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Bürgerschaft gibt grünes Licht für St.-Marien-Forum

Wismar Bürgerschaft gibt grünes Licht für St.-Marien-Forum

Dritter Versuch, um Fördermittel für das Bauvorhaben zu bekommen / Gesamtkosten des Projekts liegen bei 3,5 Millionen Euro / Entscheidung fällt bis Mitte des Jahres

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Wir wurden ausdrücklich gebeten, uns neu zu bewerben.“Thomas Beyer (SPD), Bürgermeister

Wismar. Aller guten Dinge sind drei — hoffentlich! Gestern Abend hat die Bürgerschaft einstimmig beschlossen, dass die Hansestadt erneut versuchen soll, Fördermittel für das Projekt „St.-Marien-Forum Wismar“ zu bekommen. Die Bundesregierung stellt in diesem Jahr wieder Gelder zur Verfügung, die zur Förderung von nationalen Projekten des Städtebaus verteilt werden.

Insgesamt handelt es sich dabei um 50 Millionen Euro. Bis Mitte April müssen die Unterlagen eingereicht werden. Bekäme Wismar in diesem Jahr den Zuschlag, würde die Förderung 90 Prozent der Gesamtkosten decken. Diese liegen bei mehr als 3,5 Millionen Euro. Der Eigenanteil von zehn Prozent wurde bereits im Haushalt eingestellt.

„Bis Mitte des Jahres wird sich entscheiden, ob unser Projekt dieses Mal aufgenommen wird“, sagt Bürgermeister Thomas Beyer (SPD). „Doch ich bin guter Hoffnung.“ Bestätigt sich sein Optimismus, könnte umgehend nach der Zusage mit der konkreten Planung begonnen werden, ein Baubeginn wäre bereits im nächsten Jahr möglich. Die bisherigen Versuche der Hansestadt, im Bundesprogramm aufgenommen zu werden, waren erfolglos. „Doch wurden wir nach der letzten Absage ausdrücklich darum gebeten, uns in diesem Jahr wieder zu bewerben“, erzählt Beyer.

Das überarbeitete Exposé für das „St.-Marien-Forum“ steht, die Planungsfirma „Angelis & Partner“ hat bereits viel Arbeit investiert (die OZ berichtete). Der Bürgermeister betont jedoch: „Es handelt sich bisher lediglich um ein Konzept, es ist noch keine Planung.“ Für ihn steht fest: „Wenn wir dieses Bauprojekt angehen können, wäre das ein städtebaulicher Abschluss.“ Zumindest fast. Denn für die Alte Schule ist eine „adäquate Zwischen-, aber keine Endlösung vorgesehen“, so Beyer, sprich kein Wiederaufbau. Am einstigen Standort der Alten Schule soll ein begehbarer und transparenter Leichtbau an das Gebäude erinnern. Der Keller und das Erdgeschoss könnten für Ausstellungen zu den Themen Backsteinbaukunst und Geschichte der Alten Schule genutzt werden. Darüber freut sich Kerstin Adam (SPD) besonders: „Ich finde es gut, dass die Alte Schule in das Konzept einbezogen wird. Dann könnte dieser störende Kasten endlich beseitigt werden“, so ihre Meinung.

Tino Schwarzrock von den Grünen vermisst das Gesamtkonzept in dem Vorhaben. „Außerdem frage ich mich, wie die Parkplätze kompensiert werden sollen, die dann wegfallen?“ Denn das Konzept sieht vor, dass der ehemalige Friedhof — der derzeit als Parkplatz genutzt wird — zu einem Skulpturengarten mit Grünfläche und Sitzgelegenheiten umgestaltet werden soll. „Diese Stellflächen werden den Anwohnern und Besuchern der Innenstadt fehlen“, sagt Schwarzrock.

Für Beyer ein generelles Problem in der Altstadt: „Bei fast allen Straßensanierungen im Innenstadtkern, die eben nach DIN-Norm durchgeführt werden müssen, fallen Parkplätze weg“, erklärt er. Bestes Beispiel: die aktuelle Baumaßnahme in der Mecklenburger Straße. „Für diesen Wegfall ist es auch in der Regel nicht möglich, einen Ausgleich in der Innenstadt zu schaffen.“ Kompensiert werde durch neue Parkmöglichkeiten am Rand des Stadtkerns. „So zum Beispiel durch das neue Parkhaus am Hafen, für welches die Bauarbeiten noch in diesem Jahr beginnen werden“, sagt der Bürgermeister.

Von Vanessa Kopp

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Wismar
Wird Wismar in das Bundesprogramm aufgenommen, könnten die Bauarbeiten im gotischen Viertel bereits im nächsten Jahr beginnen.

Im Sommer entscheidet sich, ob Wismar Bundesfördermittel für das Projekt in der Altstadt bekommt. Die Gesamtkosten liegen bei 3,5 Millionen Euro.

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