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Damshagens Feuerwehr bald einsatzbereit?

Damshagen Damshagens Feuerwehr bald einsatzbereit?

Gemeinde will schnelle Dienstaufnahme / Kosten für Hilfe hoch

Damshagen. Die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Damshagen könnte bald wieder einsatzbereit sein. Die Gemeindevertretung hat sich am Mittwochabend dafür ausgesprochen, die eigenen Brandschützer schnellstmöglich wieder in den Dienst zu stellen. Doch vor 2018 wird das wohl nichts. Es sollen nun Gespräche geführt werden. Dazu wird auch die Freiwillige Feuerwehr Klütz an den Tisch geholt, die aktuell alle Einsätze in der Nachbargemeinde übernimmt.

Der Verlängerung dieser „öffentlich-rechtlichen Vereinbarung“ über die Übernahme des Brandschutzes und der technischen Hilfeleistungen durch die Stadt Klütz haben die Gemeindevertreter für das Jahr 2016 noch einmal zugestimmt. Allerdings nicht ohne Murren. „Wir müssen ja, weil wir keine Alternativen haben“, sagte Sabine Oldenburg (ptl.) bei der Abstimmung. Ihr und anderen Mitgliedern des Gremiums sind die Kosten für die Klützer Brandschutz-Hilfe zu hoch. Für die Jahre 2014 und 2015 lagen diese bei etwa 23000 Euro. „Wir bilden aus und letztlich schauen unsere Leute über den Zaun und sehen wie andere zu den Einsätzen fahren“, so Oldenburg weiter. Willi Heidmann (SPD) pflichtete bei: „Wir müssen unsere Feuerwehr schneller auf die Beine stellen.“

Sylvia Radtke (SPD) lehnte die Vereinbarung als einziges Mitglied der Gemeindevertretung ab. Für sie sei es unangemessen, die Kosten zwischen Damshagen und Klütz nach Einwohnerzahl zu berechnen. „Ich finde diese Lösung nicht gerecht. Schließlich haben wir für unsere eigene Feuerwehr auch noch Unterhaltungs- und Lehrgangskosten zu tragen. Wir zahlen eigentlich für eineinhalb Feuerwehren“, monierte sie. Radtke plädierte dafür, pro Einsatz abzurechnen. Von diesem Modell riet der anwesende Amtswehrführer Torsten Gromm aber ab: „Eine unkalkulierbare Größe. Die Gemeinde könnte ins Minus rutschen.“

Damshagens Bürgermeisterin Mandy Krüger (ptl.) sprach von „keiner schönen Situation für unsere Feuerwehrleute“. Dass die eigene Wehr schon 2017 wieder selbstständig ausrücken wird, hält sie jedoch für wenig realistisch. Aktuell fehlen noch zwei Gruppenführer. „Wir sind abhängig von der Feuerwehrschule. Die Kameraden müssen auf Plätze für Lehrgänge warten“, sagt Krüger. Bis dahin sei die Hilfe aus Klütz nötig. „Wir sind als Gemeinde dafür verantwortlich, den Brandschutz zu gewährleisten.“ Doch Krüger hofft, dass die Damshagener Kameraden zuvor schon bei Einsätzen als Unterstützung ausrücken können.

Seit dem Rücktritt von Bernhard Rosenow als Wehrführer Ende 2012 ist die Freiwillige Feuerwehr Damshagen nicht mehr einsatzbereit gemeldet. Wehrführer Arne Ingwer-Radoch konnte der Gemeindevertretung jedoch eine positive Entwicklung mitteilen: „Wir zählen 17 Kameraden. Eine Kameradin wird am Gruppenführerlehrgang teilnehmen.“

Daniel Heidmann

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