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Camp-Teilnehmer ehren die Toten

Wismar Camp-Teilnehmer ehren die Toten

Arbeit an Kriegsgräbern mit Gedenkstunde auf Wismarer Soldatenfriedhof und Kranzniederlegung beendet

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Bürgermeister Thomas Beyer und Workcamp-Teilnehmerin Laura legen einen Kranz am Gedenkstein auf dem Soldatenfriedhof nieder.

Quelle: Haike Werfel

Wismar. Das zweiwöchige Internationale Workcamp des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurde gestern würdig beendet. Drei der 24 jungen Teilnehmer aus neun Nationen legten mit dem Schirmherrn des Camps, Bürgermeister Thomas Beyer (SPD), zwei Kränze am Gedenkstein für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft auf dem Soldatenfriedhof in der Rostocker Straße nieder.

Die Gegenwart gibt uns Anlass zu Trauer und Sorge.“Dr. Margret Seemann vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Auf diesem Friedhof hatten die jungen Frauen und Männer unter dem Motto „Arbeiten für den Frieden“ Grabplatten und Steinkreuze gereinigt. Auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof am Wischberg (Philipp-Müller-Straße) verlegten sie neue Gehwegplatten und säuberten den Obelisken (die OZ berichtete). „Wir haben während der Arbeit viele Gespräche über Kriege geführt und verschiedene Sichtweisen diskutiert. Dabei sind Freundschaften entstanden“, sagte Daniel, der bereits zum fünften Mal an dem Workcamp teilnahm.

Während der Gedenkstunde sang der Italiener Fabricio ein Lied und begleitete sich dazu auf seiner Gitarre. Sieben Camp-Teilnehmer sprachen ein Totengedenken in ihrer Muttersprache. Sie gedachten aller Opfer von Gewalt und Krieg, der Soldaten, die im Krieg ihr Leben ließen oder in der Gefangenschaft gestorben sind. Und sie ehrten die Toten mit einer Schweigeminute.

Dr. Margret Seemann, stellvertretende Landesvorsitzende des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge, nannte den Soldatenfriedhof in ihrer Gedenkrede einen Ort der Erinnerung und der Mahnung. Heute würden in vielen Teilen der Welt Kriege geführt. Die Bereitschaft, Konflikte politisch zu lösen, sei gesunken. „Unsere Gegenwart gibt uns Anlass zu Trauer und Sorge. Junge Menschen, die in Kriegs- und Krisengebieten humanitäre Aufgaben erfüllen, verlieren ihr Leben. Auch sie und ihre Familien schließen wir in unser Gedenken mit ein“, sagte Margret Seemann.

Sie wie auch Wismars Bürgermeister dankten den jungen Frauen und Männern für ihren Einsatz auf den beiden Kriegsgräberstätten. Sie sind in Syrien, Belarus, Rumänien, Italien, Frankreich, Tschechien, der Ukraine, den USA und in Süddeutschland zu Hause. Die Reisekosten zahlen sie selbst, die Unterkunft in der Ostsee-Schule in Wendorf war frei, für Verpflegung und Transport sorgte die Bundeswehr.

Das Abschlussprogramm am Abend in der Schule gestalteten die Camp-Teilnehmer mit Liedern und traditionellen Tänzen und stellten ihr Heimatland vor.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Jährlich gibt es etwa 60 Begegnungen mit Jugendlichen in rund 20 Ländern in Ost- und Westeuropa.

Haike Werfel

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