Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Bürgermeisterwahl: Uwe Wandel legt Einspruch ein

Grevesmühlen Bürgermeisterwahl: Uwe Wandel legt Einspruch ein

Es gebe Hinweise auf Unregelmäßigkeiten bei der Stimmenauszählung / Kandidat der Linken war am Sonntag Lars Prahler knapp unterlegen – es fehlten 32 Stimmen

Voriger Artikel
Bürgermeisterwahl: Uwe Wandel legt Einspruch ein
Nächster Artikel
Strandderby steigt am 1. Oktober

Szene vom Wahlsonntag: Uwe Wandel (l.) gratuliert seinem Kontrahenten Lars Prahler zum knappen Sieg.

Grevesmühlen. Paukenschlag in Grevesmühlen: Uwe Wandel (Die Linke) will Einspruch gegen das Ergebnis der Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Grevesmühlen einlegen. Sein Vorwurf: Es gebe berechtigte Hinweise auf mögliche Unregelmäßigkeiten bei der Auszählung der Stimmen. Wandel war am vergangenen Sonntag knapp Lars Prahler (für die CDU) unterlegen. 32 Stimmen hatten den Unterschied gemacht. Es war das knappste Ergebnis in der Geschichte Grevesmühlens.

OZ-Bild

Es gebe Hinweise auf Unregelmäßigkeiten bei der Stimmenauszählung / Kandidat der Linken war am Sonntag Lars Prahler knapp unterlegen – es fehlten 32 Stimmen

Zur Bildergalerie

„Es gibt Hinweise, dass die ausgezählten Stimmen nicht den am Ende übermittelten Stimmen entsprechen“, sagt Uwe Wandel auf OZ-Nachfrage. Bei einem solch knappen Wahlergebnis sei es in gegenseitigem Interesse, Spekulationen und Gerüchten Einhalt zu gebieten. „Bei einem Unterschied von 400 Stimmen käme niemand auf die Idee, eine Überprüfung anzuregen. Aber hier geht es um 17 Stimmen, die entscheidend für den Ausgang sind“, so Wandel. Sie könnten das Ergebnis komplett auf den Kopf stellen.

Der Kreisverband der Linken unterstützt den Einspruch. „Wir nehmen die uns zugetragenen Informationen ernst. Das hat nichts damit zu tun, dass wir schlechte Verlierer sind, sondern ist im Sinne der Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger in Grevesmühlen, dass bei diesem knappen Wahlausgang mögliche Unregelmäßigkeiten überprüft werden“, sagt der Kreisvorsitzende Horst Krumpen.

Bei der Stadt war bis gestern noch kein offizielles Schreiben eingegangen. „Wir wissen nichts. Doch die Einspruchsfrist von 14 Tagen läuft noch“, meint Stadtsprecherin Regina Hacker. Es sei das Recht eines jeden, Einspruch einzulegen. Während des Wahlsonntags waren keine Unregelmäßigkeiten aufgefallen. Pirko Scheiderer, Leiterin des Hauptamtes, habe alle Ergebnisse entgegengenommen und Protokolle geprüft – ohne Auffälligkeiten. Aktuell weilt Scheiderer im Urlaub und war gestern für keine Stellungnahme zu erreichen.

Auch der Stichwahlsieger Lars Prahler und der noch bis Ende November amtierende Bürgermeister Jürgen Ditz (parteilos) konnten kein Statement zum Einspruch von Uwe Wandel abgeben. Sie sind als Vertreter Grevesmühlens aktuell in Ungarn unterwegs, um sich mit einer Partnerstadt auszutauschen.

Nun entscheidet die Stadtvertretung in ihrer nächsten Sitzung am 7. November über den Einspruch. Sie kann einen Wahlprüfungsausschuss einleiten, die Prüfung aber auch selbst durchführen. „Der Einspruch hat auf jeden Fall keine aufschiebende Wirkung“, betont Regina Hacker. Zunächst laufe alles wie geplant weiter. Heißt: Auch die Ernennung des neuen Bürgermeisters während der nächsten Stadtvertretersitzung erfolgt wie vorgesehen. „Es wird alles weiter vorbereitet“, so Hacker.

4064 Grevesmühlener hatten am Sonntag an der Stichwahl teilgenommen. Prahler hatte mit insgesamt 2048 Stimmen (50,4 Prozent) die Nase vorn, Wandel kam auf 2016 (49,6 Prozent). Der bisherige Bauamtsleiter ging in den Wahllokalen Rathaus, Vereinshaus, Kita Lustgarten, Ploggenseehalle II sowie bei den Briefwahlen als Sieger hervor. Wandel bekam mehr Stimmen in den Lokalen im Gymnasium am Tannenberg, in der Gaststätte Malzfabrik, in der Ploggenseehalle I sowie in der Diakonie.

Nicole Buchmann und Daniel Heidmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Wismar
Benjamin Barz ? Ostsee-Zeitung Hilfe Aktion Wohltaetigkeit Teaser der den User auf die Seite "Helfen bringt Freude" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Helfen bringt Freude“ 2015-11-30 de Aktion Helfen bringt Freude Seit 27 Jahren engagieren sich unsere Leser zusammen mit der OZ für sozial schwache Familien, Kinder sowie gemeinnützige Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Wie Sie in diesem Jahr helfen können, erfahren Sie hier.
Verlagshaus Wismar

Mecklenburger Straße 28
23966 Wismar

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 10.00-17.00 Uhr
Freitag 10.00-16.00 Uhr

Leiterin Lokalredaktion: Kerstin Schröder
E-Mail: wismar@ostsee-zeitung.de
Telefon: 0 38 41 / 415 65

Ticket- und Anzeigenverkauf: 03841 / 41550.

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist