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Brandstiftung in Rüting: Polizei nimmt Verdächtigen fest

Brandstiftung in Rüting: Polizei nimmt Verdächtigen fest

Nach der Brandserie in Rüting vor wenigen Wochen gibt es inzwischen einen ersten Fahndungserfolg / Der Verdächtige soll Mitglied der freiwilligen Feuerwehr sein

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Allein auf 100000 Euro schätzt die Polizei den Sachschaden, der bei dem Brand eines Carports Mitte Mai in Rüting entstanden ist. Mehrere Autos wurden dabei zerstört.

Quelle: Fotos: Oz

Rüting /Wismar. Ist die Rütinger Brandserie aufgeklärt? Das Wismarer Amtsgericht hat auf Antrag der Schweriner Staatsanwaltschaft in dieser Sache gestern Haftbefehl gegen einen Tatverdächtigen erlassen. Es handelt sich dabei nach Angaben der Ermittlungsbehörden um ein Mitglied der örtlichen Feuerwehr in Rüting. Die Nachricht sorgte gestern für erhebliche Diskussionen im Ort. Bürgermeister Holger Hinze hofft einerseits, „dass damit die Brandserie tatsächlich zu Ende ist und die Bürger von Rüting wieder durchatmen können“. Andererseits tue es ihm leid, für die Kameraden der Feuerwehren aus Rüting, Upahl und Grevesmühlen, „die einiges geleistet haben in den vergangenen Monaten, dass der dringend Tatverdächtige ein Feuerwehrmann ist“. Hinze ärgert es auch, wie er sagt, immer wieder mit Meinungen konfrontiert zu werden, die behaupten, Pyromanen stammten zu einer hohen Prozentzahl aus den Reihen der Feuerwehrleute. „Da werden abstruse Zahlen genannt, von denen ich mich immer frage, wo die Leute sie eigentlich herhaben? Eine seriöse Studie gibt es dazu wohl kaum.“ Auch der Rütinger Wehrführer Thomas Thiem fühlt zwei Herzen in seiner Brust schlagen. Zum einen ist er froh, wenn die Polizei den Richtigen hat, zum anderen ist er geschockt, dass es einer seiner Kameraden sein soll. Thiem hat Sorge, „dass nun wieder alle Feuerwehrleute unter Generalverdacht gestellt werden“. Der 20-jährige Tatverdächtige habe sich nicht auffällig verhalten. Wehrführer Thiem sagt: „Ich habe für ihn meine Hand ins Feuer gehalten, wie für alle anderen meiner Leute. Und auch wenn sich jetzt herausstellt, dass ich sie mir verbrannt habe – ich werde nach wie vor zu meinen Leuten und dem, was sie leisten, stehen.“

OZ-Bild

Nach der Brandserie in Rüting vor wenigen Wochen gibt es inzwischen einen ersten Fahndungserfolg / Der Verdächtige soll Mitglied der freiwilligen Feuerwehr sein

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Ungeklärte Fälle

Nach wie vor ermittelt die Polizei in mehreren Brandfällen in Grevesmühlen und Umgebung. Noch keine konkreten Hinweise gibt es beispielsweise bei der Ursache des Großfeuers auf der Deponie in Neu Degtow im vergangenen Jahr.

Auch das Feuer in einem Pferdestall in Grevesmühlen im Jahr 2014 ist bislang nicht aufgeklärt worden.

Mitte Mai hatte die Brandserie begonnen. Zuerst stand eine Strohmiete in Flammen, anschließend war ein Carport mit mehreren Fahrzeugen abgebrannt, eine Woche später zerstörte nur wenige Meter vom ersten Tatort entfernt ein Feuer einen Volvo. Ein Ende fand die Serie erst mit dem Brand einer Hecke Anfang Juni, als die Vorfälle bundesweit für Aufmerksamkeit sorgten und ein TV-Team einen Verdächtigen zufällig filmte. Ob der Mann, der auf den Bildern in Jogginghose nahe des Tatortes zu sehen ist, tatsächlich der 20-jährige Feuerwehrmann ist, ist derzeit unklar. Momentan sitzt der Mann in Untersuchungshaft. Der Gesamtschaden durch die Brände beläuft sich auf mehr als 120000 Euro.

Annett Meinke und Michael Prochnow

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Neu Grambow
Das Feuer richtete einen Schaden von rund 80 000 Euro an. Ursache war vermutlich ein technischer Defekt.

Die Maschine war einem Feldweg in Neu Grambow (Vorpommern-Greifswald) in Brand geraten.

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