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Check für Poeler Kogge: Taucher suchen nach Schäden

Wismar Check für Poeler Kogge: Taucher suchen nach Schäden

Die Aktion musste am Sonnabend von der Wasserschutzpolizei kurzfristig unterbrochen werden, weil Genehmigungen fehlten. Der Zustand der „Wissemara“ sei laut Tauchern auf den ersten Blick aber gut. Foto- und Filmaufnahmen sollen genaueres zeigen.

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Letzter Check vor dem Tauchgang an der Kogge: Jürgen Reddin prüft die Kamera an seinem Handgelenk.

Quelle: Michaela Krohn

Wismar. Inspektion an der Poeler Kogge im Alten Hafen: Taucher des Hanse-Tauch-Clubs Wismar haben am Sonnabendmorgen den Rumpf der „Wissemara“ nach Schäden und Verschleiß abgesucht. Ihr Urteil ist beruhigend, sie haben nichts Auffälliges entdecken können. Eine genaue Auswertung sollen aber Foto- und Filmaufnahmen zeigen, die in den kommenden Tagen ausgewertet werden. Hintergrund der Aktion: Der Nachbau einer hanseatischen Kogge aus dem 14. Jahrhundert muss regelmäßig in die Werft nach Rostock Gehlsdorf. Ist das Unterschiff der „Wissemara“ allerdings noch in Ordnung, kann die Werft noch warten. Denn die ist teuer für den Förderverein.

DCX-Bild

Die Aktion musste am Sonnabend von der Wasserschutzpolizei kurzfristig unterbrochen werden, weil Genehmigungen fehlten. Der Zustand der „Wissemara“ sei laut Tauchern auf den ersten Blick aber gut. Foto- und Filmaufnahmen sollen genaueres zeigen.

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Wasserschutzpolizei gibt kurzfristig grünes Licht

Doch bevor der Tauchgang am Sonnabend starten konnte, gab es am Kai noch etwas zu regeln. Die Wasserschutzpolizei legte an. Der Grund: Die kurzfristig angesetzte Tauchaktion war bei der Verkehrszentrale, im Hafenamt und bei der Polizei nicht angemeldet. Letztere hatte aber die weiß-blaue Alpha-Flagge an der Kogge bemerkt. Die signalisiert anderen Schiffen, dass Taucher im Wasser sind.

Reno Kottke von der Wismarer Wasserschutzpolizei erklärt: „Wenn Tauchgänge in der Fahrrinne stattfinden, müssen die abgesichert sein.“ Denn dort gebe es immerhin Schiffsverkehr und die Sicherheit muss gewährleistet sein.

Ein paar Telefonate später lagen die Genehmigungen allerdings schon vor und so konnten Jürgen Reddin und Matthias Werner vom Hanse-Tauch-Club Wismar abtauchen – unter den Augen von einigen Schaulustigen. „Gefühlt zwei Grad“, ruft Werner seinem Kollegen knapp zu, als er als erster ins Wasser springt – auch wenn das Thermometer am Schiff 7,5 Grad anzeigte.

Aufatmen bei der Crew: Keine offensichtlichen Schäden

Knapp 30 Minuten sind die beiden Taucher unter Wasser, umkreisen einmal den kompletten Schiffsrumpf. Peter Strehlow, ehrenamtlicher Chief auf der Kogge und somit verantwortlich für die Technik an Bord, erklärt: „Vor allem die Hoch- und Tiefsauger müssen überprüft werden. Die leiten kühlendes Seewasser an die Maschine. Außerdem werden Bugstrahlruder und Propeller gecheckt.“ Zudem werden die sogenannten Opferanoden überprüft, die alle drei bis fünf Jahre ausgetauscht werden müssen.

Beruhigend für die Crew der „Wissemara“: Die Taucher konnten keine offensichtlichen Schäden ausmachen. „Das gibt uns ein wenig Aufschub für die Werft“, sagt Peter Strehlow. Denn die kostet den Förderverein jedesmal bis zu 40 000 Euro.

Kogge ist mehr als 200-mal im Jahr unterwegs

Abgetakelt ist die Kogge inzwischen auch. Am Reformationstag wurden die Segel von den Masten geholt. 204-mal war das Schiff in dieser Saison unterwegs. Ein letztes Mal wird sie in diesem Jahr allerdings noch im Dezember ablegen – zur traditionellen Lichterfahrt am dritten Advent.

Michaela Krohn

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