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Bürgerstiftung der VR-Bank lobt Erhard-Bräunig-Preis aus

Grevesmühlen/Wismar Bürgerstiftung der VR-Bank lobt Erhard-Bräunig-Preis aus

Im Gedenken an den verstorbenen Landrat wird in diesem Jahr erstmals der mit 5000 Euro dotierte Preis verliehen / Bewerbungen ab 1. September möglich

Grevesmühlen/Wismar. Ein Jahr nach dem tragischen Tod von Nordwestmecklenburgs Ex-Landrat Erhard Bräunig setzt die Bürgerstiftung der Volks- und Raiffeisenbank ihm ein Denkmal. Und zwar in Form einer Auszeichnung, die an verdiente Einwohner, Vereine beziehungsweise Stiftungen der Region vergeben werden soll. Bräunig war seit der Gründung der Bürgerstiftung im Jahr 2005 der Kuratoriumsvorsitzende der Bürgerstiftung, die über ein Stammkapital von rund 600000 Euro verfügt.

„Sein bürgerschaftliches Engagement für die Menschen im Nordwesten Mecklenburgs war beispielhaft“, heißt es in einer Erklärung der Stiftung. „Machen und nicht lange reden“, das war Erhard Bräunig“, sagt Dieter Heidenreich vom Stiftungsvorstand der VR-Bank. „Es war nicht immer der einfachste Weg, den er genommen hat, aber er hat die Dinge pragmatisch gesehen.“ Und so sollen auch die Preisträger ermittelt werden.

Menschen, Vereine und Stiftungen, die sich um ihre Mitmenschen kümmern, Dinge anpacken, „nicht lange reden, sondern einfach machen“, ergänzt Uwe Gutzmann vom Vorstand der VR- Bank. „Unsere Gesellschaft braucht solche Menschen.“ Sven Schiffner, der dem Projektteam der Bank angehört, bringt es auf den Punkt: „Ohne die Vereine würde es in manchen Dörfern sehr viel weniger Einwohner geben.

Das Ehrenamt macht den Unterschied.“

Deshalb soll der Name Erhard Bräunigs auch künftig für außergewöhnliche Leistungen im Ehrenamt stehen. Die Ausschreibung läuft vom 1. September bis zum 15. Oktober, die Preisverleihung wird am 14. November auf Schloss Plüschow erfolgen. Das Künstlerhaus spielt bei diesem Preis eine besondere Rolle. Erhard Bräunig war als ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Plüschow auch in die Entwicklung des Künstlerhauses involviert. Dort wird nun in den nächsten Wochen der Preis gestaltet. „Es ging uns darum, dass sich Künstler damit befassen, die wissen, was Erhard Bräunig für ein Mensch war“, betont Dieter Heidenreich. Mit der Ehrung sind auch 5000 Euro verbunden. Für die nächsten zehn Jahre ist diese Summe sichergestellt. „Das ist Geld, das die Menschen beziehungsweise die Vereine gut gebrauchen können“, erklärt Uwe Gutzmann. „Das ist unser Beitrag für die Gesellschaft, denn die Wirtschaft, gerade auch die Banken, haben auch eine Verpflichtung der Gesellschaft gegenüber.“ Die Idee zu dem Bürgerpreis ist bereits vor Monaten entstanden. Unmittelbar nach der schrecklichen Nachricht über den Tod des über die Grenzen Nordwestmecklenburgs hinaus bekannten Politikers hatten sich die Kuratoriumsmitglieder zusammengesetzt. „Er hat eine große Lücke hinterlassen“, sagt Sven Schiffner. „Mit diesem Preis wollen wir die Erinnerung an einen besonderen Menschen am Leben erhalten.“

Zur Jury, die über die Preisverleihung entscheidet, gehören neben Uwe Gutzmann, Kuratoriumsvorsitzender der Bürgerstiftung der VR-Bank, die Chefredakteure der OSTSEE-ZEITUNG und des Nordkuriers sowie Landrätin Kerstin Weiss, ihr Rostocker Amtskollege Sebastian Constien und Susanne Bräunig, die Witwe Erhard Bräunigs.

Der langjährige Landrat von Nordwestmecklenburg war im August vergangenen Jahres bei einem Verkehrsunfall auf der B 105 nahe Grevesmühlen ums Leben gekommen. Bräunig war damals auf einem Fahrrad unterwegs, als ein Kleintransporter ihn erfasste, der Fahrer hatte den Radfahrer beim Abbiegen offenbar übersehen.

An der Unfallstelle gibt es bis heute keinen Radweg. In Grevesmühlen gibt es seit Jahren Forderungen an das Schweriner Straßenbauamt, den Radweg von Neu Degtow weiter in Richtung Wismar zu führen, um Unfälle zu verhindern.

Michael Prochnow

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