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Chaos bei Betreuung von Asylbewerbern

Wismar Chaos bei Betreuung von Asylbewerbern

Im Landkreis Nordwestmecklenburg ist die Betreuung der derzeit 318 dezentral untergebrachten Asylbewerber offenbar nicht gesichert. Hintergrund sind Unklarheiten bei der Finanzierung und fehlende Antworten auf Grundsatzfragen.

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Der Landkreis Nordwestmecklenburg geht davon aus, dass die Betreuung auch nach dem 1. August gesichert ist.

Quelle: Heiko Hoffmann

Wismar. Der Landkreis Nordwestmecklenburg hatte die Betreuung von dezentral untergebrachten Asylbewerbern zum 1. März dieses Jahres ausgeschrieben und dann in die Hände des Vereins Schulz e.V. gegeben. Vier weitere Träger hatten nach Sichtung der Ausschreibungsunterlagen ihr Interesse zurückgezogen. Das sei so nicht zu leisten, hieß es.

Schulz e.V. steht nun nach eigener Aussage vor drei Problemen: Der Verein erhielt bislang nur Abschlagszahlungen für die erbrachte Leistung. Er weiß nach fünf Monaten noch immer nicht, zu welchem Stundensatz seine Mitarbeiter bezahlt werden. Er kann die Zahl der Mitarbeiter nicht planen, weil der Landkreis die Zahl der zu Betreuenden nicht regelmäßig liefert. Der Betreuungsschlüssel liegt bei 1:56. Damit der Verein nicht auf eventuellen Mehrkosten sitzen bleibt, lässt er die unbefristeten Verträge auslaufen - ungewiss, ob die Zahl der Mitarbeiter dann ausreicht.

Der Landkreis weist den Vorwurf mangelnder Kommunikation zurück. Die Abschlagszahlungen seien dadurch begründet, dass das Innenministerium die Rechnungen zunächst prüfe. Rechnungen, die Schulz e.V. wegen eines fehlenden Stundensatzes bislang nicht schreiben konnte. Das Ministerium teilte darüber hinaus mit, dass 80 Prozent der Kosten ohne Rechnung erstattet werden. Der Rest, wenn die Rechnungen vorlägen. Auf einen Stundensatz hätten sich Landkreis und zuständige Behörde am Montag geeinigt, teilte die Kreisverwaltung mit.

Nicole Buchmann

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