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Brennendes Auto schnell gelöscht

Zurow Brennendes Auto schnell gelöscht

Die Freiwillige Feuerwehr Zurow feierte 70. Geburtstag und demonstrierte ihre Einsatzbereitschaft

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Unterstützt und angeleitet von Oliver (l.) und Heiko Fedtke (r.) legte David Rose (38) aus Berlin einmal selbst Hand an und öffnete mit dem hydraulischen Spreizer ein Fahrzeug. Sein Fazit: „Das ist Schwerstarbeit.“

Zurow. Feuriges Plädoyer für die Freiwillige Feuerwehr Zurow zum 70. Geburtstag: Meterhoch schlugen die Flammen aus dem brennenden Auto. Dichter Rauch stieg in den Himmel. Noch Meter davon entfernt war die Hitze zu spüren. Das Löschen: Keine leichte Aufgabe für die Feuerwehrleute. Dennoch dauerte es nur wenige Minuten, bis die Flammen erstickt waren, nur noch Rauch und Wasserdampf aus dem verkohlten Auto austraten. Es war eine eindrucksvolle Demonstration, wie effektiv das Hochdrucksprühgerät mit einem Liter Wasser – angetrieben von 300 Bar Luftdruck – als feiner Nebel pro Sprühstoß das Feuer löscht.

OZ-Bild

Die Freiwillige Feuerwehr Zurow feierte 70. Geburtstag und demonstrierte ihre Einsatzbereitschaft

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Bei der Vorführung räumte die Feuerwehr auch mit der oftmals verbreiteten und in Film und Fernsehen gern gezeigten Vorstellung von spektakulär explodierenden Autos auf. Nur in den seltensten Fällen würde es bei einem Fahrzeugbrand zu einer Explosion des Tanks kommen, informierten die Feuerwehrleute.

Viel häufiger komme es zu einer Explosion im Haushalt, sagte David Bohnsack – und führte den Klassiker vor. Im Topf wird ein Liter Öl zu heiß und beginnt zu brennen. Schrecksekunde bei Köchin oder Koch. Instinktiv folgt der Griff zum Wasser – und dann eine gewaltige Explosion. Denn heißes Öl und kaltes Wasser sind sich nun mal spinnefeind. „Das einzig Richtige und eigentlich aus Einfachste in so einer Situation ist: Deckel drauf“, erklärte David Bohnsack.

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Glasin hatten für die Zuschauer weitere spektakuläre Schaueinsätze vorbereitet. Zum Beispiel, was bei einem Unfall mit eingeklemmten und verletzten Personen passiert, wenn die Helfer mit ihren Rettungsmaßnahmen beginnen. Kurze Zeit später brannte es wieder. Ein kleiner Holzstapel stand in Flammen. Einsatz für die Zurower Jugendfeuerwehr. Sehr eindrucksvoll stellte sie ihr Können unter Beweis und löschte den Brand.

Lucas Görke (15) und Eric Lange (14) sind seit neun Jahren bei der Zurower Jugendwehr. „Die Ausbildung und die Arbeit sind sehr interessant, aber auch sehr umfangreich“, erklären sie und sind sich einig: „Uns ist es wichtig, dass wir im Notfall helfen können.“ Diese Worte erfüllen Wehrführer Heiko Fedtke mit Freude und Stolz. Er hofft, dass künftig noch viele Kinder, aber auch Erwachsene, den Weg in die Reihen der Feuerwehr finden und die 19 Aktiven sowie die vier Ehrenmitglieder unterstützen werden.

Bevor die Feier zum 70. Jahrestag der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Zurow mit einem gemütlichen Abend am Lagerfeuer zu Ende ging, erinnerte Wehrführer Heiko Fedtke noch einmal an die Anfänge:

Im September 1946 wurde der Entschluss zur Gründung einer Feuerwehr in Zurow gefasst. Der damals knapp 17-jährige Willi Gollatz (heute 87) kam gerade aus der Kriegsgefangenschaft zurück und wurde erstes Mitglied der Wehr. Ihren Sitz hatte sie damals noch gegenüber der Kirche.

Erst Anfang der 1950er-Jahre wurde die Handspritze auf dem Pferdewagen durch einen Tragkraftspritzenanhänger (TSA) abgelöst. Er tat bis 1969 seinen Dienst, bis zur Anschaffung eines „LO“-Löschfahrzeuges. „Wir möchten unser Jubiläum aber auch zum Anlass nehmen, uns für die Unterstützung durch die Gemeinde, der Bürger, der Sponsoren, aber auch bei den benachbarten Wehren aus Glasin und Neukloster zu bedanken“, betonte Heiko Fedtke.

Daniel Koch

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