen, dass die Sachverständigen Gebäude unter die Lupe nehmen, die sie selbst geplant haben.“ Dass ein Sachverständiger aus einem Planungsbüro nicht die gleichen fachlichen Qualifikationen wie ein Brandschutzingenieur mitbringt, ist laut Peter Hamouz kein Problem. „Die endgültige Abnahme erfolgt ohnehin durch den Landkreis.“

Sollte das Innenministerium die Lösung aus Nordwestmecklenburg durchwinken, wäre der Landkreis der erste in Mecklenburg-Vorpommern, der externe Gutachter für die Brandschauen einsetzt. Die Frage ist dann allerdings, wie die Ergebnisse aussehen? Nachdem in den vergangenen Jahren die meisten Gebäude nicht begutachtet worden sind, dürften einige Investitionen fällig sein.

Das wird zum Beispiel in Grevesmühlen deutlich. Dort muss die Stadt in die Regionale Schule am Wasserturm investieren. Wie viel Geld es am Ende kosten wird, die Brandschutzauflagen zu erfüllen, steht noch in den Sternen. „Billig wird es nicht“, sagt Bauamtsleiter Lars Prahler. Denn im mehr als 40 Jahre alten Schulgebäude müssen nicht nur die Rauchschutztüren ausgewechselt werden, für sechs Klassenräume fehlt zudem ein zweiter Rettungsweg. Die Mängel kamen zutage, weil die Rauchschutztüren im Gebäude defekt waren. Bei der Untersuchung der Schäden stellte ein Planer fest, dass noch mehr Auflagen nicht erfüllt werden.

In Wismar kümmert sich die Berufsfeuerwehr um den Brandschutz in allen öffentlichen und betrieblichen Einrichtungen — beispielsweise in Firmen, Schulen und Sporthallen. Dies wurde auch nach der Kreisgebietsreform so beibehalten. „Unsere Aufgabenbereiche sind gegliedert in Technik, abwehrenden Brandschutz und die vorbeugende Gefahrenabwehr, zu der diese Kontrollen zählen“, erklärt Thomas Golde vom Einsatzleitdienst. Aktuell kümmern sich zwei seiner Arbeitskollegen um die Gebäudeprüfungen. „Nach der Wende waren das noch fünf Mann“, erinnert sich Golde. Einige seien aus Altersgründen ausgeschieden, dafür aber keine Einsatzkräfte nachgerückt. „Bei der Vielzahl an Gebäuden in Wismar bedeutet das für die Zuständigen natürlich Zeit- und Termindruck“, sagt Thomas Golde.

Von Michael Prochnow und Vanessa Kopp

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