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Wismar Bürgermeister hofft auf neues Gymnasium
Mecklenburg Wismar Bürgermeister hofft auf neues Gymnasium
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00:05 07.12.2017
Wismar

Die beiden Wismarer Gymnasien stoßen an ihre Grenzen. Daher gibt es Überlegungen, das Angebot bis zum Abitur auszubauen. Zuständig für Gymnasien und Gesamtschulen ist der Landkreis Nordwestmecklenburg.

Gespräche mit dem Landkreis laufen – Fläche am Friedenshof denkbar – Die Goethe-Gesamtschule wird ein Jahr später saniert

In Wismar kursieren mehrere Varianten. Diese reichen von einem neuen Gymnasium in Wismar bis zur Verlagerung von Schulklassen. Landrätin Kerstin Weiss (SPD) wollte sich im Vorfeld der heutigen Sitzung des Kreistages nicht äußern. So bleibt viel Raum für Spekulationen bei Eltern und Lehrern.

Wismar hat zwei Gymnasien: Das Gerhart-Hauptmann-Gymnasium (GHG) und die Große Stadtschule „Geschwister-Scholl-Gymnasium“ (GSG). An der Gesamtschule „Johann Wolfgang von Goethe“ (IGS) wird Unterricht bis zur zehnten Klasse angeboten. Die Gesamtschule kooperiert beim Weg zum Abitur mit der Großen Stadtschule. Schüler der IGS können das Abitur am GSG ablegen. Alle drei Einrichtungen platzen aus den Nähten.

Beyers Zukunftsvision

Wismars Bürgermeister Thomas Beyer sagte am 20. November in seiner Nominierungsrede zum SPD-Bürgermeisterkandidaten zu seinen Zukunftsvisionen in den 2020er-Jahren: „Wir konnten den Landkreis überzeugen, ein neues Gymnasium zu bauen, denn die Kapazität wird gebraucht.“

Im Gespräch für einen Schulneubau ist tatsächlich die Fläche an der Erich-Weinert-Promenade am Friedenshof. Dort gab es bis zum Abriss in den 1990er-Jahren die alte Bertolt-Brecht-Schule und das Helene-Weigel-Gymnasium.

Fakt ist: An der IGS und am GHG sind millionenschwere Sanierungsmaßnahmen geplant. In diesem Zusammenhang, so der Landkreis, „werden weitere Möglichkeiten untersucht. Auch ein vollkommener Neubau wird derzeit diskutiert“. Sollte es zu einem Neubau kommen, muss dies zuvor der Kreistag mit der Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung beschließen.

Standorte nicht gefährdet

Landkreis-Sprecherin Petra Rappen: „Um gleich einigen Bedenken vorzubeugen: Ein Neubau soll nicht zur Gefährdung anderer Standorte im Umkreis von Wismar führen, sondern wird derzeit als Ersatzbau für eine Schule in Trägerschaft des Landkreises in Wismar besprochen.“

Das Gerhart-Hauptmann-Gymnasium am Altstadtring besuchen aktuell 511 Schüler. Nach einer Machbarkeitsstudie ist ein zweigeschossiger Ersatzneubau geplant an der Stelle, wo sich das Gebäude zur Mittagsversorgung befindet. Nach Angaben des Landkreises ist mit dem Ersatzneubau keine Kapazitätserweiterung verbunden. Er soll den aktuell fehlenden Raumbedarf des Ganztagsschulbetriebes des GHG abdecken.

Die Große Stadtschule zählt 443 Schüler und ist komplett ausgelastet. Bauliche Erweiterungen sind nicht vorgesehen. Die Schule ist komplett saniert.

Die geplante Sanierung der Goethe-Gesamtschule (490 Schüler) verzögert sich. Bisher war von Sommer 2018 die Rede. Der Landkreis begründet dies mit den Ergebnissen auf die europaweite Ausschreibung.

Bei drei von fünf Losen bei Planungsleistungen gab es keine Bewerbungen. „Wir hoffen, 2019 beginnen zu können. Vorgesehen ist eine etwa zweijährige Bauzeit“, so die Landkreissprecherin.

IGS zieht in Container

Die Kosten der Sanierung belaufen sich auf rund 10,5 Millionen Euro. Während der Arbeiten wird die IGS freigezogen. Schulcontainer am Friedenshof – im Bereich der alten Brechtsporthalle – sollen als Übergangslösung angemietet werden. Die geschätzten Mietkosten betragen 1,4 Millionen Euro, hinzu kommen 1,3 Millionen Euro an Baukosten. Diese 2,7 Millionen Euro für den Container-Ersatzbau sind nicht in der Kostenschätzung für die Schulsanierung enthalten.

Ob das Gerhart-Hauptmann- Gymnasium im Anschluss an die IGS saniert wird, macht der Kreis von Fördermitteln und der „Einarbeitung der Eigenanteile des Kreises in den Haushalt“ abhängig. Auch hier wird von einer zweijährigen Bauzeit und einem kompletten Freizug des Gebäudes ausgegangen. Die Kosten – ohne Ersatzbau – liegen bei 10,6 Millionen Euro. Wenn es zeitlich passt, werde die Containerschule am Friedenshof als Ausweichvariante erwogen.

Landkreis sucht Geld

Die Landrätin hatte am Dienstag ein Gespräch mit Vertretern des Energie-, Innen- und Bildungsministeriums. Dieses sollte Klarheit bringen, wann und in welcher Höhe die nächsten großen Schulsanierungsmaßnahmen des Landkreises – GHG und Haus B der Förderschule Sehen Neukloster – gefördert werden. Im Vorfeld der heutigen Kreistagssitzung wollte sich die Landrätin dazu nicht äußern.

Bei der Goethe-Gesamtschule hat die Hansestadt für den Landkreis Städtebaufördermittel in Höhe von 7,5 Millionen Euro beantragt. Landkreise sind bei Städtebaufördermitteln nicht förderfähig.

Heiko Hoffmann

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